Deutung von Träumen als Zugang zum Unbewussten


Die Traumdeutung beschäftigt sich mit der symbolischen Deutung von Bildern, Geschehnissen und erlebten Gefühlen, welche uns im Traum erscheinen und widerfahren. Träume können uns auf verschiedenste Art und Weise durch den Schlaf begleiten – oft träumen wir ganz real und wachen direkt wirr auf, sodass uns im ersten Moment des Erwachens oft die Frage beschäftigt: „Ist dies nun tatsächlich passiert?“. Manchmal hingegen können wir uns nur noch an vereinzelte, prägnante Bruchstücke eines gesamten Traums erinnern, können die Puzzleteile nicht mehr zu einem Gesamtbild zusammenfügen, haben aber Stichworte im Kopf, die uns durch den Traum begleitet haben. In anderen Fällen wiederum bleibt nur ein seltsames Gefühl zurück und die Bilder des Traums verschwinden nach dem Aufwachen vollständig aus unserem Gedächtnis.
Traumdeutung

Traumwelt

Doch was bedeuten Träume? Haben wir durch unsere Traumwelt einen unmittelbaren Zugang zu unserem Unbewussten?

Jeder Mensch hat ein Unterbewusstsein, das in unserem Träumen verarbeitet werden muss. Es können ganz alltägliche Dinge sein, die uns im Grunde im wachen Zustand nicht mal wirklich auffallen, die uns aber im Traum dann auf eine unerklärliche Art erscheinen. Aber auch tiefe Sorgen und Ängste, die man im Alltag zur Seite schiebt oder häufig auch gar keine zeitliche Kompetenz hat, sich intensiv genug damit auseinanderzusetzen, können sich in Form von speziellen Traumsymbolen äußern, genauso wie dies mit insgeheimen Hoffnungen und unterbewussten Begierden und Wünschen der Fall sein kann. Traumdeutungen können auf unterschiedliche Weisen gedeutet werden – ganz symbolisch, indem man die intensivsten Erinnerungen, die man aus dem Traum mitnimmt, einzeln auf deren Bedeutung prüft. Aber auch eine rein emotionale Deutungsvariante ist möglich – wenn wir uns rein darauf besinnen, in welcher Gefühlslage sich unser Traum abspielt, welche Emotionen wir auf reale Weise verspüren, ohne dass ein realistisches Erlebnis dafür der Auslöser war (denn wir haben ja „nur“ geträumt).


Im Endeffekt sind Träume eine durch die individuelle psychische Verfassung, die Vorstellungsgabe und Fantasie und die realen Erlebnisse geformte, durch unser Gehirn projezierte und in eine bestimmte Gestalt gebrachte Version des eigenen Lebens und der eigenen Seele. Jeder Traum birgt ein Stückchen Wahrheit in sich und es liegt an uns, diese zu erkennen und richtig zu deuten. Ein paar Fragen, die wir uns ganz persönlich selbst stellen können, um einen objektiveren Blick auf unsere Traumwelt zu entwickeln, sind beispielsweise folgende:

  • Gibt es in unserem Leben etwas, das wir immer schon machen wollten, einen lang ersehnten Wunsch nach Erfüllung?
  • Beeinträchtigt uns etwas in unserer Lebensplanung, gibt es eine Einschränkung oder Hürde, die uns daran hindert, völlig zufrieden und glücklich zu sein?
  • Gibt es eine Sehnsucht, die nicht erfüllbar ist – wie geliebte Menschen, die vor längerer Zeit verstorben sind?
  • Liegt eine gewisse Lebensphase vor bzw. hinter uns, müssen wir uns entweder auf bestimmte Begebenheiten einstellen und haben Ungewissheit bezüglich der Zukunft oder liegt eine Phase zurück, die das Äußerste von uns gefordert hat?

Deutung der Träume

Meistens sind es ganz simple Fragen wie diese, die wir uns stellen müssen, um eventuell direkt zu Erläuterungen unserer Träume, wie dubios sie auch zeitweise sein mögen, zu gelangen. Es ist ein unumstößlicher Fakt, dass Träume unser Unterbewusstsein widerspiegeln und unser Gehirn uns auch mit wirren Träumereien keinen Streich spielen will, sondern diese Traumbilder selbst produziert und uns damit bei der Verarbeitung von Gedanken und Erlebnissen behilflich ist. Wie ein Film, in dem man Regie führt, Dialoge schreibt, das Bühnenbild entwirft, Stuntman ist und das Drehbuch schreibt – und das alles ganz selbstständig, das sind Träume! Träume helfen uns dabei, Dinge zu verarbeiten und von Grübeleien loszulassen, deshalb sind sie auch ein essentieller Bestandteil unseres Lebens. Wir sollten uns definitiv die Mühe machen, ein Augenmerkmal auf unsere Traumwelt zu richten und diese sinngemäß deuten zu lernen. Immerhin verbringen wir in unserer Traumwelt unser gesamtes schlafendes Leben.