Die meisten denken, wenn sie "Leasing" hören
immer noch in erster Linie an eine Form der Autofinanzierung, nicht ganz
zu unrecht. Dieses "klassische" Leasinggeschäft mit Fahrzeugen aller
Art, hielt von 1997 bis 1999 mit über 60 % Gesamtanteil, die Spitzenposition
am Markt. 1998 wurden über 73 Milliarden Mark für Fahrzeug-Leasing
ausgegeben. Längst wird diese Finanzierungsart bei allen erdenklichen
Investitionen eingesetzt. Leasing hat sich, nicht mur für Fahrzeuge,
zu einem wichtigen Investitionsinstrument entwickelt: Immobilien,
Computer-Ausstattungen, Produktionsanlagen und Büroeinrichtungen und
viele andere Wirtschaftsgüter können heute geleast werden.
Leasing lohnt nicht nur bei Neuanschaffungen: Sale-and-lease-back
(SLB): Mit diesem Verfahren können Unternehmen Steuern sparen und
ihre Liquidität deutlich verbessern. Betriebseigene Immobilien oder
Mobilien werden an eine Leasinggesellschaft verkauft und von derselben
per Leasing wieder angemietet. Hier wird besonders deutlich, daß
man Wirtschaftsgüter nicht besitzen muss um Erträge zu erwirtschaften.
Im Gegensatz zur herkömmlichen Miete, wird beim Leasing
in der Regel mehr Eigenverantwortung für Instandhaltung und Reparaturen
der Leasing-Objekte vom Leasingnehmer erwartet. Außer dem Finanzierungs-Leasing
gibt auch das Operating Leasing, das quasi einem regulären
Mietvertrag ähnlicher ist, hier bleiben Rechte und Pflichten, sowie
das Risiko allein beim Leasinggeber.
Vorteile:
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Leasing bringt deutliche Liquiditätsvorteile,
bestehende Kreditspielräume bleiben erhalten
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Leasing ist eine 100%ige "off balance sheet-Finanzierung",
im Gegensatz zum Kreditkauf muss das Objekt nicht in der Bilanz aktiviert
werden
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Leasing-Zahlungen mit fester, gleichbleibender Verzinsung,
bilden eine klare Kalkulationsgrundlage für die gesamte Vertragsdauer
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Steuereinsparungen bei Gewerbekapital- und Vermögenssteuer.
Leasingkosten sind ausnahmslos als Betriebsausgaben absetzbar
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im Vergleich zu anderen Finanzierungsarten sind die Gesamtkosten
geringer
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Kosten und Erträge einer Investition verlaufen parallel
Wie alle anderen Kreditgesellschaften überprüfen
auch Leasinggesellschaften die Bonität ihrer potentiellen Partner,
das bedeutet, wer im großen Rahmen leasen will muss erst mal entsprechende
Sicherheiten aufweisen.
In Deutschland wurden 1999 weit über eine Million
Leasing-Verträge neu abgeschlossen. Mit einem Leasing-Volumen von
insgesamt über 32 Millionen € steht Deutschland an erster Stelle
auf dem europäischen Leasing-Markt. Schätzungen zufolge werden
in den USA ca. 20 % aller Investitionen durch Leasing getätigt, in
Deutschland sind es ca. 15 %, mit steigender Tendenz.
Bei den Leasing-Anbietern kann man zwischen herstellerabhängigen
und herstellerunabhängigen Formen unterscheiden. Erstere ist
vor allem beim und Autos zu empfehlen, da der Leasinggeber
für sein eigenes Produkt eine gewisse Verantwortung hat und die Konditionen
für Lieferung, Wartung und Instandhaltung individuell vereinbart werden
können. Außerdem können die Hersteller den Spielraum zwischen
Verkaufspreis und Herstellungskosten besser ausnutzen und daher oft günstige
Angebote machen.
Bei herstellerunabhängigen Leasing-Anbietern handelt
es sich meistens um die Leasing-Gesellschaften von Bank- und Kreditinstituten.
Entsprechend dieser Unterscheidung, gibt es unterschiedlich ausgelegte
und gewichtete .
Für Existenzgründer, die sich zwischen Kreditkauf
und Leasing entscheiden müssen, gilt: Ziehen Sie einen kompetenten
Berater hinzu, der Ihnen, nach Überprüfung der Rentabilität
und Liquidität, bei der schwierigen Mustervergleichsrechnung
zwischen Kauf und Leasing hilft. Eines der Hauptargumente für Leasing,
nämlich der Steuervorteil fällt bei Existenzgründern weg,
da sie in der Regel in den ersten Jahren sowieso kaum Gewerbekapital- und
Vermögenssteuer zahlen.