Wie verhindern wir in Zukunft derartige Pannen: die Ursache des falschen Versandes wurde gefunden und konnte korrigiert werden; zusätzlich findet nun eine generelle Überwachung in der ersten Stunden nach Versand des Newsletters statt.
Falls jemand unser Entschuldigungsschreiben vom 20.08.199 aus irgendwelchen Gründen NICHT erhalten hat: als Entschädigung hatten wir Ihnen ein kleines Präsent angeboten. Zum Versand benötigen wir allerdings Ihre Adresse -- selbstverständlich löschen wir die Adressen sofort nach Versand des Präsentes!!
Zum
Präsent: Taschenguide "Die Börse", Autor: Andreas Seebandt, Haufe
Verlagsgruppe -- sobald wir die Bücher erhalten haben, beginnt der
Versand. Danach werden wir selbstverständlich alle erhaltenen Adressen
löschen!!
| Thema: | Ärger mit dem Kostenvoranschlag - Was muß man zahlen, was nicht? |
| Sendung: | Ratgeber Recht |
| Sender: | ARD |
| Tag, Datum, Uhrzeit: | Sonntag: 05.09.1999, 17.15 Uhr - 17.45 Uhr (85-582) |
| Thema: | Irren ist menschlich, vierteilig |
| Sendung: | 360° - Die GEO - Reportage |
| Sender: | Arte |
| Tag, Datum, Uhrzeit: | 1.) Montag: 06.09.1999,
20.15 Uhr - 20.45 Uhr (998-419)
2.) Dienstag: 07.09.1999, 20.15 Uhr - 20.45 Uhr (475-194) 3.) Mittwoch: 08.09.1999, 20.15 Uhr - 20.45 Uhr (737-773) 4.) Donnerstag: 09.09.1999, 20.15 Uhr - 20.45 Uhr (666-606) |
| Thema: | Wenn Medizin zu teuer wird.... |
| Sendung: | Dokumentation |
| Sender: | N 3 |
| Tag, Datum, Uhrzeit: | Dienstag: 07.09.1999, 22.15 Uhr - 23.00 Uhr (7-797-264) |
| Thema: | Die neue Macht des Bürgers - Ein Vermittler kämpft für alle Bürger-Interessen gegen die Durchsetzung öffentlicher Projekte |
| Sendung: | Dokumentation |
| Sender: | ZDF |
| Tag, Datum, Uhrzeit: | Donnerstag: 09.09.1999, 23.30 Uhr - 00.00 Uhr (3-538) |
den
derzeitgen Entwurf der Gesundheitsreform finden Sie unter: http://www.bmgesundheit.de/vorhaben/reform/sgb/sgb-g.htm
(367KB)
die
Begründung zur Reform finden Sie unter: http://www.bmgesundheit.de/vorhaben/reform/sgb/sgb-b.htm
(521 KB)
September
1999 - 1. Durchgang im Bundesrat:
der
Bundesrat tagt vom 06.09.1999 bis zum 10.09.1999 (nicht öffentlich),
um seine Stellungnahme zur Gesundheitsreform vorzubereiten. Diese wird
am 24.09.1999 verlesen. Die darauf folgenden Beratungen sollen Ende Oktober
abgeschlossen sein.
September
1999 - 1. Lesung im Bundestag:
öffentliche
Ausschußsitzungen des Bundestages, (Sitzungssaal der SPD-Bundestagsfraktion):
08.08.1999,
08.00 Uhr bis 10.15 Uhr - Thema: Einführung in den Gesetzentwurf
10.09.1999,
09.30 Uhr bis 19.00 Uhr - Thema: Verbände und weitere Sachverständige
tragen ihre Auffassungen zur Gesundheitsreform vor
21.09.1999,
09.30 Uhr bis 18.30 Uhr - Thema: s.o.
22.09.1999,
09.00 Uhr bis 17.00 Uhr - Thema: s.o.
Anfang November 1999 - 2. und 3. Lesung im Bundestag
Ende November 1999 - 2. Durchgang beim Bundesrat
Anfang Dezember 1999 - Gesetztesverkündigung un Veröffentlichung im Bundesgesetzesblatt
01.01.1999
- das neue Gesetz zur Gesundheitsreform soll in Kraft treten
Was
genau steckt hinter den verschiedenen Begriffen rund um die Gesundheitsreform?
