Lebensfreude: Spaß am Leben (wieder) finden

Die Möglichkeiten das eigene Leben durch freudige Momente angenehmer zu gestalten und das Gemüt zu erhellen, sind ebenso zahlreich wie vielfältig.

Jeder hat seine speziellen Methoden und „Techniken“. Doch manchmal fällt es einem schwer sich auf diese Methoden zu besinnen oder sie anzuwenden.

Die Gründe hierfür sind von Mensch zu Mensch verschieden. Bei vielen liegen die Ursachen für „Unglück„, besser gesagt Unzufriedenheit in der zunehmenden Kommerzialisierung von Gefühlen und dem stetig wachsenden Freizeitstress.

Wer Glück und Freude in sein Leben bringen möchte, muss zunächst lernen zufrieden zu sein, mit dem was er erreicht hat und mit dem, was er kann. Wenn das nicht so recht gelingen will, hilft oft schon ein Perspektivenwechsel, bzw. ein Blick auf den Rest der Menschheit (wer das hier lesen kann, dem kann es in vielerlei Hinsicht nicht „schlecht gehen„).

Wir haben ein paar Erfreuungstechniken und Methoden zusammengestellt, die helfen das Leben leichter und angenehmer zu gestalten.

Wichtig: Wer sich, aus welchem Grund auch immer, in einer Trauerphase befindet, sollte nicht versuchen vorzeitig daraus auszubrechen.

Akute Trauer muss ausgelebt werden! Wer unter krankhaften Depressionen leidet, sollte sich in ärztliche Behandlung begeben.

Zunächst ist es natürlich sinnvoll die Ursachen für negative Gefühle zu erkunden, da eine restlose Beseitigung der unangenehmen Symptome ansonsten quasi unmöglich ist.Hier folgen Sie einige Tipps, Denkanstöße und Fragen, die Ihnen helfen sollen die Ursachen für Unzufriedenheit, Ärger, Neid, Habgier, Hass und andere negative Gefühle zu finden.

Lebensfreude gewinnen: Analyse

Negative Emotionen ziehen den ganzen Menschen in Mitleidenschaft. Besonders Aufmerksamkeit und Kreativität werden durch sie blockiert. Man ist zu sehr mit sich selbst beschäftigt, um sich konzentrieren zu können, geschweige denn neue Wege und Möglichkeiten auszuprobieren.

Je genauer Sie die Ursachen für die lähmenden negativen Gefühle eingrenzen können, umso schneller werden Sie aus dem „Tief“ herauskommen.

Analyse

vorzugsweise am Morgen, wenn äußere Eindrücke das Empfindungsvermögen noch nicht stören.Hauptfrage: Wie fühle ich mich? Wer sich „schlecht“ fühlt, sollte gleich nach Ursachen dafür forschen:

  • Habe ich „schlecht“ geträumt?
  • Habe ich etwas gegessen, das mir nicht bekommt?
  • Habe ich nicht genug geschlafen?
  • Habe ich gestern abend zu viel getrunken, geraucht?

Lösung: Was kann ich dagegen tun?

Wenn man erst weiß, wo der „Schuh drückt“, ist die Wiederherstellung eines positiven Gemütszustandes durch individuelle Gegenmaßnahmen oft nur noch ein Katzensprung. Es folgt ein Beispiel für Analysemethoden –>

Morgenseiten

Die Autorin Julia Cameron empfiehlt „Morgenseiten“ zu schreiben. Das heisst, gleich nach dem Aufstehen, alles „herausschreiben„, was einen beschäftigt, egal wie „albern“, „irrelevant“ oder „zusammenhanglos“ die Sätze erscheinen mögen.Selektieren Sie nicht, achten Sie nicht auf „Formfehler“, lassen Sie einfach aufs Papier fließen, was Ihnen in den Sinn kommt: Wünsche, Verstimmungen, Ideen, etc.So werden Sie sich selbst und was Ihnen eigentlich wichtig ist, besser kennenlernen und entsprechend besser umsetzen können.

Traumanalyse

Vielen Menschen hilft es, sich genauer mit ihren Träumen auseinanderzusetzen.Stift und Papier ans Bett und sofort nach dem Aufwachen aufschreiben woran man sich erinnern kann, sonst verschwinden die Träume ganz schnell wieder unerkannt in den Tiefen des Unbewusstseins.Wer so früh am Morgen noch nicht schreiben kann oder will, kann die Träume auch dem Partner, Freunden oder Familienmitgliedern erzählen, um sie „festzuhalten“.Wer glaubt nicht zu träumen, kann sich in der Regel ganz einfach nicht erinnern. Hier hilft sich früher als gewöhnlich wecken zu lassen und sofort anfangen aufzuschreiben.

