Welche Versicherungen braucht man als Privatperson?

Viele Menschen fragen sich irgendwann: Welche Versicherungen brauche ich eigentlich? Welche Versicherungen sind für mich als Privatperson wirklich sinnvoll?

Das Wichtigste ist, dass Sie etwas für Ihre persönliche Sicherheit tun. Wir geben einen Überblick über notwendige Versicherungen für den privaten Bereich.

Privat-Haftpflichtversicherung: Was ist versichert?

Die Haftpflichtversicherung kommt für Schäden auf, die der Versicherungsnehmer, oder die versicherten Personen anderen zufügen.

Mitversichert ist automatisch die ganze Familie. Kinder in Schul-oder Berufsausbildung max. bis zum Alter von 26 Jahren. Unverheiratete Partner, die zusammen wohnen, können eine gemeinsame Privathaftpflichtversicherung abschließen. In diesem Fall können Sie getrost eine Police kündigen und den Partner in der Versicherung des anderen mitversichern.

Die Deckungssumme sollte mindestens 2. Mio betragen. Die Privathaftpflichtversicherung deckt nur private Risiken ab.

Weitere Haftpflichtrisiken

Viele Risiken sind in der Privathaftpflichtversicherung nicht enthalten. Diese Risiken müssen Sie gesondert versichern. Wir geben keine Gewähr auf Vollständigkeit. Fragen Sie spezielle Risiken bei Ihrer Versicherung nach.

Die folgenden weiteren Haftpflichtversicherungsarten existieren:

  • Tierhalterhaftpflicht
  • Bauherrenhaftpflicht
  • Gewässerschädenhaftpflicht
  • Haus-und Grundbesitzerhaftpflicht
  • Betriebs-Haftpflichtversicherung
  • Produkthaftpflichtversicherung
  • Vermögenschaden-Haftpflichtversicherung
  • Vereinshaftpflichtversicherung
  • Wasserfahrzeug-Haftpflichtversicherung

Private Unfallversicherung

Die private Unfallversicherung ist eine wichtige Versicherung. Die Versicherung deckt folgende Risiken, die durch einen Unfall entstehen können ab.

  • Invalidität
  • Beeinträchtigung der Arbeitskraft
  • Krankenhausaufenthalt
  • Tod
  • Krankenhaustagegeld
  • Genesungsgeld
  • kosmetische Operationen
  • Bergungskosten

Durch eine private Unfallversicherung sind Sie auch in Ihrer Freizeit abgesichert

Die Versicherungssumme können Sie ermitteln, indem Sie Ihren monatlichen Kapitalbedarf mit 200 multiplizieren.
Beispiel: Ihr  Kapitalbedarf  ist 3000,- monatlich. 3000 X 200 = 600 000 Versicherungssumme
Sie benötigen eine Versicherungssumme von 600 000 bei Vollinvalidität.

Wichtig: Schließen Sie nur eine Unfallversicherung ab, mit der Sie rund um die Uhr abgesichert sind.

Auto-Haftpflichtversicherung

Die Auto- Haftpflichtversicherung ist für die Halter von Kraftfahrzeugen eine Pflichtversicherung. Sie deckt Schäden ab, die durch einen Unfall an anderen Personen und Fahrzeugen, Gebäuden entstehen.
Sie sollten als Versicherungssumme eine unbegrenzte Deckung wählen. Sach-und Vermögensschäden sind dadurch in unbegrenzter Höhe abgesichert.

Teilkaskoversicherung

Die Teilkaskoversicherung ist eine freiwillige Versicherung. Sie deckt folgende Schäden ab:

  • Diebstahl des Auto
  • Brand oder Explosion
  • Sturm, Hagel, Blitz, und Überschwemmung
  • Unfälle durch Haarwild
  • Kurzschluß und Kabelbrand

Vollkaskoversicherung

Die Vollkaskoversicherung ist eine freiwillige Versicherung. Sie deckt folgende Schäden ab

  • Unfallschäden am eigenen KFZ bei selbstverschuldeten Unfällen
  • Mutwillige Zerstörung des KFZ durch fremde Personen.

