Die
Netiquette gibt die Sitten und Gebräuche, die sich mit der Zeit für
den zwischenmenschlichen Umgang im Internet eingebürgert haben, wieder.
Die im folgenden abgedruckte Netiquette ist nur ein Beispiel (Hier Netiquette
der Newsgroups de.*), jedoch werden in Deutschland für Newsgroups
und Mailinglisten in der Regel nur leicht abgeänderte Netiquetten
verwendet.
Vergessen
Sie niemals, daß auf der anderen Seite ein Mensch sitzt?
Wenn
sie ihre Artikel verfassen, denken viele Leute leider nicht daran, dass
die Nachrichten nicht von Computern gelesen werden, sondern von anderen
Menschen.
Ihre
Nachricht kann nicht nur von Leuten im deutschsprachigen Raum gelesen werden,
sondern auf der ganzen Welt. Lassen Sie sich also besser nicht zu verbalen
Ausbrüchen hinreissen.
Bedenken
Sie: Je ausfallender und unhöflicher Sie sich gebärden, desto
weniger Leute sind bereit, Ihnen zu helfen, wenn Sie selbst einmal etwas
brauchen.
Eine
einfache Faustregel: Schreiben Sie nie etwas, was Sie dem Adressaten nicht
auch vor anderen Leuten ins Gesicht sagen würden.
Erst
lesen, dann denken, noch einmal lesen, noch einmal denken. Und dann
erst posten!
Die
Gefahr von Missverständnissen ist bei einem schriftlichen Medium besonders
hoch. Vergewissern Sie sich mehrmals, dass der Autor des Artikels, auf
den Sie antworten wollen, auch das gemeint hat, was Sie denken. Insbesondere
sollten Sie darauf achten, ob nicht vielleicht Ironie, Sarkasmus oder eine
ähnliche Variante des Humors benutzt wurde, ohne ihn mit dem Smiley-Symbol
":-)" zu kennzeichnen.
Teilen
Sie etwas Neues mit!
Ihr
Artikel wird an ein Millionenpublikum weltweit verteilt. Teilen Sie daher
etwas Neues mit, wenn Sie einen Artikel schreiben!
Machen
Sie Ihren Standpunkt klar, und drücken Sie sich verständlich
aus. Durch schlüssige Argumentation können Sie von vornherein
viele Missverständnisse vermeiden.
Denken
Sie aber daran, dass niemand gerne Artikel liest, die mehrere hundert Zeilen
lang sind. Ihr Artikel sollte kurz und prägnant sein, jedoch ohne
dass dabei das Verständnis auf der Strecke bleibt.
Wer
eine Signatur unter seinem Artikel verwenden möchte, sollte dort etwas
mitteilen, das noch nicht aus seinem Artikel oder dessen Header hervorgeht.
Die Signatur sollte maximal 4 Zeilen lang sein. Der sogenannte Footer ist
im Usenet unüblich und unerwünscht. Man bezeichnet damit im Allgemeinen
einen von der Software selbst erstellten Text, der automatisch dem Artikel-Inhalt
(Message-Body) hinzugefügt wird. Im Gegensatz zur Signatur entzieht
sich der Footer im Wesentlichen dem Einfluss des Benutzers (z.B. Hinweise,
durch welche Programme der Artikel verarbeitet wurde).
Ebenfalls
unerwünscht sind sogenannte "human gateways". Man sollte nicht seine
Aufgabe darin sehen, Artikel aus verschiedenen für jedermann zugänglichen
anderen Newsgruppen, Netzen oder Informationsdiensten (z.B. Z-Netz, T-Online,
Videotext, AOL, CompuServe usw.) ins Netz weiterzuleiten.
Ihre
Artikel sprechen für Sie - seien Sie stolz darauf!
Die
meisten Leute im Netz kennen und beurteilen Sie nur aufgrund dessen, was
Sie in News und Mail schreiben. Versuchen Sie daher, Ihre Artikel leicht
verständlich und möglichst fehlerfrei zu verfassen.
Ein
Wörterbuch neben dem Rechner mag als Übertreibung erscheinen,
andererseits wird ein möglichst fehlerfreier und gut formulierter
Artikel ernster genommen als ein vor Fehlern beinahe unleserlicher oder
durch schlechte Wortwahl unverständlicher Artikel.
