Alter Beruf im neuen "Look"?
Was früher die Telefonistin war, wird heute Kundenbetreuer oder Telefonkontakter
genannt. Die Telefonzentrale heißt heute Call-Center.
Mit Telefon-Marketing haben
sich viele Versandhäuser, Verlage, Direkt-Banken und -Versicherungen
einen festen Kundenstamm geschaffen. Die Unternehmen lassen durch ihre
Kundenbetreuer ihre Kunden anrufen, um sie auf besondere Angebote oder
neue Produkte aufmerksamm zu machen. Natürlich will man damit den
Umsatz steigern. Gleichzeit hat der Unternehmer "sein Ohr" am Verbraucher
und kann besser und schneller auf Wünsche oder Mängel reagieren.
Aber nicht nur der Unternehmer
bedient sich dieses Services. Auch die Kunden haben durch diese Einrichtung
direkten Kontakt zum Unternehmen und können ihre Belange weitergeben.
Und diesen Service kann man nicht nur während der "normalen"
Geschäftszeiten nutzen, sondern meist rund um die Uhr. Damit umgeht
sehr geschickt den ewigen Steit um das Ladenschlußgesetz.
Sie sparen durch den Telefon-Service
die Errichtung der klassischen Filialbetriebe. Das spart Kosten, die dem
Kunden meist zugute kommen. Hieraus ergibt sich auch ein neues Berufsbild.
Außer einer freundlichen Stimme ist hier geschultes, kompetentes
Personal und ausgefeilte Software gefragt, um schnellen, kundenorientierten
Service zu bieten. Auch kann ein Mitarbeiter im Call-Center in 1
Stunde durchschnittlich soviele Kunden betreuen, wie ein Außendienstmitarbeiter
an einem Tag.