1.a.) Budget: meint Arznei- und Heilmittelbudget // Globalbudget: meint alle Ausgaben
ein
elegantes Wort für die Tatsache: es wird festgestellt, wieviel Geld
in einem früheren Zeitraum für Gesundheitsaufgaben benötigt
wurden (derzeitiger Bezugspunkt: 1997). Verbunden mit flankierenden Maßnahmen
(Positivliste, Negativliste, Arzneimittelrichtlinien) wird dann ein Budget
aufgestellt - das Geld, was im laufenden Jahr ausgegeben werden darf.
Durch
das geplante Globalbudget wird der finanzielle Rahmen für medizinische
Leistung festgelegt.
Es
soll sichergestellt werden, daß die gesetzlichen Krankenversicherungen
(GKV) nicht mehr ausgeben als sie einnehmen.
Große Unsicherheiten ergeben sich aus der Frage: was passiert in dem Fall, wenn das Globalbudget nicht ausrecht, wenn es beispielsweise im Oktober eines Jahres aufgebraucht ist????
--
die Patienten müssen zusätzlich zahlen? - bisher wird versucht
Zuzahlungen, Beitragserhöhungen weitestgehend zu verhindern
--
die Ärzte haften für diese zusätzlichen Kosten über
dem Budget mit ihren Honoraren? Es laufen gerade Gespräche, daß
dieser Fall nicht eintreten soll.
Fischer:
"Kein Arzt hat ein individuelles Budget, es gibt von den Kassenärztlichen
Vereinigungen lediglich Richtgrößen. Wenn der Arzt also nachweisen
kann, dass er z.B.: mehrere Krebspatienten hat, kann er selbstverständlich
über die Richtgrößen hinausgehen." (Gegenargument hierzu
aus der Pharmaindustrie: "Aber das ist für viele Ärzte ein Buch
mit sieben Siegeln"! // Gegenargument hierzu aus der Ärzteschaft:
"Facharzt für Dokumentation und Bürokratie!")
*
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1.b.)
Arzneimittelrichtlinien (AMR)
- sind
vom Bundesausschuß der Ärzte und Krankenkassen ausgebarbeitete
Richtlinien für die Vergabe // Verwendung von Arzneimitteln. Sie werden
im gesetzlichen Auftrag erstellt und zur Rechtsnorm erhoben; die neueste
Fassung wird -nach abgeschlossener gerichtlicher Klärung- nachzulesen
sein im Bundesanzeiger (einige Pharmaunternehmen hatten gegen diese Veröffentlichung
im Bundesanzeiger geklagt, weil sie befürchten, dies verstößt
gegen das Kartell- und Wettbewerbsrecht)
Arzneimittelgesetz
(AMG): das Arzneimittelgesetz (AMG) bestimmt, daß Arzneimittel grundsätzlich
erst dann an den Verbraucher abgegeben werden dürfen, wenn ihre Qualität,
Wirksamkeit und Unbedenklichkeit in einem staatlichen Zulassungsverfahren
überprüft worden sind.
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1.c.)
Positivliste
Die
Ausgaben für Arznei- und Heilmittel sind im ersten Halbjahr 1999 um
14% gestiegen. Die Ursachen hierfür weiß niemand genau. Allerdings
finden sich die meisten Argumente wieder in der Begründung: Ärzte
setzen vermehrt neue, innovativere Mittel ein, die weitaus teurer sind
als ältere Mittel, deren erhöhte Wirkungsweise aber nicht immer
unumstritten ist. Hier will die Positivliste gegensetzen, indem sie unter
den momentan 50.000 am Markt befindlichen Arzneimitteln diejenigen herausfiltern
will, die eine sinnvolle Behandlung nachweisen können. Medikamente
auf dieser Liste werden dann auch von den Krankenkassen bezahlt. Neu auf
den Markt kommende Medikamente sollen spätestens 3 Monate nach Markteinführung
erfaßt werden. Die dringliche Frage hier lautet nun: wer genau gehört
der Kommission an, die über die Zusammensetzung dieser Liste bestimmt
(auch der Negativliste)? Hierzu warte ich noch auf eine Antwort aus dem
Bundesministerium für Gesundheit.
