Alles was Sie über die Kfz-Steuer wissen müssen

Seit dem 1. Juli 2009 spielt der CO2-Ausstoß bei der Berechnung der Kfz-Steuer eine wichtige Rolle. Die Neuerung kommt besonders Fahrern abgasarmer Fahrzeuge entgegen. Sie können hier viel Geld sparen. Doch welche Faktoren sind bei der Kfz-Steuer noch zu beachten? Hier finden Sie die Antworten.

Wer ist steuerpflichtig?

KFZ SteuerDie Kfz-Steuer ist für alle Fahrzeuge zu entrichten, die im Inland genutzt werden. Als Kraftfahrzeug gilt dabei jedes Fahrzeug mit einem Motor, das nicht permanent auf Schienen unterwegs ist und das über eine Betriebsgenehmigung für den deutschen Straßenverkehr verfügt. Grundsätzlich ist immer erst einmal der Halter steuerpflichtig. Es kann dabei allerdings auch Ausnahmen geben. Das ist z. B. dann der Fall, wenn das Fahrzeug aus Versicherungsgründen offiziell auf die Eltern zugelassen ist, faktisch aber nur von ihrem Kind gefahren wird.

Merke: Als inländisch gilt ein Fahrzeug, wenn die aktuell gültige Zulassung in Deutschland erfolgt ist. Das Fahrzeug wird dann solange besteuert, bis es abgemeldet ist. Ausländische Fahrzeuge werden nur solange besteuert, wie sie in der Bundesrepublik Deutschland genutzt werden.

Welche Faktoren haben einen Einfluss auf die Kfz-Steuer?

Grundsätzlich haben vier Faktoren einen Einfluss auf die Kfz-Steuer:

  • die Antriebsart
  • das Erstzulassungsdatum
  • die Emissionsschlüsselnummer
  • der Hubraum
Antriebsart
  • Benzin, Diesel, Strom
  • Elektrofahrzeuge zehn Jahre von Steuer befreit
  • bis 2020 sollen 1 Million Elektrofahrzeuge auf deutschen Straßen fahren
Erstzulassungsdatum
  • von der Zulassungsbehörde festgestellt
  • maßgeblicher Einfluss auf Steuerhöhe
  • Kurzzeit- und rotes Kennzeichen zählen nicht
  • reformierte Kfz-Besteuerung für alle Fahrzeuge gültig, die ab Juli 2007 zugelassen wurden
Hubraum
  • Angaben über das Drehmoment und Kraftstoffverbrauch
  • je mehr Hubraum, desto mehr Kraftstoffverbrauch
  • pro Hundert Kubikzentimeter Hubraum bei Diesel-PKW 9,50 Euro Steuern, bei Benziner 2 Euro
Emissionsschlüssel
  • informiert über Abgasnorm des Fahrzeugs
  • Fahrzeug vor 2011 zugelassen: CO2-Freibetrag von 120 Gramm pro Kilometer
  • Fahrzeug nach 2012 zugelassen 110 Gramm Freibetrag
  • Ab 2014 Freibetrag von 95 Gramm je Kilometer

Die Kfz-Steuer basiert auf dem Verursacherprinzip

Der Grundgedanke hinter der deutschen Kfz-Steuer ist das Verursacherprinzip. Dabei geht es darum, dass Pkw, Lkw, Motorräder und Wohnwagen Emissionen verursachen und damit die Umwelt belasten. Das bedeutet wiederum, dass die Fahrer für die Beseitigung der Schäden aufkommen müssen. Wenn das Fahrzeug eines Halters mehr Abgase produziert, muss er entsprechend mehr Steuern bezahlen.

Die Fahrzeuge werden entsprechend ihrer Schadstoffemissionen kategorisiert. Hierbei unterscheidet man grundsätzlich erst einmal zwei Gruppen, schadstoffarm und nicht schadstoffarm. Die schadstoffarmen werden noch einmal nach Euro 1, 2, 3, 4, 5 und 6 unterschieden. 6 ist dabei die Kategorie mit dem niedrigsten Schadstoffausstoß. Die Steuer ist in diesem Fall am niedrigsten.

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Wie die Kfz-Steuer berechnet wird

Um die KFZ Steuer für sein Fahrzeug zu berechnen, braucht man zunächst den Tag der Erstzulassung. Man unterscheidet dabei drei Fälle:

  • Zulassung bis zum 30. Juni 2009
  • Zulassung bis zum 31. Dezember 2011
  • Zulassung ab dem 1. Juli 2012

Liegt die Erstzulassung länger zurück, ist keine Berechnung der Schadstoffemissionen erforderlich. Allerdings fallen hier höhere Beträge für die Hubraumgrößen an.

Ein Rechenbeispiel:

  • Pkw (Euro 3), 2.200 cm³ Hubraum
  • Steuersatz: 6,75 Euro ja 100 cm³ Hubraum
  • Rechnung 6,75 Euro x 22 = 148,5 Euro

Bei Fahrzeugen mit jüngerer Erstzulassung ist es etwas schwieriger, die Kfz-Steuer zu berechnen. Zunächst einmal gibt es hier einen Steuersatz von 2,00 Euro je angefangener 100 Kubikzentimeter Hubraum bei Ottomotoren. Neu ist ein CO2-Zuschlag von 2,00 Euro je 110 g/km Emissionen (ab 1. Januar 2012).

Bei Dieselfahrzeugen belaufen sich die Kosten auf 9,50 Euro je angefangener 100 cm³ Hubraum. Die Kosten für die Schadstoffemissionen sind gleich. Ist der Diesel nicht mit einem Rußpartikelfilter (PM5) ausgestattet, werden noch einmal 1,20 Euro pro 100 cm³ fällig

Tipp: Die Emissionsklasse für Ihr Fahrzeug finden Sie in Teil 1 Ihrer Zulassungsbescheinigung. Wenn Sie noch weitere Informationen zum Thema Kfz-Steuer suchen, sollten Sie außerdem mal einen Blick in diesen Autobild-Ratgeber werfen. Hier erfahren Sie z. B., was es mit einer Umschlüsselung auf sich hat und wie Sie davon profitieren.

 

Bild 1: nile / pixabay.com