Bei den Fahrzeugarten wird unterschieden
zwischen LKWs, PKWs und Zweirädern. Desweiteren ist die Nutzungsart
von Bedeutung: wird das Fahrzeug privat oder beruflich genutzt, ist der
Fahrer auch der Halter oder ist das Fahrzeug vermietet.
Schadenfreiheitsklassen
(SF)
Die Höhe der individuellen Beiträge
von Kfz-Versicherungsnehmern ist in erster Linie von der Dauer der unfallfreien
Zeit abhängig.
Für ein Jahr unfallfreies Fahren
wird man in eine höhere Schadenfreiheitsklasse (SF) eingestuft, der
Prozentsatz sinkt.
Wer als Fahranfänger das Kfz über seine Eltern versichert,
beginnt mit in der Regel 120%. Gibt es auch im Folgejahr nach Vertragsabschluß
keinen Schaden, wird der Beitrag auf 100% herabgesetzt.
Die Einstufung der Schadenfreiheitsklassen findet normalerweise in folgenden
Schritten statt: 120% --> 100% --> 85% --> 75% --> 65% --> 60%. Dann geht
es in 5%-Schritten herunter bis zu 30%. Das ist die günstigste
Schadenfreiheitsklasse.
Jeweils zu Jahresbeginn erfolgt eine Auf-
oder Abstufung in die nächste Schadenfreiheitsklasse.
Wer unfallfrei gefahren ist, wird dafür mit einer Aufstufung belohnt
und muss einen geringeren Versicherungsbeitrag zahlen. Wer Schuld an einem
Unfall hatte, wird abgestuft und muss eine höhere Prämie zahlen.
Wenn das Fahrzeug im Laufe des Jahres zugelassen wird, gilt eine Frist
von sechs Monaten, um auch von einer Höherstufung profitieren zu können.
Das bedeutet: Wer sein Fahrzeug nach dem 1. Juli anmeldet, bleibt auch
im folgenden Jahr in derselben Schadenfreiheitsklasse.
Am "günstigsten" ist es, sein Auto Ende Juni anzumelden.
Bei kleineren Schäden sollte
man in Erwägung ziehen, die Kosten selbst zu übernehmen. Hier
muss individuell errechnet werden ob eine Rückstufung in der Schadenfreiheitsklasse
oder die Übernahme der Schadenkosten günstiger ist. Dies kann
beispielsweise auch mit dem (127KB) ermittelt werden.
Manche Versicherungen bieten "Rabattretter" an. Wer z.B. nach
25 schadenfrei gefahrenen Jahren wegen einem Schadenfall in eine ungünstigere
Schadenfreiheitsklasse
zurückgestuft wird, bekommt dennoch keine Beitragserhöhung.
Fahranfänger
Besonders für Fahranfänger
lohnt sich ein Vergleich der verschiedenen Anbieter von Kfz-Versicherungen,
denn so können über 3.500 Mark pro Jahr gespart werden.
Fahranfänger, die direkt nach der
Führerscheinprüfung
ein Fahrzeug versichern möchten, müssen tief in die Tasche greifen.
Je nach Versicherungsgesellschaft steigen sie bei Prozentsätzen
zwischen 175% und 240% ein.
Es gibt jedoch Möglichkeiten nicht
ganz so teuer einzusteugen:
Wer nach mehr als siebenjähriger Pause wieder ein Fahrzeug
auf sich anmeldet, kann nicht damit rechnen seine letzte Schadenfreiheitsklasse
beizubehalten.
Der Versicherer kann den Fahrer, der soviele Jahre pausiert hat, wieder
wie einen Fahranfänger einstufen, also in SF Klasse ½,
Haftpflicht: 120%.