Geschäftsberichte sind Publikationen
großer Unternehmen und Konzerne, in denen die wirtschaftliche
Situation, Entwicklungen und Prognosen dokumentiert werden.
In großen Firmen sind eigene Investor Relations Teams das
ganze Jahr mit der Finanzkommunikation beschäftigt.
Der Geschäftsbericht dient hauptsächlich
als Informationsquelle für Aktionäre und Anleger. Kapital-
und große Personengesellschaften sind gesetzlich dazu verpflichtet,
zusätzlich zum Jahresabschluß, einen Geschäftsbericht zu
veröffentlichen. Geschäftsberichte sollten nicht nur Anhäufungen
von Zahlen sein, sondern das Geschäftskonzept, Marktanalysen, sowie
Planung, Entwicklung und Prognosen sollten übersichtlich strukturiert
und gut verständlich präsentiert werden. Aus diesem Grund trifft
das Wort "Geschäftsbericht" auch eher das "Wesen" dieses Dokuments
als "Finanzbericht", wie viele Unternehmen es nennen.
Das "Zahlenmeer" sollte nicht nur in Tabellen,
sondern auch in Diagrammen dargestellt werden, so kann sich der
Leser schneller einen Überblick verschaffen, ein Kriterium, das mehr
und mehr an Bedeutung gewinnt. Wer hat schon noch die Zeit langatmige Berichte
zu lesen, in deren Struktur er sich womöglich erst noch lange einfinden
muss?
Feste Bestandteile des Geschäftsberichts
sind Berichte von Aufsichtsrat und Vorstand, Lageberichte zur allgemeinen
Geschäftsentwicklung, sowie zur Entwicklung in den einzelnen
Bereichen und zu Mitarbeitern, Forschung und Umwelt, sowie der Jahresabschluß.
Die beste Methode einen Geschäftsbericht zu schreiben ist sich andere
Geschäftsberichte zu anzuschauen.
Die Gewinner des manager magazin-Wettbewerbs
"Der beste Geschäftsbericht", unterteilt nach Kategorien wie
Informationsgehalt und Übersichtlichkeit, Sprache, äußere
Form, etc., und Auszüge deren Geschäftsberichte finden
Sie unter
Zahlreiche weitere Recherchemöglichkeiten
haben wir in unserem Newsletter vom 04.02.2000 für Sie zusammengetragen:
Der Geschäftsbericht ist auch ein wichtiges
Instrument der internen Kommunikation: die Mitarbeiter der einzelnen
Bereiche können sich ein Bild von der Gesamtlage und der Entwicklung
machen, sehen ihre Arbeit in einem ganzheitlicheren Zusammenhang und können
Leistungen untereinander vergleichen und somit besser effizientere Arbeitsmethoden
erarbeiten.
Auch aus volkswirtschaftlicher Sicht
sind Geschäftsberichte von Bedeutung. Mit ihrer Hilfe können
kurz- und langfristige wirtschaftliche Entwicklungen besser eingeschätzt
werden. Dadurch können Behörden, vor allem auf regionaler Ebene,
problembezogener und somit effektiver agieren, bzw. reagieren.
Kleine und mittelständische Unternehmen
können sich normalerweise kein eigenes Investor Relation Team leisten,
doch auf solide Buchhaltung sollte man als Unternehmer sowieso Wert legen
und die dort zusammengetragenen Daten bilden den Grundstock des Geschäftsberichts.
Auch für kleinere Unternehmen ist der Geschäftsbericht ein mächtiges
Kontrollinstrument zur Analyse der eigenen Betriebsleistung.
Unternehmen, die expandieren wollen, kommen
bei der Suche nach Investoren kaum drum herum einen Geschäftsbericht
vorzulegen. Falls Sie Ihr Unternehmen irgendwann an Ihre Kinder weitergeben
möchten, werden auch die davon profitieren. In diesem Fall empfiehlt
es scih zusätzlich Arbeitsbeschreibungen in einzelnen Schritten aufzuzeichnen,
und mit welchen Arbeitsmethoden Sie die besten Erfahrungen gemacht haben.