[mk] Bis Mitte 1996 war die Kw-Anzahl, also die Leistung des Fahrzeugs, eines
der Kriterien zur Einstufung der Verkehrsteilnehmer/ Fahrzeuge
in bestimmte Versicherungstarife.
Dieses Kriterium entsprach jedoch nicht der "Risiko-Realität":
die "Schnellsten" sind nicht unbedingt diejenigen, die den meisten Schaden
verursachen.
Mit der Typklassenstrukturierung kam dann ein realitätsnäheres,
weil differenzierteres Tarifsystem zum Zug.
In Deutschland gibt es mittlerweile
12.000
Autotypen. Jedes zu versichernde Fahrzeug wird einer von 16
Typklassen zugeteilt. Die Faustformel lautet: weniger
und billigere Schäden = günstigere Typklasse.
Jährlich wird die Einteilung in Typklassen,
entsprechend den Unfallstatistiken, neu vorgenommen. In diesem Jahr
gelten die geänderten Typklassen in der Regel ab 1. Oktober 2001.
Mithilfe der Kombination von Herstellerschlüssel
und Typenschlüssel, kann jeder Fahrzeugtyp ermittelt
werden.
Normalerweise machen sich Veränderungen
der Typklassen und die daraus resultierenden Auswirkungen auf die Versicherungsprämie
kaum bemerkbar.
Doch die Halter einiger Modelle müssen
sich auf stärkere Veränderungen gefasst machen, weil sich das
Schadengeschehen
dramatisch geändert hat oder weil das Fahrzeug einer neuen Konstruktionsgruppe
zugeordnet wurde.
In diesem Jahr können sich beispielsweise
vor allem Audi TT-Fahrer freuen, denn der Audi TT wird in der Vollkasko-Versicherung
um neun Klassen besser eingestuft.
Weniger erfreut werden VW Passat 1.9
TDI-Fahrer (3B) 66 kW sein. Bei der Teilkaskoversicherung wird der
VW Passat 1.9 TDI neun Klassen schlechter eingestuft.
Eine Verbesserung um sieben Klassen im
Teilkasko-Bereich konnte der Mercedes A 160 verzeichnen.
Einige Audi A6-Fahrer (2.8, 142 KW) werden
negativ überrascht sein, sie werden in der Vollkasko-Versicherung
um 5 Stufen schlechter eingestuft. Ebenso geht es den Avant quattro-Fahrern
(121 kW) in der Haftpflicht. (Quelle: )
Hier können Sie die Typklasse Ihres Fahrzeugs ermitteln:
(www.typklassen.de)