Die kleine AG – Eigenkapital mit Aktien aufstocken

Seit 1994 gibt es die Möglichkeit, eine GmbH in eine kleine AG umzuwandeln. Damit haben sich die Chancen, neues Eigenkapital zu beschaffen, erweitert. Was Sie zur kleinen Aktiengesellschaft wissen und für den Weg an die Börse beachten sollten, erfahren Sie hier.

Wissenswertes über die kleine AG

  • Für die Gründung werden auf einer Gründungsversammlung die Ziele und Regeln schriftlich festgelegt.
  • Diese Satzung wird vor dem Notar beurkundet.
  • Bei einer Bank sind auf einem Sperrkonto mind. 50.000 Euro einzuzahlen.
  • Mit der Urkunde lassen Sie sich im Handelsregister beim zuständigen Amtsgericht eintragen.
  • Es gibt sogar die Mögllichkeit einer Ein-Mann-AG.
  • Aufsichtsrat und Vorstand werden ernannt; sie bestimmen über die Verwendung des Gewinns.
  • Wird das Unternehmen an der Börse gehandelt, beschränkt sich die Gewinnrücklage auf 50 Prozent.
  • Der Vorstand ist nur dem Aufsichtsrat zur Rechenschaft verpflichtet. Der Einfluss der Aktionäre kann beschränkt werden.
  • Für die Einladung zur Hauptversammlung genügt ein Einschreibebrief, hier ist keine öffentliche Bekanntmachung im Bundesanzeiger vorgeschrieben.
  • Im Gegensatz zur großen AG, besteht hier ein Mitbestimmungsrecht erst ab 500 Mitarbeitern.

Der richtige Weg zur Börse

  • Um Ihre Bereitschaft zum Schritt in die Öffentlichkeit zu prüfen, schreiben Sie alle Vor- und Nachteile einer Börseneinführung auf.
  • Überlegen Sie mit den zukünftigen Anteilseignern die Verteilung der Anteile. Ziehen Sie dafür einen Rechtsanwalt zu Rate.
  • Ist Ihre Firma bereit für den Amtlichen Handel oder wollen Sie Ihre Aktien im Freiverkehr anbieten?
  • Bestimmen Sie eine Person als Koordinator für die internen und repräsentativen, öffentlichen Aufgaben.
  • Lassen Sie zur Ermittlung des Emissionspreises eine unabhängige Unternehmensbewertung durchführen.
  • Als Probelauf wird anhand des angenommenen Kurs-Gewinn-Verhlältnisses der spätere Aktienpreis ermittelt.
  • Am einfachsten gründen Sie die AG, wenn Sie das gesamte Unternehmen umwandeln. Dadurch werden alle Gesellschafter entsprechend ihrer Anteile automatisch zu Aktionären.
  • Um die Aktie erfolgreich zu vermarkten, lohnt sich die Überlegung, das Marketing einem Spezailisten zu übertragen (Makler/Finanzmarketingagentur).
  • Aufgrund der Erfahrungen aus dem Probelauf, können Sie nun das komplette Börsen-Einführungskonzept zusammenstellen.
  • Suchen Sie sich nun eine leistungsstarke, börsenerfahrene Emissionsbank und stellen Sie eine künftige Zusammenarbeit mit dieser sicher. Das muß nicht Ihre Hausbank sein.
  • Beim technischen Zulassungsverfahren der jeweiligen Börse ist Ihnen oft die Bank oder der Makler behilflich.
  • Die AG muß einen Börsenprospekt anfertigen und den Zulassungsantrag veröffentlichen.
  • Auch nach dem Börsengang muß die AG Informationen über aktuelle Unternehmensdaten an Presse, Aktionäre, Anlageberater und Analysten weiterleiten.