Nimm’s leicht: gelassener werden

Ich wünschte, den Alltag leichter zu meistern, das Leben leichter zu nehmen. Und doch wirkt es oft recht schwer.

„Das Leben ist viel leichter zu meistern, als man immer denkt.
Man braucht nur das Unmögliche gelten zu lassen, auf das Unentbehrliche zu verzichten und das Unerträgliche zu erdulden.“, Kathleen Norris

Überlegen Sie nur einmal, wie oft Sie etwas schwer nehmen,

Ihnen etwas schwer fällt oder auch nur schwer einfällt. Es gibt Situationen oder auch ganze Tage, an denen sich Kopf und Körper schwer anfühlen und Tätigkeiten dementsprechend schwer fallen. Da steigt die Sehnsucht nach mehr Leichtigkeit.

Aber was bedeutet das eigentlich genau: Leichtigkeit? Sich den Alltag erleichtern? Pragmatik hilft uns hier weiter.

Den Spruch „Ich fühle mich leicht wie eine Feder“ kennen sicherlich viele von Ihnen. Die Schwere zu beschreiben, fällt  -im wahrsten Sinne des Wortes-      schwerer.     Lassen Sie’s uns in Kilogramm ausdrücken, um die Schwere leichter fühlen zu können.
Nehmen wir an, jede Information, die uns tagsüber trifft, wiegt 1 kg. Wieviel Informationen erhalten Sie pro Tag? 10, 20 kg, die unsere Arbeit auch unterbrechen können, kommen da leicht zusammen. Rechnen Sie das einmal auf eine Woche hoch, das hält weder Tisch noch Schrank aus. Aber wir tragen diese Informationen „so einfach“ mit uns herum, wenn wir kein stabiles Archiv oder Ablagesystem unser eigen nennen. Zusätzlich wird der Arbeitsalltag mit Stress, Hektik, Gesprächen, Telefonaten, Produktionskomplikationen, Ängsten und in manchen Details auch mit Aufschieberitis erschwert, be-Last-et. Es heisst nicht umsonst: „Wir müssen unser Päckchen tragen“.

Wie schwer nehmen Sie beispielsweise die Aufgaben wahr, die morgen bei Ihnen anstehen?
–>  10 kg?
–>  33 kg?
–>  99 kg?

Das soll kein Witz sein, sondern ist bitterernst gemeint. Schwerwiegende Aufgaben nehmen wir zu oft widerspruchslos hin. Wir machen uns selten Gedanken über das Ausmaß der Schwere, die da über uns hereinbricht. Aber vergleicht man vor dem inneren Auge jede Aufgabe, jede Information, jeden Gedanken mit einem Gewicht, so kann man sich bildlich vor-stellen, welche ungeheueren Kräfte wirken, wenn uns schwer zumute ist oder uns eine Aufgabe be-Last-et. Oft hat das sogar gesundheitliche Folgen. Burnout zum Beispiel: es liegt zuviel Schweres auf der Seele, die Anspannung ist zu groß geworden.

erleichtern Sie sich – höchste Zeit, mit dem Abnehmen zu beginnen.
Um die Arbeit dennoch tagaus und tagein zu bewältigen, benötigen wir die Gabe (Soft Skill), uns zur rechten Zeit zu erleichtern. Das kann gelingen durch:

  • Bewegung – körperlicher Stressabbau,
  • Bal-Last abwerfen und
  • Unterstützung anzufordern, indem wir Aufgaben delegieren oder uns einfach nur helfen lassen.

Bewegung – körperlicher Stressabbau

Körperlicher Stress- Angst- und Wutabbau als Sofortmaßnahme am Ort des Geschehens ist sehr abhängig von dem jeweiligen sozialen Umfeld. Während man sich im Fußballstadion bei Ärger richtig austoben kann, sollte man das im Büro des Chefs besser unterlassen. Spätestens am Abend sollten man dann aber aktiv werden, um sich von der angestauten Wut oder Angst zu erleichtern. Gut geeignet sind hier:

sich körperlich austoben, beispielsweise durch

  • Rennen (Jogging), Tanzen,
  • Kickboxen,
  • Aerobic,
  • EnergyDance (eine Verbindung u.a. von Aerobic und Kickboxen),
  • Trommeln in einer Gruppe (vorsichtshalber Ohrenstöpsel mitnehmen),
  • Lachtraining,
  • Weinen.

Bal-Last abwerfen

Als längerfristige Maßnahme für einen leichteren Arbeitsalltag steht vor allem das Abbauen von Blockaden. Blockaden (Absperrungen, Belagerungen) können wie mächtige Felsbrocken wirken, die man vor sich her schiebt. Sie machen uns das Leben unnötig schwer. Ursachen können kurz einwirkende Traumen (z.B. Unfall) aber auch permanent einwirkende Kräfte (z.B. Mobbing) sein.
Um Blockaden zu erkennen und abzumildern, muss man sehr behutsam mit sich umgehen. Man unterscheidet zwischen muskulären und mentalen Blockaden. Also zum einen der Muskelkrampf, die Nackenverspannung oder die Blockade im Redefluss: das Stottern und zum anderen die Denkblockaden oder Mechanismen wie Aufschieberitis. Bei der Denkblockade verursachen körpereigene Botenstoffe und Hormone, dass der Funke im Gehirn nicht mehr überspringen kann. Häufigste Blockadeverursacher sind Anspannungen, Stress, Ängste, aber auch das Gefühl von Ohnmacht.

Um Blockaden in Alltagssituationen (vor der Prüfung, vor einer Verhandlung) kurzfristig ein wenig zu lindern, eignen sich folgende Übungen:

bei muskulären Blockaden

  • Massage,
  • Schwimmen,
  • ein Bad nehmen,
  • Atemübungen und weitere körperliche Entspannungstechniken.

Bei mentalen Blockaden

  • sich die Belastungen von der Seele schreiben (um vorher ein wenig zur Ruhe zu kommen, kann es hilfreich sein, mit den Fingern die Punkte über den Augenbrauen zu berühren, die Augen zu schließen und die Punkte leicht reiben.)
  • Lachtraining (körperliche Auswirkungen des Lachens)
  • Kleiner Stresstest: Stressfaktoren
Um Blockaden dauerhaft zu lösen, muss man den Ursachen langsam aber stetig auf den Zahn fühlen. Ein erster Schritt in diese Richtung kann sein, sich mit Gleichgesinnten auszutauschen. Einer weiteren Möglichkeit werden wir uns in einem der nächsten Newsletter widmen: je klarer die Ziele sind, desto leichter lassen sich Ursachen für Blockaden aufspüren und Verhaltensänderungen meistern.
Unterstützung anzufordern, indem wir Aufgaben delegieren oder uns einfach nur helfen lassen.
Delegieren – aber richtig!
Delegieren heißt, Aufgaben, Kompetenzen und Verantwortlichkeiten an andere – in der Regel an Mitarbeiter – zu übertragen. Und genau damit tun sich viele Menschen aus den verschiedensten Gründen schwer. Neigen Sie vielleicht auch dazu, lieber alles selbst zu machen?lesen Sie mehr dazu in der infoquelle:
infoquelle.de..delegierenDie „Leichtigkeit des Seins“ besitzt ungeheuer viel Charme für den ganz normalen Alltag. In diesem Sinne: lassen Sie sich’s mal richtig leicht sein 🙂