Die Einführung eines Teils der neuen Toplevel-Domains (TLDs)
wurde am 16. November 2000 in Marina del Rey (Kalifornien) beschlossen.
Dort entschied die 1998 vom amerikanischen Wirtschaftsministerium gegründete
Organisation ICANN (Internet Corporation for Assigned Names and
Numbers) über die Vorschläge von 44 Bewerbern und Bewerbergruppen
zu neuen Top-Level-Domains.
50.000 Dollar Bearbeitungsgebühr blätterte jeder Bewerber
hin. Eine ganz schöne Summe, doch wenn der eigene Vorschlag angenommen
wird, können die Bewerber und Bewerbergruppen Millionen mit
den neuen Domain-Endungen verdienen.
Das große Geld ist erst einmal nur 7 von den 44 Bewerbern sicher.
Unter den abgelehnten Bewerbern hat die ICANN-Entscheidung naturgemäß
für böses Blut gesorgt, eine grosse Prozesswelle steht bevor.
Es gibt 244 "National-Endungen", country-codes wie z.B.
.de,
.ch und .at. Die Endungen .com, .net,
.org,
sind die einzigen Endungen, die weltweit anwendbar sind. Weitere TLDs sind
amerikanischen Institutionen vorbehalten: .gov wird ausschliesslich
von der amerikanischen Regierung benutzt, .mil vom amerikanischen
Militär und .edu von amerikanischen Hochschulen.
Die noch recht junge .tv-Endung ist eigentlich gar keine "richtige"
TLD. Sie war ursprünglich nur der country-code für Tuvalu,
einem kleinen Inselstaat im Pazifischen Ozean.
Das Unternehmen dotTV erwarb die Exklusivrechte als Registrierstelle
und Registrator für die Namen in der .tv-Domain von Tuvalu. Der Zwerg-Staat
(ca. 10.000 Einwohner) bekommt dafür in den nächsten 10 Jahren
mindestens 4 Millionen Dollar jährlich.