Berufsunfähigkeitsversicherung

Die Berufsunfähigkeitsversicherung tritt in Kraft, wenn Sie Ihren Beruf bedingt durch Krankheit oder Unfall nicht mehr ausüben können. Sie erhalten dann die monatlich vereinbarte Rente. Berufsunfähigkeit ist nicht gleichzusetzen mit Erwerbsunfähigkeit.

Im Schadenfall wird die Versicherung sehr schnell darauf drängen, daß Sie einen anderen Beruf ausüben. Ihr Anspruch auf eine Rente erlischt dann ganz schnell.

Selbständige und Berufsanfänger haben oft keine gesetzliche Absicherung bei Berufs-oder Erwerbsunfähigkeit, hier ist eine Berufsunfähigkeitsversicherung anzuraten.um gegen Berufsunfähigkeit bedingt durch eine Krankheit abgesichert zu sein.

Rechtsschutzversicherung

Die Rechtsschutzversicherung kommt für Zahlungen auf die bei einem Rechtsstreit entstehen. Erstattet werden Rechtsanwaltskosten, Kosten für Sachverständige, Kosten für Zeugen, und Gerichtskosten

Der Versicherer leistet, wenn Aussicht auf Erfolg besteht und die Klage nicht mutwillig erscheint.

Das wichtigste ist meistens nicht versicherbar, zB. Ehestreitigkeiten, Erbstreitigkeiten usw.
Achten Sie bei dem Abschluß einer Rechtschutzversicherung darauf, welche Risiken durch den Vertrag abgesichert sind.

Folgende Arten von Rechtschutzversicherungen sind abschließbar:

  • Familienrechtschutzversicherung
  • Verkehrsrechtschutzversicherung
  • Firmenrechtschutzversicherung
  • Vereinsrechtschutzversicherung
  • Fahrerrechtschutzversicherung

Risiko-Lebensversicherung

Die Risiko-Lebensversicherung deckt nur das Todesfallrisiko ab. Die Prämie ist sehr günstig. Die Risiko-Lebensversicherung ist zu empfehlen für:

  • Familien mit Kindern
  • Alleinerziehende Mütter oder Väter
  • Unverheiratete oder verheiratete Partner mit hohen monatlichen Belastungen
  • Geschäftspartner
  • Zur Absicherung hoher finanzieller Belastungen

Kündigungsfristen und Vertragslaufzeiten von Versicherungen

Bei Abschluss von Haftpflichtversicherungen sollten Sie immer kurze Vertragslaufzeiten wählen. Bei den meisten Versicherungen haben Sie durch die 1.jährige Vertragslaufzeit keine Nachteile. (Lebens-und Rentenversicherungen sind erst ab einer Laufzeit von 12 Jahren interessant) Versicherungsvertreter sind bestrebt längere Laufzeiten zu vereinbaren, um eine Kundenbindung und eine höhere Abschlussprovision.für sich selber zu erzielen.

Wann können Sie einen Versicherungsvertrag kündigen?

  • Bei den meisten Verträgen drei Monate vor Ablauf der vereinbarten Vertragsdauer
  • Im Schadenfall, auch wenn die Versicherung nicht leistet.
  • Bei einer Erhöhung des Beitrages ohne Verbesserung des Versicherungsschutzes.
  • Versicherungen deren Laufzeit länger als 5 Jahre beträgt, kann ab Ende des 5. Jahres
  • mit einer 3 monatigen Kündigungsfrist gekündigt werden.( Ausnahmen: Lebensversicherung
  • und Krankenversicherung)
  • Bei Veräußerung der versicherten Sache.
  • Bei Tod der versicherten Person
Der Versicherungsbeitrag wurde nicht bezahlt: was nun?