Scheuklappentechnik

Ab und zu tauchen Probleme oder Mißstände auf, die einen so sehr fesseln, dass man das „Tagesprogramm“ nur mit Mühe oder gar nicht schafft.Besonders Aufgaben, die viel Konzentration erfordern, kommen dann zu kurz, weil das Problem ständig „im Hinterkopf“ mitschwingt.Spätestens wenn man das erkennt, ist es an der Zeit alles „auszublenden“ (Scheuklappentechnik) und sich nur mit diesem (schwerwiegenden) Problem zu befassen.Wenn es sein muss, „opfert“ man ein Wochenende, oder nimmt sich sogar ein, zwei Tage frei, um das Problem zu lösen und wieder einen klaren Kopf zu bekommen.

Rituale für mehr Lebensfreude

Rituale sind Ereignisse mit genau festgelegten Abläufen und Regeln. In der Biologie spricht man von Ritualen, wenn es um bestimmte, genetisch festgelegte Verhaltensmuster, speziell bei Nahrungsaufnahme und Fortpflanzung, geht.

Die Religionen haben den Hang der Menschen zu Ritualen stets sehr gut zu nutzen gewusst. Mithilfe des klar definierten Verhaltenskodex und der stets wiederkehrenden Gebetsformeln lässt sich eine Gemeinde ausgezeichnet führen. Die Gläubigen finden Trost und Halt in den regelmäßigen und berechenbaren Handlungszeremonien.

Auch im Arbeitsalltag mit seinen regelmäßigen Rhythmen und wiederkehrenden Aufgaben, sind Rituale bestens geeignet um Halt zu geben und den Arbeitstag besser zu bewältigen.

Rituale ermöglichen einerseits den Ausbruch aus dem Alltag und festigen andererseits den Arbeitsrhythmus.

Es gibt einige Gelegenheiten Rituale in den Arbeitsalltag zu integrieren, viele davon haben wir längst ritualisiert, ohne uns darüber bewusst zu sein:

  • das Frühstück
  • der Arbeitsweg
  • die Ankunft am Arbeitsplatz
  • verschiedene Arbeitsvorgänge
  • Sitzungen und Besprechungen
  • die Pausen
  • der Feierabend

Bewegung / Sport für mehr Freude am Leben

Ob Sie tanzen, laufen , schwimmen oder radfahren ist sekundär. Suchen Sie sich einfach die Sportart aus, mit der Sie sich am wohlsten fühlen. Bringen Sie Ihren Körper mindestens ein mal die Woche auf Touren, er wird es Ihnen danken:

    • Schon während der sportlichen Betätigung werden Endorphine freigesetzt. Endorphine sind körpereigene Opiate, mit deren Hilfe Empfindungen reguliert werden können („Runner’s High“).
      Endorphine können Sportler vergessen lassen, dass sie erschöpft sind, vielleicht sogar Schmerzen haben, alles was dann zählt ist das Durchhalten.
    • Sport ist gut für die Kondition. Wer regelmäßig Sport treibt, hat eine bessere Ausdauer als Nichtsportler. Der gesamte Organismus wird besser mit Sauerstoff versorgt, das Lungenvolumen vergrößert sich, der Herzmuskel wird trainiert.
    • Ein gut trainierter Körper ist weniger anfällig für Infektionskrankheiten.
    • Haltungsschäden kann durch Bewegung vorgebeugt werden. Bestimmte Übungen können Haltungssschäden beheben. Man sollte im Krankheitsfall jedoch nicht nach Gutdünken auf eigene Faust therapieren. Dadurch kann man die Sache nur noch schlimmer machen. Zuerst den Orthopäden und Krankengymnast konsultieren, dann gesundturnen.
  • Sport macht schön„, sorgt für straffe Muskeln, schlanken Körper und einen schönen Teint.
Wer Herzpatient ist, oder wegen anderer Krankheiten in Behandlung ist, sollte auf jeden Fall mit seinem Arzt sprechen, bevor er sich zu sportlichen Hochleistungen aufschwingt.Wer nicht sicher ist, in welcher körperlichen Verfassung er eigentlich ist und seit längerer Zeit keinen Sport mehr gemacht hat, sollte sich vorher beim Hausarzt durchchecken lassen.

Lebensfreude finden: Sinnesfreuden

Sinnesempfindungen „importiert“, hilft dabei die eigene innere Freude und Harmonie zu entdecken und zu geniessen.

