Kosten für Familien – das kosten Kinder im Laufe des Lebens


Für die meisten Menschen gehört das Gründen einer eigenen Familie zu den wichtigsten Lebensaufgaben. Doch viele vergessen dabei ganz, dass Kinder enorme Kosten verursachen. Nicht selten führt das zu einer finanziellen Belastung, die wiederum in einer erheblichen Stresssituation mündet. Sollten es gar mehrere Kinder sein, lassen sich die anfallenden Kosten manchmal kaum noch stemmen. Daher ist es wichtig sich bereits vor der Familienplanung Gedanken darüber zu machen, was ein Kind im Laufe des Lebens eigentlich kostet. In diesem Artikel möchten wir dieses Thema etwas näher beleuchten. Dann können Sie sich selbst ein besseres Bild darüber machen, ob das Gründen einer Familie für Sie bereits infrage kommt.

Kosten für Kinder bis zum Schuleintritt

Bis zum Schuleintritt sind die Kosten für Kinder noch verhältnismäßig gering. Günstig ist ein Kind aber auch da nicht. Laut dem Statistischen Bundesamt kosten Kinder bis zum sechsten Lebensjahr im Schnitt circa 6.200 Euro pro Jahr. Das sind über 500 Euro im Monat. Angesichts der Tatsache, dass hier Betreuungskosten und Erstausstattung noch gar nicht mit eingerechnet sind, ein erheblicher Betrag. Für die Erstausstattung kommen in der Regel noch einmal 3.000 Euro drauf. Zwar nur einmalig, aber für viele Familien immer noch ein enormer Betrag. Die laufenden Kosten sind selbsterklärend die höhere Belastung.

In dieser Lebensphase ist das Sparpotential noch relativ hoch. Wie Geld gespart werden kann, erfahren Eltern online in Ratgebern für Familien. Sparen lässt sich besonders dann, wenn Kleidung und andere Anschaffungen von Freunden oder Familienmitgliedern geborgt und größere Anschaffungen gebraucht gekauft werden. Viele Familien bekommen zudem bei der Geburt ihres Kindes zahlreiche Geschenke. Darunter vor allem Dinge, die das Kind in den ersten Lebensjahren braucht. Auch das kann die Kosten für das Kind senken.

Kosten für Schulkinder bis zum Teenageralter

Mit dem Schuleintritt werden die laufenden Kosten höher. Die Kosten für ein Schulkind liegen laut Statistischem Bundesamt bei circa 7.200 Euro pro Jahr. Im Schnitt sind das bereits 600 Euro pro Monat. Dieser Kostenanstieg hängt vor allem damit zusammen, dass Kinder mit zunehmendem Alter anspruchsvoller werden. Hinzu kommen Kosten für Schulmaterial und gegebenenfalls Ausflüge sowie Schullandheime. Auch das kann für viele Eltern zu einer finanziellen Belastung werden. Zumal die Kosten für Betreuung auch bei diesem Betrag noch nicht eingerechnet sind. Sollte das Kind also beispielsweise nach der Schule im Hort untergebracht werden müssen, fallen auch hierfür Kosten an. 


Kosten bis zur Volljährigkeit

Teenager sind richtig teuer und können für Eltern schnell zu einer finanziellen Belastung werden. Das hängt vor allem mit zwei Faktoren zusammen. Zum einen essen Teenager wesentlich mehr. Schließlich müssen sie ja wachsen. Dadurch steigen die Kosten für Lebensmittel in die Höhe. Zum anderen werden die Ansprüche höher. Teenager wollen meistens Markenklamotten und neue technische Geräte. Solche Dinge kosten jedoch eine Menge Geld und sind für manche Familien mit ihrem Gehalt kaum bezahlbar. Das Statistische Bundesamt gibt die Kosten für Teenager mit circa 8.400 Euro pro Jahr an. Das sind sage und schreibe 700 Euro im Monat. Also über 35% mehr als bei Kindern bis zum Schuleintrittsalter. 

Kosten nach der Volljährigkeit

Hierzu hat das Statistische Bundesamt zwar keine Zahlen. Allerdings endet der Unterhaltsanspruch nicht mit der Volljährigkeit. Zumindest nicht in Deutschland. Eltern müssen ihre Kinder also weiterhin finanzieren. Wie lange das notwendig ist, ist jedoch von Fall zu Fall unterschiedlich. In der Regel endet der Unterhaltsanspruch mit Abschluss einer Ausbildung oder eines Studiums. Doch theoretisch könnte sich das Kind dafür zu lange Zeit nehmen oder weitere Qualifikationen erwerben wollen. Wie es in solchen Fällen aussieht, muss individuell geregelt werden. Fakt ist, dass Kinder oft das ganze Leben lang Geld kosten. 

Staatliche Unterstützung bei Kindern

Glücklicherweise muss der finanzielle Aufwand nicht komplett selbst gestemmt werden. Schließlich bekommen Familien staatliche Unterstützung. Zwei wichtige Leistungen sind das Kindergeld und der Kindergeldfreibetrag. Familien bekommen also nicht nur eine monatliche Summe überwiesen, sondern zahlen auch weniger Steuern. Des Weiteren gibt es auch Dinge wie Wohngeld und Kinderzuschlag. Beides ist jedoch einkommensabhängig. Es soll unter anderem verhindern, dass Familien Arbeitslosengeld beantragen müssen. Trotz der staatlichen Unterstützung sollten die Kosten für Kinder auf keinen Fall unterschätzt werden. Sich vor der Familienplanung Gedanken zu machen, ist definitiv sinnvoll.