Der Gehörsinn

Die Ohren sind die „Empfangsstationen“ des Gehörzentrums im Gehirn. Ihre Anordnung auf beiden Seiten des Kopfes, ermöglicht uns das räumliche Hören. So können wir die Geräuschquellen lokalisieren.

Über die Ohrmuschel und durch den Gehörgang gelangen die Schallwellen ins Innenohr. Durch die Vibration des Trommelfells werden Hammer, Amboss und Steigbügel aktiviert. Die Hebelwirkung dieser kleinsten Knochen des Menschen erhöht den Schalldruck um etwa das 20-fache. Derartig „verstärkt“, gelangen die einzelnen Töne zur Ohrschnecke (Cochlea).

In der Ohrschnecke befindet sich eine feine, straffe Membran, die Basilarmembran. Auf ihr befindet sich das Cortische Organ mit etwa 20.000 Haarzellen, die in 24 Gruppen unterteilt sind. Jede dieser Gruppen ist für eine bestimmte Frequenzbandbreite zuständig.

Nebenbei bemerkt: der überwältigende Teil aller Schwerhörigkeits-Erkrankungen ist auf Schädigung der Haarzellen durch starke Lärmeinwirkung zurückzuführen.

Die Haarzellen wandeln die eingehenden mechanischen Reize in elektrische Impulse um. Diese Impulse erregen den Hörnerv, eine aus rund 30.000 Fasern bestehende Nervenbahn, die sie ans Gehörzentrum im Gehirn weiterleitet. Erst dort werden die einzelnen Töne decodiert und „verstanden“.

Das Maß für den Schalldruck, der Schallpegel, wird in Dezibel gemessen. Wie hoch oder tief ein Ton ist, hängt von der Anzahl der Schwingungen pro Sekunde, der Frequenz, ab. Die Frequenz wird in Hertz angegeben.