Klar ist es schön, sich den Sinnesfreuden zu zweit hinzugeben, doch ein Partner ist keines notwendig. Das Schöne an den Sinnesfreuden ist: Sie können sie auch ganz alleine erreichen :-).

Froh zu sein bedarf es wenig und wer froh ist, ist ein König.

Gaumenfreuden

Je nach Budget und Laune, kann diese Genussfreude die unterschiedlichsten Formen annehmen. Letztendlich ist es egal, ob Sie Ihren Geschmackssinn im Gourmet-Restaurant, im Steh-Imbiss oder zu Hause erfreuen, nur eins ist wichtig: es muss SCHMECKEN.

Ein nützlicher Nebeneffekt dieser „Gute-Laune-Maßnahme“ ist, dass man in der Regel genau auf jene NahrungsmittelLust“ hat, die einem die nötigen, gerade fehlenden Nährstoffe liefern.

Das soll nicht heißen, dass man nicht auch mal was „Ungesundes“ zu sich nehmen darf. Vielleicht ist gerade die Himbeerlimonade, das Gänseblümchen-Parfait oder die Peking-Ente das, was Sie jetzt „brauchen“.

Hierbei ist oftmals gar nicht der Geschmack so wichtig, sondern das, was damit assoziiert wird. Sie konnten sich sicherlich schon selbst ein Bild machen von den oft „irrationalen“ Handlungs- und Entscheidungsprozessen, die durch das Gehirn initiiert werden.

Man verbindet angenehme Erinnerungen mit dem Essen eines bestimmten Nahrungsmittels und hofft dadurch die angenehme Stimmung (Erinnernung) wieder aufleben zu lassen. Ein „Trick“, der meistens erstaunlich gut funktioniert.

Sollte der Erfolg sich hierbei nicht einstellen, nicht verzagen, sondern versuchen den neuen Umständen und dem eventuell ganz anders empfundenen Geschmack seine eigenen neuen Reize abzugewinnen.

Der Geschmackssinn in der infoquelle

Ohrenschmaus
Hier liegt das Hauptaugenmerk natürlich auf der Musik. Die gängige Redewendung „Musik ist Balsam für die Seele“ macht klar, worum es geht: mithilfe von Musik können wir die äußere Welt vergessen und innere Harmonie finden.

Schon im Mutterleib nehmen wir die Klänge und Geräusche aus der Umgebung wahr und reagieren darauf.

Welche Komponisten oder Musikrichtungen die erwünschte Erleichterung (Frohsinn, Harmonie) bringen, ist individuell ganz unterschiedlich. Die einen finden nur mit Mozart die ersehnte Ruhe, die andern suchen vielleicht gar keine Ruhe sondern Lebenskraft und Elan, die sie bei Pop oder Dancehall finden.

Vielleicht findet man den eigenen Soundkick auch beim Hören einer lieben Stimme oder gar von „Alltagsgeräuschen“.

Gesang und Gesundheit  und der Gehörsinn  in der infoquelle

Augenweide

Manchmal hilft der Anblick eines schönen Gemäldes, einer Landschaft oder von bestimmten stimulierenden Farben.

Bilder von außen verleihen den Bildern im eigenen Kopf neue Kraft und Lebhaftigkeit.

Auch hier haben die meisten Menschen ihr eigenes Patentrezept. Die einen werden von Michelangelos Kunst in den Himmel gezogen, die anderen können die Welt mit der Kunst von Dali oder Haring besser ertragen.

Der Sehsinn in der infoquelle

Tastfreuden

Über den Tastsinn lässt sich die Liebe besonders gut erfahren und weitergeben. Wenn gerade niemand da ist, der Sie umarmt, umarmen Sie sich selbst! Wer sich selbst nicht liebt, wird kaum jemanden finden, der ihn liebt.

Kuscheln Sie sich in einen gemütlichen Sessel und machen Sie sich’s so richtig gemütlich.

Lassen Sie sich massieren oder frischen Sie Ihre Tastempfindungen im Whirlpool auf.

Wer abzuheben droht, kann Erdverbundenheit zurückgewinnen, indem er sich auf den Boden legt oder Bäume umarmt.

Gehen Sie raus ins Freie. Legen Sie sich auf den Wald- oder Wiesenboden (Städter notfalls in den Park, Hauptsache auf die Erde). Denken Sie nicht daran, dass Sie sich vielleicht schmutzig machen. Legen Sie sich auf den Rücken, spüren Sie die Erde unter sich und schauen Sie in den Himmel.

