Deutschland hält zur Zeit die Führungsposition
auf dem Weltmarkt der 3D Avatare und Agenten. Um Marktführer
zu bleiben - wie immer sind die USA dicht auf den Fersen -
haben sich die deutschen 3D-Firmen (bzw. deutsche Ableger internationaler
Unternehmen) in einer Initiative zusammengefunden:
Das von v*sta new media gegründete (Avatar- und Agenten-Applikationen) hat derzeit 15 Mitglieder,
Unternehmen, die sich gegenwärtig in Deutschland mit 3D Avataren und
Agenten beschäftigen.
Ein weiterer Beweggrund das Forum zu gründen, war die Absicht in
der Öffentlichkeit "das Bewusstsein für die Existenz dieser Applikationen,
für die Potentiale des Marktes und für die augenblickliche Anbieterstruktur"
zu schärfen.
Anbieter von virtuellen 3D-Charakteren
v*stas 3D-Charaktere sind javabasiert, sie können
ohne Plugin oder Extra Player "empfangen" werden alles was
der User benötigt ist ein javafähiger Browser. (Aber warum
deaktiviert v*sta meine rechte Maustaste?)
v*sta bietet virtuelle Charaktere, mit deren Hilfe die "emotionale
Bindung zum User" hergestellt und/oder verbessert werden soll. Die
Characters sind in vier "Klassen" unterteilt:
Klasse 1 sind "menschliche" Characters: vom Cowboy, über
den Koch und Polizisten, bis zum Hotelpagen. In Klasse 2 gibt es noch den
Schaffner und den Postboten, alle anderen Mitglieder dieser Gruppe sind
abstrakt, personfizierte Gebrauchsgegenstände wie Compi, Handy, TV,
etc. KLasse 3 wartet, neben Hund und Gans mit "Phantasiefiguren" wie "Moppel"
auf. In Klasse 4 erwarten uns ausschließlich Supermodels, ganz in
Lara-Croft-Manier, von denen der größte Teil schon verkauft
ist.
Auf ,
zum Beispiel kann man sich von der ein wenig verkrampft-lasziv liegenden
Cir@ den Weg durch die Seite weisen lassen. Cir@ wurde geschaffen "um die
Kommunikation zwischen den Menschen zu erleichtern".
Die Skifahrerin Alexandra Meissnitzer hat sich die "Privat Elexandra"
auf ihre Seite geholt, die dort pausenlos tapfer winkt und lächelt
und "derzeit Antworten zu ca. 1000 Schlagworten besitzt." (
).
Auch für die Fernsehwerbung war v*sta schon aktiv und erschaffte
Procter&Gambles Mr Clean (Meister Propper) als 3D Animation.
Wie v*sta und die Mehrheit der "3D-Unternehmen" hat auch Charamel seinen
Firmensitz in Köln.
In der Charamelwerkstatt wurden die Moorhühner kreiert,
die Weltruhm erlangten. Neue Charaktere mit guten Aussichten ebenso berühmt
zu werden sind der Fisch Bubbles und seine kleine Schwester Babbelina,
doch wer ihn sehen möchte, muss sich die entsprechende Software
von Charamel downloaden.
Die virtuellen Charaktere aus den Hause Charamel stehen auch für
Messen,
Fernsehen
und Events bereit. So unterstützte "Babbelina" das Entertainment
bei Eröffnung einer neuen Filiale der Kaufhof AG in Frankfurts Innenstadt:
"Babbelina hatte viel Spass am Plauschen mit den VIP-Gästen..."
Bei noDNA gibt es virtuelle "Verkaufspersönlichkeiten" für
Websites, mit deren Hilfe Internetauftritte personifiziert werden sollen.
Entsprechende Wissensdatenbanken werden bei Bedarf mitgeliefert.
Die virtuellen Agenten von noDNA funktionieren ohne Download von
Plugins.
,
der "gestreifte Nachrichtensprecher" ist ein noDNA-Produkt.
Genauso wie der putzige ,
der "Diplom-Humanologe und Experte für menschliche Unzulänglichkeiten",
der aussieht wie eine Kreuzung zwischen Staubsauger und Fernseher.
Das Tochterunternehmen der Hamburger
bietet ebenfalls "virtuelle Mitarbeiter" an, mit denen es "Interaktion,
Emotion und Leben" auf die Sites seiner Kunden bringen möchte.
"Der sprachgesteuerte Chatterbot, in Neudeutsch "Quasselroboter",
erhöht die Kundenbindung und ist ein hervorragendes Marketinginstrument.
Nehmen Sie Ihre Kunden virtuell an die Hand, lassen Sie die VirAge-Technologie
doch einfach mit ihm sprechen."
Der berühmteste virtuelle Charakter von VirAge ist Marvin
(der Rothaarige mit der dicken Brille und dem Pferdegebiß). Marvin
soll demnächst Webguide auf der Beate-Uhse-Seite werden.