Bedenken
Sie, dass Ihr Anliegen schlecht vertreten wird durch einen Artikel, der
nicht elementaren Anforderungen an Stil, Form und Niveau genügt.
Vielleicht
lesen Ihre zukünftigen Kollegen oder Ihr zukünftiger Chef mit.
Vorurteile bilden sich leicht....
Nehmen
Sie sich Zeit, wenn Sie einen Artikel schreiben!
Einige
Leute denken, es reiche aus, einen Artikel in wenigen Minuten in den Rechner
zu "hacken". Besonders im Hinblick auf die vorangegangenen Punkte ist das
aber kaum möglich. Sie sollten sich Zeit nehmen, um einen Artikel
zu verfassen.
Vergewissern
Sie sich vor dem Schreiben, ob nicht bereits andere eine gleichwertige
Antwort verfasst haben. Dadurch kennen Sie einen Teil der nachfolgenden
Diskussion und können vorgebrachte Argumente bei Ihrem Beitrag schon
berücksichtigen.
Jeder
Artikel sollte vor dem endgültigen Abschicken mindestens einmal vollständig
durchgelesen und überarbeitet werden.
Manchmal
empfiehlt es sich auch, den Artikel noch einmal zu überschlafen. Oft
stellt sich am nächsten Tag heraus, dass man zu impulsiv reagiert
oder eine Beleidigung verfasst hat.
Vernachlässigen
Sie nicht die Aufmachung Ihres Artikels!
Durch
Groß- und Kleinschreibung wird der Text leserlicher. Absätze
dienen der Gliederung und lockern den Text auf. Darüber hinaus sollten
Punkte und Kommas selbstverständlich sein.
Eigener
und zitierter Text sollten grundsätzlich durch eine Leerzeile getrennt
werden. Auf Blocksatz verzichten Sie besser, da unterschiedlich breite
Leerschritte das Lesen erschweren.
Sie
sollten die Breite der eigenen Zeilen unter etwa 70 Zeichen halten, damit
auch nach mehrmaligem Zitieren von Text (Quoten) die Standardzeilenbreite
von 80 Zeichen nicht überschritten wird. Zudem wissen professionelle
Schreiberlinge längst, dass Zeilen mit mehr als etwa 70 Zeichen vom
Menschen nur noch mit Anstrengung zu lesen sind (zählen Sie doch einmal
die Zeichen pro Zeile in Ihrer Tageszeitung).
Weitere
grundlegende Hinweise zur Textgestaltung finden Sie beispielsweise im Duden
(Regeln für das Maschinenschreiben) oder in der entsprechenden DIN
5008 (Schreib- und Gestaltungsregeln für die Textverarbeitung).
Achten
Sie auf die "Subject:"-Zeile!
Wenn
Sie einen Artikel verfassen, achten Sie bitte besonders auf den Inhalt
der "Subject:"-Zeile (umgangssprachlich auch "Betreff" oder "Thema" genannt).
Hier sollte in kurzen Worten (möglichst unter 40 Zeichen) der Inhalt
des Artikels beschrieben werden, so dass ein Leser entscheiden kann, ob
er von Interesse für ihn ist oder nicht.
In
länger dauernden Diskussionen kann es passieren, dass das Thema, über
das debattiert wird, vom ursprünglichen "Subject" abweicht. Bitte
ändern Sie die "Subject:"-Zeile entsprechend ab. Eine gute Angewohnheit
ist es, wenn Sie das alte Thema zusätzlich auch noch angeben; bei
Antworten auf solche Artikel (Followups) sollte das alte Thema aber entfernt
werden.
Ein
Beispiel: Bei einem Followup schlägt Ihr Newsreader standardmäßig
das alte (bisherige) Thema vor: Subject: Re: "Kohlrabi im Vorgarten". Die
Diskussion ist aber längst auf das Thema "Erbsen im Treibhaus" abgeschweift.
Benutzen Sie das spezielle Schlüsselwort "was:" und ändern sie
wie folgt:
Subject:
"Erbsen im Treibhaus (was: Kohlrabi im Vorgarten)". Followups auf Ihren
neuen Artikel sollten nur noch das Thema Subject: Re: "Erbsen im Treibhaus
erhalten".
Denken
Sie an die Leserschaft!