Vielleicht sind Sie eher ein „wilder“ Typ, der mal so richtig durchgeschüttelt und auf den Kopf gestellt werden möchte. Dazu muss man nicht gleich Extremsport betreiben, das kann man auch auf dem Jahrmarkt bekommen. Vom Kettenkarusell bis zur Triple-Loop Achterbahn gibt es aufregende Möglichkeiten der Schwerkraft ein Schnippchen zu schlagen, zumindest vorübergehend.

Der Tastsinn in der infoquelle

Duftgenuss

Auch der Geruchssinn, der so vieles wahrnimmt, was uns gar nicht bewusst wird, kann Quelle der Freude werden.

Parfums und Duftöle, ganz auf den eigenen Geschmack abgestimmt, können angenehme Grundschwingungen verstärken, wahrscheinlich sogar entstehen lassen.

Der Geruchssinn in der infoquelle

Was man in welchem Ausmaß als Glück, Freude oder Erfüllung erlebt/empfindet, ist natürlich vom eigenen „Charakter“ abhängig. Dieser prägt wiederum die Wahrnehmung der äußeren Welt und die Anschauungsweise, mit der man der Welt entgegentritt.

Lebensfreude gewinnen: Lebensanschauungsweisen

Wem die erwähnten Maßnahmen zu oberflächlich oder materiell erscheinen, dem können folgende Gedankengänge die Lebensfreudeauf der philosophischen Schiene näherbringen:

Das Leben

Seit ein paar Millarden Jahren läuft die „Show“, man nenne sie Evolution, Geschichte, oder einfach LEBEN. Ganze Kontinente wurden vom Tisch gefegt, ganz zu schweigen von Planeten und Galaxien, die aus dem Nichts entstanden um sich wieder in Nichts aufzulösen.

Meteoriteneinschläge, Vulkanausbrüche, Erdbeben sowie mehr und mehr künstlich erzeugte Katastrophen und Kriege machen der Erde und ihren Bewohnern zu schaffen.

Was ist EIN Mensch in diesem ganzen Tohuwabohu? Alles in allem ist es der „Welt“ ziemlich egal wie Sie sich fühlen. Sie dreht sich weiter, ob Sie zutiefst betrübt sind oder die ganze Welt vor Freude umarmen könnten. Da kann man doch genauso gut fröhlich sein.

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Raum und Zeit

2. Angesichts der Unendlichkeit von Raum und Zeit ist ein Mensch nicht mehr als ein Sandkorn, genau genommen nur der Bruchteil eines Sandkorns.

Mit diesem Gedankengang kann man, zumindest vorübergehend, die „Ego-Brille“ beiseite legen und sich somit von lästigem Selbstmitleid befreien. Doch nicht übertreiben, zu „klein“ darf man sich auch nicht fühlen.

Ein „gesundes Selbstbewusstsein“ vollführt täglich die Gratwanderung zwischen den zwei Extremhaltungen:

Ich bin ein Sandkorn
Ich bin das Zentrum des Universums„.
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Hier und jetzt, wann sonst?

Die Vergangenheit ist vorbei und die Zukunft hat noch nicht angefangen. Die Gegenwart wird viel zu oft sträflich vernachlässigt, dabei ist sie weit mehr als nur das Bindeglied zwischen dem Gestern und dem Morgen.

Ist nicht die Gegenwart das eigentliche Leben?

Gute Methoden, sich selbst in die Gegenwart „zurückzuholen“, sind das Atmen, das bewusste lustvolle Essen, das Singen, der Verzicht auf Realitäten aus der Konserve (TV), etc.

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Weltschmerz

Wenn man sich (vermeintlichen) Notsituationen befindet, der Alltag unerträglich scheint, der Weltschmerz das Gemüt bleischwer macht, kann folgende Überlegung Erleichterung verschaffen:

Kein Mensch lebt ständig „im siebten Himmel“.

Jeder von uns hat sein „Päckchen“ zu tragen. Wie schwer oder leicht dieses „Päckchen“ ist, wird weniger durch das Gewicht desselben, als vielmehr durch die Haltung, mit der wir es tragen, und die Art und Wiese, wie wir es „verpacken„, bestimmt.

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Die Spirale des Trübsinns

In Ihrer Umgebung, bei Familie, Mitarbeitern und allen, die Ihnen im Laufe des Tages über den Weg laufen, wirkt sich Ihre „Laune“ sehr wohl aus.

Wer ein Gesicht macht wie sieben Tage Regenwetter, steckt damit auch seine Mitmenschen an. Die Spirale des Trübsinns kann jederzeit mit einem netten Lächeln oder ein paar freundlichen Worten durchbrochen werden.

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