Warum Aktien kein Produkt sind, vor dem wir Angst haben müssen

Deutschland, dein Tagesgeld – tatsächlich kann man das so sagen, denn die Mehrheit der Deutschen hält sich auch in der fortwährenden Niedrigzinsphase von wirklich lukrativen Geldanlagemöglichkeiten wie Aktien und Fonds fern.

Die Menschen haben Angst. Davor, dass sie die falschen Produkte kaufen, weil sie sich nicht auskennen. Und davor, dass sie alles verlieren könnten, wenn die Börse nicht mitspielt und es zu einem Crash kommt. Dabei sind Aktien wahrlich kein Produkt, dem die Menschen ängstlich gegenüber stehen müssten.

Im Gegenteil: Aktien können sogar als sichere Geldanlage bezeichnet werden

Denn bringen Anleger mit ausreichend Zeit den wichtigsten Indikator für eine erfolgreiche Geldanlage mit, dann kann beim Aktieninvestment nichts mehr schiefgehen. Kurzfristige Aktieninvestments sind spekulativ und in einem nachhaltigen Portfolio nicht tragbar. In der Tat ist das Risiko dann zu groß, das Geschäft mit Kursverlusten abschließen zu müssen. Insbesondere dann, wenn man sich nicht auskennt. Wer aber zehn Jahre und mehr mitbringt, sowie zwischenzeitlich kein Geld aus dem Depot herausnimmt, kann genauso Erfolg am Aktienmarkt haben wie die Großinvestoren, die damit ihre Millionen und Milliarden verdient haben. Mit ausreichend Zeit und immer stärkerem Zinseszins-Effekt schafft man eine Anlage, die sogar nachweislich als private Altersvorsorge geeignet ist. Das zeigt, dass Aktien kein Experiment sind, sondern eigentlich längst ein ganz normaler Wegbegleiter wie die Hausratversicherung sein könnten.

Wie kann man Aktien kaufen?

Dafür braucht es kein umfangreiches Hintergrundwissen. Lediglich ein Grundlagenwissen, welches von unzähligen Ratgebern im Internet und von Bankberatern oder freien Finanzberatern vermittelt wird. Die Angst einmal hinter sich gelassen, können Anleger entweder direkt über ihre Bank oder eigenständig über sogenannte Online-Broker Aktien kaufen. Dabei sollte man in erster Linie darauf achten, dass man sich mit den Unternehmen und Branchen hinter den Aktien auskennt. Nur dann herrscht eine qualifizierte Entscheidungsgrundlage vor. Wer sich beispielsweise für zukunftsweisende Automobiltechnik interessiert, sollte eher auf die Tesla-Aktie als auf die Apple-Aktie setzen. Jedoch sollte das nicht die einzige Aktie sein. Ein weiterer Erfolgsindikator heißt Diversifikation. Also verschiedene Aktien von verschiedenen Unternehmen zu kaufen, um Kursverluste bei der einen Aktie mit Kursgewinnen bei den anderen aufzufangen und auszugleichen. Drittens sollte man ausschließlich Geld investieren, welches grundsätzlich übrig ist und keinesfalls in nächster Zeit gebraucht wird. Weitere Erfolgsindikatoren beim Aktienhandel lassen sich beim Aktienboss finden.

Auch die Gebühren sollten beachtet werden

Neben diesen drei genannten Indikatoren steht mit den Gebühren noch ein weiterer grundsätzlicher Indikator im Mittelpunkt. Es sind verschiedene Gebühren zu beachten. Beispielsweise braucht es ein Depot, welches sehr wahrscheinlich Kontoführungsgebühren, Verwaltungsgebühren und/oder Transaktionsgebühren hervorruft. Außerdem gibt es sogenannte Ausgabe-Aufschläge, die beim Aktienkauf anfallen. Wer sich anstelle von Aktien für Fonds entscheidet, muss obendrein noch jährliche Fondsveraltungsgebühren an den Fondsmanager zahlen, welche vom erzielten Gewinn abgezogen werden.

Ist das alles jedoch bekannt und weiß man, worauf man zu achten hat, dann ist ein Aktieninvestment alles andere als gefährlich und kompliziert.

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