Hörgeräte – Funktionen und Ästhetik sind für die Nutzer entscheidend

Wer den Eindruck hat, schlecht zu hören, sollte sich auf den Weg zum Hals-Nasen-Ohrenarzt machen. Der Arzt misst in einem Hörtest die Hörleistung. Stellt er dabei fest, dass eine Versorgung mit einem Hörgerät sinnvoll ist, stellt er eine Verordnung für ein Gerät aus.


Bei vielen klingeln jetzt die Alarmglocken, denn häufig wird die Verordnung eines Hörgerätes mit Einschränkungen, klobig-beigen Geräten hinter dem Ohr und dem Vorurteil „Jetzt bin ich alt“ gleichgesetzt. Dabei ist es gar nicht so dramatisch. Sowohl Funktionen als auch das Aussehen von Hörgeräten haben sich in den letzten Jahren stark den Bedürfnissen der Verbraucher angepasst.

Im Vordergrund steht die praktische Seite

Optimales Hören und das Wahrnehmen von Geräuschen auf möglichst natürliche Weise ist der Wunsch vieler Patienten. Klangerlebnisse, die dem natürlichen Hören entsprechen, sind daher das Ziel vieler Hersteller und Entwickler von Hörgeräten. Welche Technologien dabei heute zum Einsatz kommen, erklärt unbeschwert-hoeren.de am Beispiel der Hörgeräte von Widex. Das Design spielt insofern eine Rolle, dass Hörgeräte möglichst unscheinbar am oder im Ohr befestigt werden sollen. Auch dem Tragekomfort sowie der Pflege des Gerätes sind wesentliche Erfolge beizumessen, damit der Betroffene das Hörgerät dauerhaft nutzt.

Wenig Sinn macht es, wenn der Betroffene das Gerät nicht trägt, weil Hör- und Tragekomfort und die weitere Funktionalität nicht seinen Bedürfnissen entsprichen. Wenn das Gerät dann einfach in der Schublade landet, hat weder der Träger noch die Krankenkasse etwas davon.

Dabei gibt es inzwischen wahre Hightech-Geräte auf dem Hörgerätemarkt. Viele Geräte lassen sich durch bestimmte technische Komponenten mit dem Fernseher, der Stereo-Anlage oder dem Smartphone verbinden. Darüber hinaus existieren universelle Schnittstellen, um die Audioübertragung auf unterschiedlichste Geräte zu gewährleisten. Auch Mikros, die die Verstärkung des gesprochenen Wortes der Mitmenschen einfangen und die Sprache mithilfe eines Systems direkt in das Ohr des Schwerhörigen leitet, sind mittlerweile am Markt erhältlich.

Wann brauche ich ein Hörgerät?

Die Betroffenen merken oft selbst nicht, dass sich das eigene Hören verschlechtert. Dies liegt daran, dass der Verlust des Hörsinns langsam und unauffällig voranschreitet. Auch die Ursache ist nicht immer eindeutig. Folgende Anzeichen sind Hinweis für das Vorliegen einer Hörminderung:

  • ständiges Nachfragen in Gesprächen
  • kine Beteiligung bei Mehrpersonengesprächen
  • sehr lauter Fernseher oder lautes Radio

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