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V. Zwischenfazit

(Dirk Arendt, arendt@gewiplan.de)

Drei Jahre nach Inkrafttreten des Signaturgesetzes ist die Zahl der registrierten Nutzer erheblich geringer als erwartet. Was aber ist nun der Grund, daß die Digitale Signatur bei allen bisher geschilderten Vorteilen noch nicht die erwartete Verbreitung erlangt hat?

Neben einem fehlenden Vermarktungskonzept ist einer der Gründe mit hoher Wahrscheinlichkeit in den hohen Sicherheitsanforderungen für die Zertifizierungsstellen zu sehen, die für die Digitale Signatur dringend notwendige Schlüsselvergabe zuständig

Aus diesem Dilemma folgte dann auch, daß bis zum heutigen Tag von der zuständigen Behörde, der „RegTP“ (Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post; www.regtp.de), nur zwei solcher Stellen anerkannt wurden: die Deutsche Telekom AG über ihre Tochter Telesec (www.telesec.de) und die Deutsche Post AG über den Verzeichnungsdienst PostSign (www.signtrust.de). Ein Schelm, wer böses dabei denkt....

Auch der Service bei den auszustellenden Trust-Centern muß erheblich verbessert werden, wissen doch die meisten Verkaufsstellen der Telekom, die „T-Punkte“, mit einer Frage nach entsprechenden Anträgen konfrontiert, mit diesem Medium noch nichts anzufangen.

Hat man dann einen Antrag „ergattert“, kann es schon 4-6 Monate dauern, bis eine entsprechende Bestätigung oder sogar schon die Chipkarte eintrifft. Sicherlich keine Art und Weise, die zur Verbreitung der neuen Technik beiträgt, obwohl sich für die Anbieter ein Milliardenmarkt öffnen kann.

Andere potentielle Betreiber, darunter die D-Trust GmbH (www.d-trust.de) aus Berlin, die DATEV eG (www.datev.de), die Münchener Gelddrucker Giesecke & Devrient (www.gdm.de), der Deutsche Sparkassenverband sowie eine Initiative der Bundesverbandes deutscher Banken (www.trustcenter.de) stehen bereits in den Startlöchern und wollen noch in diesem Jahr auf den Markt.

Ein weiterer Grund ist in der fehlenden Interoperabilität der Systeme zu sehen. Es ist nicht gewährleistet, daß die Karten der verschiedenen Anbieter miteinander harmonisieren. Jedoch verspricht hier eine ins Leben gerufene Arbeitsgruppe (ISIS „Industrial Signature Interoperability Specification“) Abhilfe, hat man sich doch mit den potentiellen Betreibern bereits auf einen Standard geeinigt. Die Produkte werden kompatibel zueinander.

 

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