Ein gesunder Arbeitsplatz – und eine gesunde Einstellung


Wer in Vollzeit berufstätig ist, verwendet einen Großteil seiner täglichen Zeit und Energie auf den Beruf. Am Arbeitsplatz sollte deshalb möglichst alles stimmen, damit der Beruf nicht zur Belastung wird.

Eine gesunde Einstellung zum Beruf ist dabei ebenso wichtig wie ein gesunder Arbeitsplatz. Ideal sind die Voraussetzungen dann, wenn der gewählte Beruf die Möglichkeit bietet, sich selbst und die eigenen Fähigkeiten in hohem Maße einzubringen und gestalterisch tätig zu werden. Die Bestätigung und Zufriedenheit, die dann auch der täglichen Arbeit resultieren können, ebnen den Weg zu einem gesunden Arbeitsplatz.

Ein gesunder Arbeitsplatz im Unternehmen: Das betriebliche Gesundheitsmanagement

Naturgemäß besteht auf emotionaler Ebene ein großer Unterschied zwischen der Tätigkeit als Angestellter in einem Unternehmen und der Selbstständigkeit, denn in aller Regel sind die Gestaltungsmöglichkeiten im eigenen Unternehmen um ein Vielfaches höher. Ein gesundes Arbeitsklima können und sollten aber alle Unternehmen für ihre Mitarbeiter schaffen. Eine mögliche Grundlage hierfür bildet die Informationsbroschüre „Unternehmen unternehmen Gesundheit“, die das Bundesministerium für Gesundheit als Richtlinie für kleine und mittlere Unternehmen herausgegeben hat.

Arbeits- und Besprechungsbereiche, die sich vom Schreibtisch unterscheiden, helfen der Kreativität auf die Sprünge und wirken sich positiv auf das Arbeitsklima aus.

Arbeits- und Besprechungsbereiche, die sich vom Schreibtisch unterscheiden, helfen der Kreativität auf die Sprünge und wirken sich positiv auf das Arbeitsklima aus.

Im Wesentlichen umfasst das Programm die folgenden Kernpunkte:

  • Arbeitsgestaltung. Um den individuellen Bedürfnissen der Mitarbeiter gerecht zu werden, bietet sich unter bestimmten Voraussetzungen ein Wechsel des Arbeitsplatzes sowie das Angebot flexibler Arbeitszeiten an.
  • Ergonomie. Der Arbeitsplatz sollte insofern gesundheitsfördernd eingerichtet werden, als dass er optimal auf die körperlichen Bedürfnisse des Mitarbeiters ausgerichtet ist. Auch hier können Rückenkurse und Walking-Gruppen das Angebot sinnvoll ergänzen.
  • Ernährung. Neben dem Angebot von gesunder Kantinenkost sowie gesunden Obst- und Gemüsesnacks anstatt süßer Naschereien ist es auch möglich, Informationsveranstaltungen, Ernährungskurse sowie -beratungen zu initiieren.
  • Organisation. Gibt es im Betrieb die Möglichkeit, die eigene Gesundheit aktiv zu fördern, ist das durch Gesundheitszirkel und bauliche Maßnahmen möglich.
  • Stressbewältigung. An dieser Stelle steht eine gesundheitsgerechte Mitarbeiterführung im Fokus. Diese kann ergänzt werden durch punktuell und individuell ausgewählte Weiterbildungsoptionen sowie Kurse, die das Stressmanagement lehren und Entspannungsübungen aufzeigen.
  • Suchtprävention. Grundsätzlich zu begrüßen sind rauchfreie Betriebe sowie die Unterstützung, eine etwaige Tabaksucht zu bekämpfen.
  • Unternehmenskultur. Eine gute Qualifikation der Führungskräfte, transparente Kommunikationsformen sowie ein Leitbild, das von den Mitarbeitern vertreten werden kann, helfen dabei, eine gesunde Unternehmenskultur zu etablieren.

(Quelle: BMG)

Die gesunde Arbeitsplatzgestaltung

Die Kriterien des Bundesministeriums für Gesundheit im Hinblick auf eine gesunde Arbeitsplatzgestaltung nehmen vor allem Unternehmen in die Pflicht. Sie haben vor allem strukturellen und organisatorischen Charakter. Ein Jung-Unternehmer, Gründer oder Initiator eines Start-up-Unternehmens, der sein eigener Chef ist, hat in diesem Punkt zunächst mehr Gestaltungsspielraum. Sollte er sich aber dazu entschließen, weitere Mitarbeiter in sein Team aufzunehmen, übernimmt er für die Gestaltung ihres Arbeitsplatzes ebenfalls die Verantwortung und sollte bei der Einrichtung auf wichtige gesundheitsfördernde Details achten:

Bei dieser Schreibtischgestaltung ist vieles richtig gemacht worden: Bildschirm und Tastatur sind gerade angerichtet - und eine Grünpflanze sorgt für ein gutes Klima im Raum.

Bei dieser Schreibtischgestaltung ist vieles richtig gemacht worden: Bildschirm und Tastatur sind gerade angerichtet – und eine Grünpflanze sorgt für ein gutes Klima im Raum.

