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Das Fünf-Faktoren-Modell
Die fünf Faktoren, auch "Big Five" genannt, sind nicht einfach
aus der Luft gegriffen. Sie beruhen auf zahlreichen Untersuchungen zur
Selbst- und Fremdbeurteilung von Menschen auf der ganzen Welt.
Seit über 100 Jahren arbeiten Psychologen und Persönlichkeitsforscher
daran den menschlichen Charakter "in Worte zu fassen", sprachlich zu definieren.
1925 erschien im "Webster's New International Dictionary", eine von Gordon
Allport und Henry Odbert zusammengestellte Sammlung von 17.953 persönlichkeitsbeschreibenden
Begriffen.
Warren T. Norman kann als Begründer des Fünf-Faktoren-Modells
angesehen werden. 1966 stellte die "Norman-Skalen" vor, die seitdem
von vielen anderen Forschern als Grundlage für die Persönlichkeitsforschung
genutzt wurde.
Wie sieht das Fünf-Faktoren-Modell aus? Adjektive, die am
häufigsten zur Beschreibung und Beurteilung von Menschen gebraucht
werden, können allesamt fünf Hautpgruppen zugeordnet werden.
Dieser lexikalische Ansatz kann in vielen unterschiedlichen Sprachen verwendet
werden. Um nur einige zu nennen: deutsch, chinesisch, französisch,
englisch, niederländisch, norwegisch, russisch, etc.
Mithilfe der Big Five können menschliche Verhaltensweisen
in sinnvolle Kategorien geordnet werden, um die Elemente, aus denen sich
die Persönlichkeit zusammensetzt besser analysieren und einschätzen
zu können.
Die fünf Persönlichkeitsfaktoren sind:
-
Extraversion
gesellig, selbstbewusst, extrovertiert <=> scheu, schweigsam, introvertiert
-
soziale Verträglichkeit
warmherzig, rücksichtsvoll, taktvoll <=> kaltherzig, grob,
egoistisch
-
Gewissenhaftigkeit
sorgfältig, zuverlässig, anpassungsfähig <=> impulsiv,
nachlässig, verantwortungslos
-
emotionale Stabilität
nervös, selbstzweiflerisch, launisch <=> stabil, zuversichtlich,
leistungsfähig
-
Intellekt/Kultur/Offenheit
phantasievoll, wissbegierig, originell <=> dumm, phantasielos, enger
Horizont
Dieses Modell wurde auch von der Gesichtsforschung aufgegriffen, da das
Gesicht das wichtigste Ausdrucksmittel der Persönlichkeit ist.
Weitere Kriterien, die bei der Beurteilung von Gesichtern hinzugezogen
werden sind: Alter, Geschlecht, Gesundheitszustand, Attraktivität,
regionale Herkunft, etc.
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