Überlegen
Sie sich vor dem Posten eines Artikels oder Followups, welche Leute Sie
mit Ihrer Nachricht erreichen wollen. Ein Artikel mit dem Titel "Fernseher
Bj. 1972 an Selbstabholer" ist in einer regionalen Newsgruppe sicher wesentlich
besser aufgehoben als in einer weltweit lesbaren "de.*"-Gruppe.
Wählen
Sie die Gruppe (oder Gruppen), in die Sie schreiben, sorgfältig aus.
Sie sollten diese Gruppen auch selbst lesen. Posten Sie, wenn irgend möglich,
nur in eine Gruppe.
Ein
"Crossposting" eines Artikels in mehrere, womöglich inhaltlich verwandte
Gruppen ist nicht empfehlenswert. Wenn Sie dennoch ein Crossposting (durch
Angabe mehrerer Gruppennamen in der "Newsgroups:"-Zeile) erzeugen, lenken
Sie bitte darauffolgende Artikel mit Hilfe der "Followup-To:"-Zeile
in
eine Gruppe.
Benutzen
Sie eine Newsgruppe mit der Endung ".misc", wenn keine dem Thema angemessenere
spezielle Gruppe existiert.
Crosspostings
über mehrere News-Hierarchien sind grundsätzlich zu vermeiden.
Vorsicht
mit Humor, Ironie und Sarkasmus!
Achten
Sie darauf, dass Sie Ihre ironisch gemeinten Bemerkungen so kennzeichnen,
dass keine Missverständnisse provoziert werden. Bedenken Sie: In einem
schriftlichen Medium kommt nichts von Ihrer Mimik und Gestik herüber,
die Sie bei persönlichen Gesprächen benutzen würden.
Im
Netz gibt es für diesen Zweck eine Reihe von Symbolen, die man Smileys
nennt; die gebräuchlichsten sind ":-)" und ":-(". Wenn Ihnen nicht
sofort auffällt, was diese Smiley-Symbole bedeuten sollen, legen Sie
den Kopf doch einfach auf die linke Schulter und schauen Sie noch einmal
... :-)
Für
den Leser gilt: Erscheint Ihnen ein Text missverständlich oder unlogisch,
ziehen Sie in Betracht, dass er ironisch oder sarkastisch gemeint sein
könnte. Bitten Sie im Zweifelsfall den Autor per E-Mail um eine Erklärung,
statt sofort ein Followup zu posten.
Kürzen
Sie zitierten Text auf das notwendige Minimum!
Es
ist eine gute Angewohnheit, kurze Ausschnitte des Textes, auf den man sich
bezieht, wörtlich zu zitieren und dem eigenen Text voranzustellen.
Machen
Sie es sich zur Angewohnheit, nur gerade so viel Original-Text stehen zu
lassen, dass dem Leser der Zusammenhang nicht verloren geht. Zitierter
Text (Quote) stellt nur eine grobe Gedankenstütze dar, viel wichtiger
ist das, was Sie an neuen, interessanten, eigenen Gedanken hinzuzufügen
haben.
Zitieren
Sie bereits zitierten Text nach Möglichkeit nicht erneut. Statt Text
wortwörtlich zu zitieren, kann er auch durch eine kurze in eckige
Klammern [] gesetzte Umschreibung ersetzt werden.
Ein
Beispiel:
>>
Wenn Sie einen Followup-Artikel schreiben, wird Ihnen der gesamte Text,
auf den Sie sich beziehen, von Ihrem Newsreader-Programm
>>
zum Bearbeiten angeboten. [weitere Ausführungen über Newsreader-Programme
gelöscht]
>
>
Der Originaltext wird dabei im Allgemeinen durch das Zeichen '>' eingerückt
(ähnlich wie dieser Absatz), um klar ersichtlich zu
>
machen, dass es sich dabei um zitierten Text handelt. Lassen Sie zur Übersichtlichkeit
zwischen zitiertem und eigenem Text jeweils
>
eine Leerzeile Freiraum.
Zitieren
Sie nur Text, auf den Sie auch Bezug nehmen.
Lassen
Sie den Originaltext aber auch nicht ganz weg! Der Leser Ihres Artikels
hat den Artikel, auf den Sie sich beziehen, mit hoher Wahrscheinlichkeit
nicht mehr exakt in Erinnerung und hat ohne eine Gedankenstütze große
Mühe, den Sinn Ihrer Ausführungen zu erkennen.
Das
Zitieren von Unterschrift oder Signatur ist eine leider weit verbreitete
Unsitte und unerwünscht.
