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Was sind eigentlich E-Paymentanbieter und was bieten sie an?

 

Mit E-Paymentanbietern sind gemeint: Unternehmen, die die organisatorischen Angelegenheiten rund um die finanzielle Online-Transaktion übernehmen. Klassische "Paymentanbieter" sind die Banken. Kunden führen dort ihr Konto und erhalten von der Bank eine Scheckkarte. So können sie im Laden bargeldlos bezahlen. Neben den Banken etablierten sich im bargeldlosen Geschäftsverkehr Kreditkartenunternehmen, wie Visa, €card, American Express, Diners Club, Master Card.

Nun sind noch weitere Unternehmen hinzugekommen, die sich auf das Bezahlen ohne Bargeld spezialisiert haben. Die sogenannten E-Paymentanbieter ermöglichen es dem Kunden, im Internet bargeldlos  -also ganz virtuell und ohne Plastikkarte-  zu bezahlen. Auch in der virtuellen Welt funktioniert es ähnlich wie mit der Kreditkarte. Der Kunde registriert sich bei einem E-Paymentanbieter. Hat der OnlineShop einen Vertrag mit diesem Anbieter, d.h.: bietet der Händler an, über diesen E-Paymentanbieter abzurechnen, braucht der Kunde nur noch seine Daten anzugeben und schon ist der Kauf getätigt.

Es werden im großen und ganzen folgende Dienstleistungen angeboten ( Darstellung am Beispiel des Anbieters: Firstgate ):

Bereitstellung einer Plattform oder WebSite
Der Kunde kann sich registrieren und hat Überblick über sein Kaufverhalten.
Der OnlineHändler legt seinen Account an, bepreist sein Warenangebot und behält den Überblick über das Kaufverhalten seiner Kunden.

Scoring / Bonitätsprüfung in Kooperation mit Wirtschaftsauskunfteien
Mit Bonitätsprüfung sind bestimmte Kriterien und Verfahren zur Überprüfung der finanzielle Lage der Kunden gemeint. Bekannteste Anbieter sind die Datenbanken der Schufa, von Creditreform oder von Bürgel . Hintergrundwissen zur Bonitätsprüfung teilt www.ecin.de/zahlungssysteme/bonitaet mit.

Das wunderbare Wort Scoring bedeutet: 'Punkte zählen'. D.h.: "Scoring ist ein analytisches Prognose- und Punktebewertungsverfahren, das die Wahrscheinlichkeit berechnet, mit der jeder einzelne Kunde ein bestimmtes von Ihnen gewünschtes Verhalten zeigen wird". Anbieter sind u.a.:  www.informa.de ...scoring  /  www.infoscore.de .. scoringprodukte
(Allerdings gibt es schon Urteile, die zumindest der Schufa untersagen, "bei der Auskunftserteilung ... an angeschlossene Banken oder sonstige kreditgewährende Unternehmen den ... "Score-Wert" zu übermitteln")

Rechnungsstellung, Zahlungsverkehr, Zahlungsverfolgung runden das Angebot ab.
 
 

Die Auswahl des geeigneten Anbieters fällt noch recht schwer


Es gibt eine recht große Anzahl von E-Paymentanbietern. Das ist im Gegensatz zu der doch recht aufgeräumten Offlinewelt der Banken und Kreditkartenunternehmen erst einmal verwirrend. Zum anderen haben sich noch keine Marktführer herauskristallisiert, die technische Standards durchsetzen können und die notwendige Vertrauensbasis besetzen können. So ringen etliche Anbieter und deren Verfahren um die Gunst der Kunden. Und der Kunde hat natürlich wenig Lust, mit zehn Anbietern jeweils einen Vertrag abzuschliessen, nur um in jedem OnlineShop bezahlen zu können. Auch für OnlineHändler ist es nicht unbedingt preisgünstig, mit vielen E-Paymentanbietern Verträge abzuschliessen.

So zahlt die Mehrheit im Netz immer noch per Telefonrechnung, per Kreditkarte, per Nachnahme oder per Bankeinzug, da diese E-Paymentanbieter schon vertrauter sind.

Hinzu kommen noch weitere Probleme:
Noch wird vom OnlineHändler zu viel technisches Basiswissen verlangt, um einen Onlineshop mit allem drum und dran zu realisieren. Er ist entweder darauf angewiesen, den gesamten Aufbau in Auftrag zu geben (wobei er für die Wahl des Anbieters und für die Kontrolle der Umsetzung auch technische Grundlagen benötigt) oder er muß selber zum Technikfreak mutieren. Dies ist ein deutlicher Unterschied zu der relativ einfachen Umsetzung von Bezahlvarianten im Offlineladen.
 
 

Um sich erfolgreich durch den Dschungel des E-Payments zu hangeln, bietet sich folgende kleine Reise an:


[PDF] ... E-Payment im Internet für kleine und mittlere Unternehmen (Kompetenzzentrum Elektronischer Geschäftsverkehr Bonn/Rhein-Sieg, kompec.de)

Das Magazin ECIN hat sich dem Thema besonders ausführlich gewidmet. Sie finden hier zu allen Aspekten des Payments ausführliches Hintergrundwissen. Die Themen beleuchten die Zahlungssicherheit, digitale Zahlungssysteme und klassische Zahlungsmittel.

Das Magazin Telepolis führte ein Interview mit Rüdiger Grimm, E-Payment-Experte an der TU Ilmenau, über das Aus für die digitalen Münzen.

Rechtliche Anforderungen, Probleme und Möglichkeiten des digitalen Geldes durchleuchtet intensiv  rechtsinformatik.jura.uni-sb.de/.. :
Bankenrecht, Datenschutz und Datensicherheit, Digitale Signatur, Electronic Banking, Electronic Brokerage, Elektronische Zahlungssysteme, Elektronischer Geschäftsverkehr, Elektronischer Zahlungsverkehr, Elektronisches Geld, Verbraucherschutz sind die Themen.

Auch im Verbandsleben spielt E-Payment schon eine Rolle. Wenn Sie sich also stärker im E-Paymentberiech engagieren wollen, könnte dies Ihr Ansprechpartner sein:
Arbeitskreis E-Payment des Förderkreises Internet-Wirtschaft München (FiWM), Pate des Arbeitskreises ist Manfred Wolff, manfred.wolff@telego.de. Natürlich beschäftigen sich noch mehr Verbände, Arbeitskreise und Kompetenzzentren mit diesem Thema. Gewinnen sie beim Forschungszentrum Karlsruhe den Überblick zur E-Commerce-Politik. Die Linkliste zu den einzelnen Verbänden, etc. hält die TU Cottbus bereit: www.tu-cottbus.de/..e_commerce_links. Sie finden die Rubriken:
Zeitungen, Zeitschriften, Magazine   //   Organisationen, Verbände und Projekte   //   Regionale eCommerce-Links   //   Marktforschung   //   Marktforschungs-Institute   //   eCommerce-Lehre   //   Sonstige eCommerce-Links.
 

 

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