Buchhaltungslösungen für Unternehmer

Die Buchhaltung ist für ein Unternehmen extrem wichtig. Dort werden sämtliche Ein- und Ausgaben in verschiedenen Konten festgehalten und der Gewinn bzw. der Verlust errechnet. So kann sich der Unternehmer einen genauen Überblick über seine Finanzen verschaffen. Viele Unternehmer kennen sich jedoch nicht mit den Grundlagen der Buchhaltung aus. Einen Buchhalter einzustellen ist gerade für neue Unternehmer oftmals zu teuer. Doch wie kann man sich behelfen?

Was ist Buchhaltung?

In der Buchhaltung werden alle Geschäftsfälle aufgelistet, die das Vermögen eines Unternehmens berühren. Dazu gehören beispielsweise:

  • Lohnzahlungen
  • Lieferantenkosten
  • Kundengeschäfte
  • Aufnahme von Krediten
  • Wareneingänge und -ausgänge
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In Deutschland ist jeder Kaufmann per Gesetz dazu verpflichtet, eine Bilanz anzufertigen. Auf Anfrage der Steuerbehörden muss jeder Unternehmer seine Bücher vorzeigen. Werden dort Unregelmäßigkeiten festgestellt droht eine Anzeige, beispielsweise wegen Steuerbetrugs. Deshalb sollte darauf geachtet werden, dass die Bücher korrekt geführt werden.

Am Ende jeder Rechnungsperiode, also einem Monat, einem Quartal oder einem Jahr werden die Bilanz und die Gewinn- und Verlustrechnung erstellt. In dieser werden die Gewinne und Verluste des Unternehmens gegenübergestellt. Dadurch kann ein Unternehmer eventuelle Probleme erkennen und beseitigen. Der Gewinn kann so maximiert werden.

Welche Lösungen gibt es?

Unternehmer haben zum einen die Möglichkeit, die eigene Buchhaltung extern regeln zu lassen. Dafür müssen sie sich an spezielle Buchhaltungsfirmen wenden. Diese fertigen die Buchhaltung eines Unternehmens an, indem sie sich die verschiedenen Unterlagen des Unternehmens, die zum Erstellen einer Bilanz notwendig sind, zukommen lassen. Diese Lösung spart dem Unternehmer viel Zeit, die er dann für andere wichtige Aufgaben nutzen kann, und die Einstellung eines eigenen Buchhalters. Auf der anderen Seite kosten die Dienste einer Buchhaltungsagentur viel Geld.

© Gina Sanders Fotolia.com

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Vielen Unternehmer ist es unangenehm, die Finanzen einer fremden Agentur anzuvertrauen. Wer nicht über Kenntnisse in der Buchhaltung verfügt, aber seine Bücher dennoch selbst führen möchte, dem kann eine Buchhaltungssoftware (wie von Lexware) das Leben vereinfachen. Dort werden in der Regel fertige Buchungsvorlagen verwendet, die der Buchhalter nur mit den richtigen Beträgen und Kontennamen füllen muss. Viele Buchhaltungsprogramme verfügen über ELSTER- oder DATEV-Schnittstellen. So bleibt der Datenaustausch mit dem Steuerberater oder dem Finanzamt absolut unkompliziert. Entsprechende Softwarelösungen gibt es beispielsweise von Lexware. Die Möglichkeit, die Buchhaltung mit Hilfe eines Programmes abzuwickeln, spart Geld im Gegensatz zum Engagieren einer Agentur, da nur die Kosten für die Software anfallen. Der Unternehmer muss aber zusätzlich Zeit aufwenden, um die Software zu bedienen.

Der Unternehmer hat natürlich auch die Möglichkeit, sich selbst in das Thema Buchführung hineinzuarbeiten. Das kostet jedoch enorm viel Zeit. Als zusätzliche Alternative kann der Unternehmer die Bilanz gemeinsam mit einem Steuerberater erstellen. Dieser muss für seine Dienste ebenfalls entlohnt werden.

So bereitet man die Buchhaltung richtig vor

Egal für welche Möglichkeit man sich entscheidet, bereitet man die Buchhaltung richtig vor, belohnt man sich mit Zeit- und Kostenersparnissen. Belege für bezahlte Rechnungen etc. sollte man stets nach Datum geordnet in einen Ordner abheften. Gleiches gilt für Bankbelege. Dadurch kann Zeit gespart werden und für den Fall, dass man einen Steuerberater zu Hilfe gerufen hat, auch Geld. Werden die Geschäfte des Unternehmens teilweise in bar bezahlt, sollte ein Kassenbuch geführt werden, damit man auch diese Ausgaben protokollieren kann. Neben dem Geschäftskonto sollte man sich zusätzlich ein weiteres für das Privatvermögen einrichten. Dadurch kann der Unternehmer sicher gehen, dass das Finanzamt keine Einsicht in die privaten Geldangelegenheiten hat.