Corporate Identity in der Gastronomiebranche


Anders sein als andere lautet die Devise auch in der Gastronomie. Um der Kundschaft im Gedächtnis zu bleiben, muss man sich von der Konkurrenz abgrenzen. Immer wieder neue, ausgefallene und auch geniale Geschäftsideen sind deshalb besonders erfolgreich. Dass die Erlebnisgastronomie mit einem ganz besonderen Programm wirbt ist klar. Aber auch alle konventionell arbeitenden Betriebe profitieren von einem eigenen Image.

Von der Zielgruppenanalyse zum eigenen Design

Wer über ein Corporate Design verfügt, macht sich einzigartig und hebt sich auf eine positive Weise von der Konkurrenz ab. Der Gastronom positioniert sich und sein Unternehmen mit einem ganz besonderen Image auf dem Markt. Das Wichtigste am Corporate Design, das die Basis der Corporate Identity, der firmeneigenen Identität, bildet, ist der Wiedererkennungswert. Ein Corporate Design ist nur dann wirklich gut, wenn es dazu beiträgt, dass der Kunde das Unternehmen anhand der Gestaltung sofort identifiziert. Alle großen Restaurant- und Fastfoodketten arbeiten nach diesem Prinzip. Jeder kennt das typische Logo mit den Initialien des Fastfoodriesen MCDonald´s oder den stilisierten Burger von Burger King.

Auch Kentucky Fried Chicken und weitere Ketten besitzen ein Design, das sie wirklich einzigartig und somit unverwechselbar macht. Ein gelungenes Corporate Design spiegelt sich im gesamten Bereich des Betriebs wider. Das betrifft die Außenreklame ebenso wie die Innengestaltung und auch die Speisekarten sollten einer klaren gestalterischen Linie folgen. Erlaubt ist hier nicht nur, was gefällt, sondern das Design passt im Idealfall auch wirklich zum Charakter des Restaurants. Der Gastronom muss sich darüber im Klaren sein, wo die Reise hingeht.

Möchte er die Gäste in einem gediegenen, rustikalen und traditionellen Ambiente bewirten oder bevorzugt er eine trendige, moderne Atmosphäre? Wie der Gastraum gestaltet ist, hängt letztendlich auch vom Speisenangebot ab. Da das Auge mitisst, wünschen sich viele Gäste ein der Mahlzeit entsprechend gestaltetes Umfeld.


Eine Pizzeria bietet zum Beispiel ein italienisches Flair mit mediterranen Stilelementen. Bei einem griechischen Restaurant erinnert die Innenausstattung an eine urige Taverne, und zu Schweinsbraten mit Klößen passt am besten eine rustikale Einrichtung. Es gibt Gasthäuser mit einer gehobenen Speisekarte mit Produkten, die im oberen Preissegment angesiedelt sind, und solche, die auch Menschen mit geringem Budget ein leckeres Essen bieten. Familienfreundliche Restaurants weisen oft eine dementsprechende Ausstattung auf.

Der Sinn einer genauen Zielgruppenanalyse

Wer eine Corporate Indentity für seinen Betrieb erstellen möchte, muss sich ganz genau überlegen, welche Gestaltungselemente zum Speisenangebot und auch zur Zielgruppe passen. Ein junges, dynamisches Publikum mit einfachen Ansprüchen fühlt sich in einer ungezwungenen Atmosphäre am wohlsten. Ein elegantes Ambiente erfüllt hingegen die Erwartungshaltung jener Menschen, die sich für eine vornehme Gourmetküche begeistern.

Ein gutes Corporate Design informiert den Interessenten auf den ersten Blick über den Charakter der jeweiligen Einrichtung. Man sieht sofort an der Speisekarte, anhand der Prospekte und des Werbebanners, um welche Art von Restaurant es sich handelt und kann sich dementsprechend darauf einstellen. Wichtig ist hierbei auch die verwendete Schrift, denn diese sagt sehr viel über den jeweiligen Typ aus.

Feine Gourmetrestaurants verwenden in der Regel eine fein geschwungene Schreibschrift, die auf das Auge des Betrachters sehr edel wirkt. Die Farben wirken hier weniger grell, es dominieren zarte Pastelltöne, aber auch Rot und Blau, teilweise mit metallischen Nuancen, passen gut ins Bild eines Edelrestaurants. Die Schwabacher Fraktur harmoniert hingegen mit traditionsbewussten Gasthäusern mit einer gutbürgerlichen, regionalen Speisekarte. Natürliche Grün- und erdige Brauntöne sorgen hier für Gemütlichkeit.