Beim
Zitieren sind den einzelnen Zeilen vorangestellte Initialen nicht erforderlich,
weil Newsreader-Software an Hand der internen Artikel-Verkettung (wozu
das Schlüsselwort "References" im Header von Artikeln dient) dies
individuell auf Wunsch darstellen kann. Aus dem gleichen Grund ist bei
der einleitenden namentlichen Anrede die Wiederholung von Subject, Message-ID,
Newsgroup-Namen, Datum und den meisten anderen Header-Zeilen überflüssig.
Benutzen
Sie E-Mail!
Wenn
Sie dem Autor eines Artikels etwas mitteilen wollen, überlegen Sie
bitte, ob dies eine Bereicherung der laufenden Diskussion ist und auch
andere interessieren könnte - oder ob nicht eine einfache E-Mail besser
geeignet wäre.
Ein
Beispiel: Hitzige Diskussionen arten manchmal in wüste Beschimpfungsorgien
(sogenannte "Flame Wars") aus. Spätestens dann ist der Zeitpunkt gekommen,
ab dem außer den Streithähnen niemand mehr an der Diskussion
interessiert ist.
Auch
Hinweise auf Rechtschreibfehler, technische Probleme, offensichtliche Irrtümer
oder Netiquetteverstöße tätigt man besser per E-Mail.
Es
ist normalerweise unhöflich, Antworten per E-Mail auch noch einmal
zusätzlich öffentlich zu posten. Man sollte sich entscheiden:
entweder E-Mail oder News, aber nicht beides. Tun Sie es dennoch, sollten
Sie unbedingt zu Beginn der Nachricht darauf hinweisen, etwa "[posted and
mailed]". Doch vergessen Sie nicht: Es ist besser, Sie entscheiden sich
für ein Kommunikationsmedium - E-Mail oder News!
Generell
gilt: Wenn Sie etwas mitteilen wollen, das auch Millionen andere Leute
interessieren dürfte, benutzen Sie News. Andernfalls ist E-Mail passender.
Geben
Sie eine Sammlung Ihrer Erkenntnisse an das Netz weiter!
Wenn
Sie eine Frage an die Netzgemeinde gestellt und darauf Antworten per E-Mail
empfangen haben, welche eventuell auch andere Leute interessieren könnten,
fassen Sie die Ergebnisse (sinnvoll gekürzt) zusammen, und lassen
Sie damit auch andere von den Antworten auf Ihre Frage profitieren.
Haben
Sie mit dem Schlüsselwort "Followup-To: poster" im Header Ihres Artikels
veranlasst, dass Antworten auf Ihren Artikel nicht veröffentlicht,
sondern automatisch nur an Sie per E-Mail geschickt werden, sollten Sie
nach angemessener Zeit eine Zusammenfassung Ihrer Erkenntnisse veröffentlichen
(und diese Absicht auch in Ihrem Artikel ankündigen).
Weisen
Sie von vornherein darauf hin, wenn Sie ohnehin eine Zusammenfassung posten
wollen. Damit vermeiden Sie überflüssige Antworten der Art "Bitte
poste doch eine Zusammenfassung.", "Bitte sende mir eine Zusammenfassung
per E-Mail.", "Send me a copy.", "Me too.", "Add me." usw.
Entsprechend
gilt für die Leser: Wenn Sie gern möchten, dass jemand eine Zusammenfassung
veröffentlicht, bitten Sie ihn per E-Mail darum, auf gar keinen Fall
öffentlich (Followup).
Bedenken
Sie: Es gilt als unhöflich, in einer Newsgruppe, die man nicht liest,
nur Fragen zu stellen und Antworten per E-Mail einzufordern. Niemand liest
gern Newsgruppen, in denen nur Fragen gestellt werden, aber keine Antworten
stehen.
Achten
Sie auf die gesetzlichen Regelungen
Achten
Sie darauf, dass Sie mit Ihrem Artikel keine Gesetze brechen.
Seien
Sie vorsichtig beim Zitieren aus urheberrechtlich geschützten Werken.
Begehen Sie keine Straftaten. Rufen Sie nicht zu Straftaten auf.
Wenn
Sie unsicher sind, ob Sie die Rechte eines anderen vielleicht verletzen
könnten, fragen Sie ihn vorher per E-Mail, was er von Ihren Absichten
hält.
