Das Gefühl Freude

Abgesehen vom naturwissenschaftlichen Aspekt, nähert man sich der Frage „was ist Freude?“ am besten mithilfe der „lebensnäheren“ Fragen:

  • Wie fühlt sich Freude an?
  • Was macht uns mehr Lebensfreude?
  • Was verdirbt uns die Freude?
  • Freude: nur eine Frage der Chemie?

Wie fühlt sich Freude an?

  • Wenn das Herz „hüpft“!
  • Wenn das Herz schneller schlägt!
  • Sonne im Herzen!
  • Schmetterlinge im Bauch!

So und ähnlich lauten die Metaphern für freudige Erregung, ein Zustand der als Freude „par excellence“ angesehen wird.

Viele Menschen haben, wenn sie Freude empfinden, einen stärkeren Bewegungsdrang. Sie könnten dann vor Freude hüpfen, die ganze Welt umarmen, oder ähnlichen „Unsinn“ anstellen.

Es gibt jedoch auch ein „stille Art“ der Freude: Wer mit ganzem Herzen und allen Sinnen in einer Arbeit aufgeht, wer sich ganz auf eine Aufgabe konzentriert, empfindet diese Freude.

Wer es versteht dieses, zugleich motivierende und befriedigende Gefühl in den Arbeitsalltag zu integrieren, ist im Allgemeinen erfolgreicher im Beruf. Besonders wichtig ist hierbei das Setzen „kleiner Alltagsziele“ und natürlich deren Erreichung.

Was macht uns Freude?

Grundlegende, (über)lebensnotwendige „Tätigkeiten“ wie Nahrungsaufnahme, Fortpflanzung sowie die Regeneration der Körperkräfte (Schlaf und Erholung) gehören zweifelsohne zu den Dingen, die den meisten Menschen die größte Freude bereiten können.

Die Freude und das Vergnügen, das uns eine leckere und gesunde Mahlzeit (Lustvolles Essen) beschert, hat außerdem den angenehmen „Nebeneffekt“, den allgemeinen Gesundheitszustand zu verbessern.

Andere „natürliche Quellen der Freude“ sind Sinnesreize wie Vogelgezwitscher, bunte Blütenpracht, schöne Musik, Kinderlachen, eine Massage, etc.

Einigen Menschen sind diese „Freuden des Alltags“ nicht genug. Für härtere Kicks geben sie (jede Menge) Geld aus, setzen ihre Gesundheit, manchmal auch ihr Leben aufs Spiel (Bungee-Springen, Free-Climbing und andere Extremsportarten).

Nicht minder gefährlich leben die Anhänger der künstlichen Kicks: Psychopharmaka und Drogen können, zumindest für begrenzte Zeit, intensive Glücksgefühle hervorrufen. Proportional zum jeweiligen „Glücksempfinden“ steigt die Abhängigkeitsgefahr („Eine Line zum Menschenpark“, Konrad Lischka in telepolis).

Was verdirbt uns die Freude?

Ernährungsmangel, schlechte Qualität der Ernährung, Schlafmangel oder schlechter Schlaf (Schlafstörungen, Alpträume), traumatische Erlebnisse, Krankheiten, kurzum materielle, soziale, psychische und andere „Mangelerscheinungen“ können jedem gewaltig die Freude vermiesen.

Auch Sinneseindrücke können sich auch negativ auf den „Freuden-Pegel“ auswirken. Hier spielt vor allem der Geruchssinn eine große Rolle, da die Rezeption der Reize, sowie erste Reaktionen quasi unter Ausschluss des Bewusstseins vonstatten gehen.

Freude: Nur eine Frage der Chemie?

Die Neurotransmitter Dopamin und Serotonin sind die wichtigsten körpereigenen Substanzen für unser Glücksempfinden. Doch das Wissen um diese Substanzen macht Glück noch lange nicht zu einem „Gesundheitszustand“ der durch individuelle Dosierungen dieser Hormone erreichbar wäre.

Dopamin („Dopamin – der Schlüssel zum glücklichen und bewegten Leben“, von Dr. med. Klaus Mohr), kann dem Körper gar nicht „direkt“ zugeführt werden, weil es die Blut-Hirn-Schranke nicht überwinden kann.

Wichtigste „indirekte Maßnahme“ zur Erlangung eines gesunden Dopaminpegels ist ganz einfach eine gesunde, d.h. aktive, fröhliche, gefühlsbetonte Lebensweise (gutes Essen, ausreichend Bewegung, etc.). Mit zunehmendem Alter lässt die körpereigene Dopaminproduktion nach, dem kann mit Aktivität und der Ginsengwurzel begegnet werden.

Auch junge Menschen können unter Dopaminmangel leiden, sie können dann oftmals keine Freude empfinden. Solche Menschen altern in der Regel auch schneller. Oftmals wird Dopaminmangel von Ärzten nicht erkannt, die Diagnosen lauten dann Depressionen, Überlastungssyndrome oder psychovegetative Störungen, etc.

Auch das Serotonin wird oft als „Glückshormon“ bezeichnet. Es wirkt vor allem über das limbische System auf unser Wohlbefinden. Das Serotonin steuert den Gemütszustand, die Körpertemperatur, den Schlafrhythmus, die Appetitkontrolle, Drüsenfunktionen und den Sexualtrieb des Menschen.

Sinkt der Serotoninpegel hier über längere Zeit beginnen wir unter Depressionen zu leiden. Menschen mit Serotoninmangel reagieren depressiv, antriebs- und lustlos.

Bestimmte Nahrungsmittel (Kohlenhydrate, Zucker) und Tageslicht wirken sich positiv auf die Serotoninbildung aus.