Gehörsinn und Lautstärke

Das Ohr des Menschen nimmt Frequenzen zwischen 16 und 20.000 Hertz wahr. Am empfindichsten reagiert es auf Frequenzen zwischen 500 und 5.000 Hertz, das ist der Frequenzbereich der Sprache.

Selbst das Gehör von ungeborenen Kindern kann durch zu starke Schallwellen geschädigt werden. Werdende Mütter sollten das berücksichtigen und nicht auf zu laute Konzerte oder Parties gehen. Das gilt natürlich für alle, die ihr Gehör schonen möchten. Denken Sie auch daran, dass Kinder ein empfindlicheres Gehör als Erwachsene haben.

Hörschäden machen sich oft erst Jahre oder gar Jahrzehnte später bemerkbar. Hauptgrund hierfür ist, dass die Leistung der Haarzellen mit zunehmendem Alter abnimmt. Schädigungen kommen dann erst zur Geltung.

Ein normales Gespräch erreicht einen Pegel von 50-60 Dezibel, ein Flüstergespräch hat circa 20 Dezibel. Ein Konzert bringt es auf etwa 100 Dezibel (nicht nur Rock-, sondern auch Symphonie-Konzerte können „richtig laut“ sein).

Autoverkehrslärm bringt es auf etwa 70 Dezibel, ein Presslufthammer auf 115 Dezibel und eine Düsenmaschine erreicht etwa 130 Dezibel. Die Angaben beziehen sich jeweils auf den Wert, der in unmittelbarer Nähe der Geräuschquelle erreicht wird.

Bei Lärm mit 150 Dezibel kann eine halbe Sekunde ausreichen, um taub zu werden. Bei 200 Dezibel reißt zunächst das Trommelfell, möglicherweise sogar das Lungengewebe.

Es gibt unterschiedliche Arten von Hörschäden. Bei der Gehörlosigkeit unterscheidet man zwischen prälingualer und postlingualer Ertaubung. Hier ist ausschlaggebend ob die Person das Gehör vor oder nach Spracherlernung verlor. Kinder, die niemals ein Wort gehört haben, müssen anders therapiert werden als solche, die ihr Gehör erst später verlieren.

Schwerhörigkeit macht sich zumeist in späteren Lebensabschnitten bemerkbar. Dieses Leiden kann durch immer bessere Technologien (kleinere und leistungsfähigere Hörgeräte) behoben werden.