  1. Das Ensemble aus Schreibtisch, Schränken und Stuhl sollte so aufeinander abgestimmt sein, dass der Bürostuhl nicht nur individuell angepasst ist und eine gesunde Körperhaltung begünstigt, sondern dass er auch mit Blick auf die Sitzhöhe zum Schreibtisch passt. Schränke, Hängeschränke und andere Ordnungssysteme müssen leicht zugänglich sein. Ein Aktionsradius ist nötig, so dass auch einmal ein paar Schritte zur Entlastung des Rückens möglich sind. Um das Aufstehen zu forcieren, kann ein Stehpult das Möbelensemble ergänzen, an dem längere Telefongespräche geführt werden können, für die kein Blick in den Computer nötig ist.
  1. Spricht man mit Blick auf die Gesundheit von der Wahl des Computers, so ist eigentlich die Wahl des Bildschirmes gemeint. Dabei ist wichtig, dass dieser nicht blendet und sowohl in der Höhe als auch in der Neigung verstellt werden kann. Als Faustregel gilt: Die erste Textzeile sollte im 15 Grad Winkel unterhalb der Augenhorizontalen beginnen. Maus und Tastatur sollten ergonomisch geformt sein. Dokumentenhalter ermöglichen das leichtere Abtippen von Dokumenten, falls dies im Arbeitsalltag erforderlich ist. Das Arbeitsequipment sollte so platziert werden, dass eine lineare Arbeitshaltung möglich ist. In diesem Sinne sollten auch die Arbeitsutensilien angeordnet sein, um langfristige Fehlhaltungen zu verhindern und daraus resultierende Verspannungen vorzubeugen.
  1. Auch ein Drucker darf bei der Ausstattung des Büros nicht fehlen. Der Blick sollte bei der Wahl des Druckers auch auf den Lärmpegel schwenken, denn wenn geistig gearbeitet wird, sollte der Drucker nicht als störende Lärmquelle empfunden werden. Der Drucker sollte so positioniert werden, dass er von vorne bedienbar ist.

Die moderne Druckertechnik berücksichtigt außerdem die Ozonemissionen, die beim Druckvorgang entstehen. Vor allem Laserdrucker und Kopiergeräte erzielen laut Bundesverband selbstständiger Arbeitsmediziner und freiberuflicher Betriebsärzte zum Teil hohe Ozonwerte, die bei regelmäßigem Kontakt die Atemwege und die Augen beinträchtigen können. Grund dafür sind die Fotoleitertrommeln, die in diesen Geräten zur Bildgebung verwendet werden. Tintenstrahldrucker arbeiten mit einer grundlegend anderen Technik. Die Tinte, mit der das Druckbild erzeugt wird, besteht zum größten Teil aus Wasser und organischen Lösungsmitteln. Der Schadstoffausstoß von Tintenstrahldruckern ist deshalb als äußerst gering zu bewerten.

Wer aufgrund eines größeren Druckvolumens und der besseren Wirtschaftlichkeit trotzdem auf einen Laserdrucker zurückgreifen möchte, sollte darauf achten, dass dieser mit einem hochwertigen Ozonfilter ausgestattet ist. Ein guter Anhaltspunkt sind die Prüfsiegel „Blauer Engel“ und „Energy Star“, die technische Geräte im Hinblick auf verschiedene Qualitätsmerkmale überprüfen. Das Internetportal ergo-online.de bietet einen informativen Überblick über die jeweiligen Prüfsiegel, die im technischen Bereich Anwendung finden, sowie über die Richtlinien und gesetzlichen Grundlagen, die dahinter stehen.

Unter prindo.de können die technischen Daten vieler aktueller Druckermodelle eingesehen werden. Auch die Zertifizierung mit dem „Blauen Engel“ oder dem „Energy Star“ werden dort für die einzelnen Druckermodelle ausgewiesen. Der Anbieter weist zum Beispiel diese drei Laserdrucker als umweltschonend nach der gültigen Zertifizierung „Blauer Engel“ und „Energy Star“ aus:


  • HP PROMO LaserJet Pro M402dn

Der Schwarz-Weiß-Laserdrucker erstellt 38 Seiten pro Minute mit einer maximalen Auflösung von 4800 x 600 DPI.

Das Gerät ist mit dem „Energy Star“ zertifiziert und erfüllt die Auflagen nach dem Prüfsiegel „Blauer Engel“.

  • HP HP PageWide Enterprise Color 556dn (G1W46A#B19)

Der Farblaserdrucker erstellt 50 Seiten pro Minute mit einer maximalen Auflösung von 2400 x 1200 DPI.

Das Gerät ist mit dem „Energy Star“ zertifiziert und erfüllt die Auflagen nach dem Prüfsiegel „Blauer Engel“.

  • HP Color LaserJet Pro MFP M477fdw (CF379A#B19)

Der Farblaserdrucker erstellt 27 Seiten pro Minute mit einer maximalen Auflösung von 600 x 600 DPI.

Das Gerät ist mit dem „Energy Star“ zertifiziert und erfüllt die Auflagen nach dem Prüfsiegel „Blauer Engel“.

Fachhändler können im Rahmen der Zertifizierung auf Nachfrage auch Auskunft über die Ozonemissionen einzelner Druckermodelle geben und können in Fragen zur gesundheitlichen Belastung beraten. Der Ozonfilter in einem Laserdrucker oder Kopiergerät sollte in regelmäßigen Abständen gewartet werden, um jederzeit eine einwandfreie Leistung zu gewährleisten. Um die Belastung durch Geräte mit Fotoleitertrommeln möglichst gering zu halten, sollten vor allem große Modelle nicht in unmittelbarer Arbeitsumgebung sondern in einem separaten Druckerraum untergebracht werden, der gut belüftet ist.

Die Beleuchtung im Raum sollte keinesfalls blenden und am Arbeitsplatz individuell regulierbar sein. Ein möglichst hoher Tageslichtanteil ist begrüßenswert, denn Tageslicht wirkt sich sowohl auf die Augen als auch auf die Stimmung positiver aus als künstliche Beleuchtung. Große Fenster, die viel Tageslicht hereinlassen, haben außerdem einen positiven Einfluss auf das Raumklima, sofern sie die Möglichkeit bieten, die Räumlichkeiten ohne großen Aufwand regelmäßig zu lüften.