Charismatische Persönlichkeiten der Geschichte

Charismatische Menschen sind oft früh als solche erkennbar. Schon als Kinder erscheinen sie ruhiger, zurückhaltender, bedächtiger, aber gleichzeitig bestimmter in ihrem Auftreten. Manche glauben, dass Charisma erlernbar sei, doch es spricht vieles dagegen. Das Wort „Charisma“ kommt aus dem Griechischen und bedeutet (göttliche) Gnadengabe.

Wenn die Fähigkeit zu charismatischem Wirken von oben kommt, ist es nicht leicht, sie sich mit irdischen Mitteln anzueignen. Es fällt schwer, sich Menschen vorzustellen, die als Mauerblümchen auf die Welt kommen und sich zum öffentlichen Redner, der die Massen bewegt, hinaufarbeiten. Solche Menschen, sollte es sie geben, dürften sehr spärlich gesät sein.

Charismatische Menschen lassen sich an der positiven Wirkung erkennen, die sie auf andere ausüben. Sie treten selbstbewusst auf und wissen genau, wofür sie stehen und was sie erreichen wollen. Sie gehen auf Menschen zu und lassen sich nicht aus der Fassung bringen, geschweige denn sich zu Zornesausbrüchen hinreißen. Im Gespräch mit anderen blicken sie diesen in die Augen und vermitteln dem Gegenüber Kraft und Geborgenheit. Sie erscheinen in der Gesellschaft gerade an der Stelle, an der sie ihre Fähigkeiten perfekt zur Geltung bringen können.

Menschen mit Charisma können ein ganz gewöhnliches Leben führen, doch viele spielen eine tragende Rolle im öffentlichen Leben und in den Medien. Besonders treten sie in Bereichen wie Politik, Religion, Philosophie und Wissenschaft in Erscheinung.

Herausragende charismatische Persönlichkeiten:

„Denn was ihr dem Geringsten meiner Brüder…“ – Mutter Teresa kam nach Indien und wusste, was zu tun war. Sie lebte ihre Berufung in der Überzeugung, im Dienst am Nächsten Gott zu dienen. Zeit ihres Lebens arbeitete sie in dem Bewusstsein, dass die Armen, Hungernden und Kranken, die sie in den Straßen Kalkuttas auflas, Jesus selbst widerspiegelten, der ihrer Hilfe bedurfte und den sie aus ganzem Herzen liebte. Sie vergaß nie, zu betonen, dass noch viel mehr als sie je zu geben vermochte, sie selbst durch einen Blick oder ein Lächeln beschenkt und in ihrem Einsatz bestärkt wurde. Ihr Leben stellte einen einzigen Gottesdienst dar, der durchdrungen war von der Liebe zum Herrn.

Edgar Cayce (1877-1945), der „schlafende Prophet“, war ein Medium, das seine Eingebungen in Trance erhielt, in die er sich selbst innerhalb von Sekunden versetzen konnte, indem er sich aufs Bett legte, die Hände faltete und die Augen schloss. Obwohl er zu den berühmtesten Sehern der Geschichte zählt, war er vor allem als Heiler aktiv. Aus zehntausenden von Trance-Sitzungen gingen hunderte Bücher hervor und in vielen Ländern der Erde gibt es Edgar Cayce Gesellschaften, die sich mit seiner umfangreichen Hinterlassenschaft befassen.

E=mc² – Keine Formel ist berühmter als diese von Albert Einstein im Jahre 1905 aufgestellte Gleichung, die der Wissenschaft einen Quantensprung nach vorne bescherte. In Einstein waren mathematisches Verständnis, Kreativität und Intuition in so hohem Maße vereinigt, dass er seiner Zeit meilenweit voraus war und mit seinen Werken über die Relativität von Zeit und Raum den Boden für eine neue Sichtweise auf die Welt ebnete.

Vor über 2400 Jahren lebte in Griechenland ein Mann, der keine Schriften hinterlassen hatte und dennoch die Philosophie bis in unsere Zeit mitbestimmte: Sokrates. Sein Einfluss auf die damalige Gesellschaft in Athen war so stark, dass er schließlich sogar im Gefängnis landete. Obwohl es ihm möglich gewesen wäre, der Todesstrafe zu entkommen, blieb er seinen Prinzipien und der Wahrheitsliebe treu und trank den ihm vorgesetzten Giftbecher. Seine Art, die Dinge zu hinterfragen, hinterließ bei vielen einen so starken Eindruck, dass sich eine ganze Schar von Schülern um ihn versammelte. Dem berühmtesten, Platon, verdanken wir auch unser heutiges Wissen um sein außergewöhnliches Leben.

Jesus von Nazareth war vielleicht die charismatischste Persönlichkeit in der Geschichte. Sein Wirken hatte solche Ausstrahlung, dass das Römische Reich noch Jahrhunderte nach seinem Tod seine Religion wechselte. Der Weg von Jesus war so stark von seiner Mission geprägt, dass er ihn konsequent bis zum Martyrium und Tod am Kreuz verfolgte, seine Worte so eindringlich, dass er bereits als Zwölfjähriger die Gelehrten in Staunen versetzte. Die Gabe, Zeichen und Wunder zu wirken, setzte er nur beiläufig ein. Wichtig war ihm vor allem, den Willen Gottes zu erfüllen.