1998 wurde für rund 7,7 Milliarden Mark Hard- und Software (Quelle: Markt und Mittelstand 10/99) geleast. Der Anteil der Investitionen für Büromaschinen,
inklusive EDV war mit 10,2 % an allen leasingfinanzierten Investitionen, noch recht gering; auch 1999 wird, laut Schätzung des BDL (Bundesverband deutscher
Leasinggesellschaften), die 11%-Marke nicht überschritten.
Dies ist umso verwunderlicher als Computer und Computerzubehör, wegen der Schnelllebigkeit der Geräte, zumeist am günstigsten über Leasing finanziert werden
kann. Ein sehr kleiner Betrieb, der nur einen Computer zur Erledigung von Korrespondenz und Buchhaltung benötigt, kann jahrelang von einem Schnäppchenkauf
profitieren und muss deshalb das Leasing erst gar nicht in Erwägung ziehen.
Bei größeren Betrieben und Unternehmen aus der IT-Branche, ist die regelmäßige Erneuerung der Hardware unerläßlich, wenn sie auf Dauer konkurrenzfähig
bleiben wollen. Besonders seit das Internet, sei es zwecks Selbstpräsentation oder zur Nutzung als Vertriebsmedium, für die Unternehmen immer wichtiger wird,
muss die Hardware schneller und leistungsfähiger werden, um "am Ball zu bleiben".
Überdenken Sie zunächst gründlich, wozu Computer in Ihrem Betrieb eingesetzt werden und wie oft sie erneuert werden müssen, um auf aktuellem Stand zu
bleiben. Informieren Sie sich bei den in Frage kommenden Anbietern über die Leasing Konditionen, also in welchen Zeiträumen neue Geräte geliefert werden und
ob alte Geräte zurück genommen oder selbst entsorgt werden müssen.
Eine optimale "Entsorgungsart" von veralteten Computern und Zubehör ist übrigens der Verkauf zu günstigen Preisen unter den Angestellten, die sich über solche
Angebote freuen. Außerdem können Sie dann noch mehr Computer-Erfahrung sammeln und lernen so immer souveräner mit Rechnern umzugehen.
Ein Leasingvertrag sollte Ihnen nicht nur, je nach Branche, alle zwei bis vier Jahre neue Geräte garantieren, auch umfassende, professionelle Beratung sollte Sie bei
dieser wichtigen Investitionsentscheidung unterstützen. Überprüfen Sie die Leasingangebote der einzelnen Anbieter recht gründlich, denn solche Verträge haben
in der Regel recht lange Laufzeiten, bzw. werden günstiger, je länger die Laufzeit ist. Bei der Leasingdauer sollte zwischen unterschiedlichen Geräten differenziert
werden, Monitore haben beispielsweise eine größere "Lebenserwartung" als Festplatten und Prozessoren.
Hardware Leasing birgt immense Liquiditätsvorteile gegenüber dem regulären Kauf von Hardware. Die Versorgung mit neuen Geräten, zu vorher vereinbarten
Zeitabständen, ist gewährleiset, ohne daß Ihre Kreditlinie in Mitleidenschaft gezogen wird. Ein weiterer Vorteil ist nicht von der Hand zu weisen: Die
Vereinheitlichung der Computer, Bildschirme, Drucker, etc. ermöglicht größere Flexibilität bei der Zuweisung von Arbeitsplätzen und erleichtert die Ersetzung von
ausgefallenen Geräten oder Komponenten.
Sie können den Leasingvertrag direkt mit dem Hersteller abschließen (herstellerabhängiger L), wobei auch gleich ein Service-Paket definiert und in
den Vertrag miteinbezogen werden sollte, das Ihnen Montage, Instandsetzung, Wartung, Reparatur und "Aktualisierung" der Hardware Equipments zusagt.
Eine solche Regelung kann sich als wahrer Segen aber auch als Alptraum entpuppen. Lernen Sie Ihren zukünftigen Vertragspartner genauer kennen (durch zeitlich
befristete Wartungsverträge, beispielsweise), bevor Sie einen Leasingvertrag mit ihm abschließen. Lassen Sie sich außerdem alle versprochenen Service-Leistungen
schriftlich garantieren.