Hausstaub Allergie: was hilft wirklich?

Hausstaubmilben bevorzugen ein warmes, feuchtes Klima. Deshalb fühlen sich die Plagegeister insbesondere in lauen Sommernächten, in denen die Temperatur nicht deutlich absinkt, besonders wohl. Dennoch gibt es einige Möglichkeiten, die Allergieerreger in Schach zu halten.

Es Hausstaubmilben ungemütlich machen

Vor dem Schlafengehen ist es empfehlenswert, die Temperatur nach Möglichkeit auf 18 Grad Celsius oder weniger zu reduzieren. Diese Maßnahmen sollten durch Zuglüften oder Ventilatoren erfolgen. Von künstlichen Luftbefeuchtern raten Experten hingegen ab. Diese Vorgehensweise schützt zwar nicht 100%ig vor Hausstaubmilben, verringert jedoch das Risiko einer übermäßigen Vermehrung.

Die Allergie wird durch den Kot der Tiere ausgelöst

Gesundheitsexperten wie von allnatura.de ist bewusst, dass unsere Betten der ideale Lebensraum für Hausstaubmilben sind. Die Kombination aus Temperaturen von über 24 Grad, hoher Luftfeuchtigkeit sowie die Existenz menschlicher Hautschuppen bilden den idealen Lebensraum für die kleinen Tiere. Abhängig vom Zustand sowie Alter von Matratze und Bettzeug, leben in einem Bett bis zu 1,5 Millionen der Milben. Des Weiteren siedeln sich die Tiere in Polstermöbeln, Vorhängen oder Teppichen an. Die allergischen Reaktionen rufen allerdings nicht die Milben selbst, sondern deren Kot hervor. Die Körper der Hausstaubmilben setzen die Allergene erst frei, wenn die Tierchen sterben und zerfallen. Doch der Kot enthält einen Großteil der Allergene und gibt diese schrittweise ab. Die Allergene verbinden sich mit Hausstaub und formen ein Gemisch. Wird der Staub aufgewirbelt, gelangen die Milbenallergene in die Luft und lagern sich nach dem Einatmen auf den Augen und Atemwegen ab.

Nachts und morgens sind die Allergiebeschwerden am schlimmsten

Diese Wirkung geht an Millionen von Menschen spurlos vorüber. Betroffene bekommen aufgrund der Milbenbelastung jedoch eine Hausstauballergie, die Mediziner als Inhalationsallergie bezeichnen. Weil eine Hausstauballergie in die Kategorie der Sofortallergien eingeordnet wird, treten die allergischen Reaktionen innerhalb weniger Minuten auf. Die Konsequenz: Patienten leiden an chronischen Schleimhautreizungen einschließlich Dauerschnupfen, Atemnot, tränenden Augen sowie Niesanfällen. Hierbei ist es typisch, dass diese Beschwerden nachts sowie morgens am stärksten sind.

Eine Allergie feststellen: die klassischen Methoden

Eine unbehandelte Hausstauballergie kann die Gesundheit gefährden. Deshalb ist es wichtig, das Bestehen der Allergie bei berechtigtem Verdacht über einen Prick-Test zu überprüfen. Sind diese Resultate nicht eindeutig, geben Blut- oder Provokationstests über die Allergien Auskunft. Ist die Allergie nachgewiesen, kann ein Allergologe entsprechende Maßnahmen einleiten. Zu Beginn verabreichen die Fachärzte Antiallergika oder antientzündliche Arzneimittel wie Kortison. Um den Kontakt mit den Allergenen zu vermeiden, ist es wichtig, die Matratze in einen allergendichten Bezug einzubetten. Fußböden müssen häufig gewaschen oder gewischt werden. Außerdem raten Ärzte dazu, alle unnötigen Staubfänger aus der Wohnung zu beseitigen.

Immuntherapien zur Bekämpfung der Allergie

Wer die Allergie von Grund auf behandeln möchte, muss sich einer speziellen Immuntherapie oder Hyposensibilisierung unterziehen. Über einen Zeitraum von drei bis fünf Jahren wird Patienten hierbei das Allergen über eine Schluckimpfung oder in stetig steigender Dosis verabreicht. Ziel der Behandlung ist es, das körpereigene Immunsystem für das Allergen zu sensibilisieren. Die Erfolgsaussichten dieser Maßnahme liegen bei etwa 70 Prozent.