Das
Veröffentlichen von E-Mail ist - abgesehen von seinen möglichen
rechtlichen Konsequenzen - unhöflich und sollte nicht ohne die explizite
Einwilligung des Autors geschehen.
Da
Ihre Artikel von einem Millionen-Publikum gelesen werden, seien Sie zurückhaltend
mit dem, was Sie über andere sagen. "Usenet is not a right", aber
natürlich ist Usenet deshalb kein rechtsfreier Raum.
Benutzen
Sie Ihren wirklichen Namen, kein Pseudonym
In
der Mailboxszene und bei einigen Internet-Anbietern verbergen die Nutzer
ihre wahre Identität hinter einem Pseudonym und schreiben manchmal
Dinge, die sie sich sonst nicht erlaubt hätten. Aufgrund der negativen
Erfahrungen, die viele Leute im Netz mit den Trägern solcher Pseudonyme
gemacht haben, sollten Sie Ihre Artikel mit Ihrem wirklichen Namen ("real
name") versehen.
In
einigen Newsgruppen, in denen es um sehr sensible Themen geht (zum Beispiel
sexuelle Gewohnheiten etc.), werden Pseudonyme bzw. Artikel, die über
sogenannte Anonymous-Remailer (auch "Anon-Server" genannt) gepostet wurden,
in Ausnahmefällen geduldet.
Pseudonyme
bzw. Anonymous-Remailer bieten übrigens keinen Schutz, wenn man dem
Netz oder seinen Teilnehmern schaden oder wenn man
Straftaten
begehen will. Wie bei den meisten elektronischen Medien ist im Ernstfall
eine nachträgliche Rückverfolgung möglich.
Vorsicht
mit Kommerziellem!
Ein
gewisses Maß an kommerzieller Information wird im Netz durchaus geduldet.
Beispielsweise Adressen von Firmen, die ein bestimmtes Produkt anbieten,
nach dem jemand gefragt hat. Als unverschämt gilt dagegen die Verbreitung
von reinen Werbeinformationen. Insbesondere dann, wenn ein gewisses Volumen
überschritten oder unaufgefordert gepostet wird.
Bedenken
Sie: Dies ist ein nicht-kommerzielles Netz, und niemand will die Übertragungskosten
für unverlangte Werbung bezahlen.
Vorsicht
mit Binaries und Multipart-Artikeln!
Binär-Dateien
(Grafik, Musik, ausführbare Programme usw.) sind in den Diskussionsgruppen
dieses Netzes unerwünscht. Für Binär-Dateien gibt es spezielle
Newsgruppen. Im Allgemeinen ist es jedoch besser, auf Binär-Dateien
in den News zu verzichten und statt dessen nur auf entsprechende Download-Möglichkeiten
via FTP oder WWW hinzuweisen.
Gleiches
gilt für sogenannte "Multipart"-Artikel. Manche Newsreader- Software
kodiert den Artikel-Inhalt in verschiedenen, alternativen Darstellungsformaten
(normaler Text, cfm, LaTeX, Word, usw.), obwohl die meisten Netzteilnehmer
nur reinen Text darstellen können.
Seien
Sie rücksichtsvoll und bieten Sie alternative Darstellungs- formate
besser via FTP oder WWW an. In der "de.*"-Hierarchie ist es üblich,
nur normalen Text zu benutzen.
"Du"
oder "Sie"?
Aus
der Deutschsprachigkeit der "de.*"-Hierarchie erwächst die Frage,
ob man andere Netzteilnehmer in News und Mail "duzen" oder "siezen" sollte.
Es gilt normalerweise: Wer selbst siezt, will gesiezt werden. Wer duzt,
will selbst geduzt werden.
Die
meisten Teilnehmer der "de.*"-Hierarchie duzen sich jedoch, unabhängig
von ihrer gesellschaftlichen Stellung. Und viele, die siezen, tun dies
nur anfangs, weil sie noch nicht wussten, dass die meisten ein "Du" bevorzugen.
Wird man gesiezt, sollte man aber dennoch nicht gleich mit dem "Du" beginnen,
sondern vorher fragen, ob dies für den anderen in Ordnung ist.
Wahrscheinlich
ist diese Netiquette einer der wenigen Artikel im Netz, in dem Sie mit
voller Absicht gesiezt werden.
Mit freundlicher Genehmigung der