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1.d.)
Negativliste
Das
sind die von der Leistungspflicht der Krankenkassen aufgrund von Unwirtschaftlichkeit
ausgeschlossene Arzneimittel. (Beispiele: Arzneitmittel, die für das
Therapieziel oder zur Minderung von Risiken nicht erforderliche Bestandteile
enthalten, Arzneimittel, deren Wirkung wegen der Vielzahl der enthaltenen
Wirkstoffe (mehr als drei Wirkstoffe) nicht mit ausreichender Sicherheit
beurteilt werden kann, etc.)
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1.d.)
Notrezepte und Wartelisten für Arzneien
-- bezieht sich auf ein Arbeitspapier der Kassenärztlichen Vereinigung (KBV) - folgende Punkte sind geplant:
--
Warteliste für Arznei- und Heilmittel, --seit dem 18.08.99 aber
wieder vom Tisch;
--
Verschiebung innovativer Therapien in das darauffolgende Budgetjahr;
--
radikale Umstellung vom Original auf das preiswertere Behandlungen;
--
Einholung einer Zweitmeinung vor hochpreisigen Therapien;
--
zeitbefristeter Einsatz von "Notrezepten" bei Budgetausschöpfung (d.h.:
geht das Budget im Herbst aus, sollen Notrezepte eingeführt werden,
d.h.: der Patient zahlt selber und holt es sich von der Krankenkasse zurück);
- es
wird aber sehr bezweifelt, daß dieses Arbeitspapier in die Praxis
umgesetzt werden soll. Es dient aber sehr wohl zur Argumentationshilfe
für die Verhandlungen zur Gesundheitsreform. Gegen das Arbeitspapier
sprechen v.a. rechtliche Bestimmungen: gesetzliche Verpflichtungen des
Arztes, Patienten das medizinisch Notwendige zu verschreiben! (lesen Sie
hierzu auch: Leistungsansprüche der Versicherten auf Versorgung mit
Arzneimitteln, Stand: 26. Juli 1999 (http://www.bmgesundheit.de/infos/voel/voel.htm)
Ohne genügend neutrale informationspolitische Unterstützung sind Patienten am meisten verunsichert, was die Gesundheitsreform betrifft.
Jedem
Patient ist daran gelegen, die optimalste Behandlung zu erhalten, d.h.:
Medikamente und Behandlungen nicht nach Preis ausgewählt, sondern
danach, wie diese von ihm vertragen werden, wie gut die Behandlungen wirken.
Wie
kann ich aber als Patient mitentscheiden, welches die beste Behandlung
für mich ist?? Hier fehlt eine Aufklärungskampagne durch Fakten
Fakten Fakten, anstatt durch rethorische Argumentationen.
Der Patient benötigt auch eine andere Kostenaufteilung: ihm hilft es nicht, wenn der Arzt für ein Gespräch nur ein paar Groschen berechnen kann und er so durch zu kurze Gespräche evtl.eine zu teure Behandlungsmethode wählt.
zu den verschiedenen Arznei- und Heilmittellisten: auch Behandlungsmethoden, deren Erfolg nicht 100% nachweisbar sind, aber individuell manchmal zu hohen Erfolgen führen, werden von den Kassen nicht übernommen, auch wenn sie preiswerter sind. D.h.: die Forderung nach individuelleren Behandlungsmethiden würde oft auch die Forderung nach preiswerterer, medizinsicher Behandlung einbeziehen.
Hausarztprinzip: ist es für jeden Patienten sinvoll, nur vom Hausarzt eine Überweisung zum Facharzt zu erhalten - auch hier findet nur eine ungenügende Einbeziehung der Patienten statt.
ABER:
Bereits
seit dem letzten Jahr arbeitet eine Länder-Arbeitsgruppe unter Beteiligung
des Bundesministeriums für Gesundheit an einer Patienten-Charta, die
eine Art Wegweiser für den Patienten zur verantwortlichen Wahrnehmung
seiner Rechte und Möglichkeiten werden soll. Auf der 72. Gesundheitsministerkonferenz
am 9./10.Juni 99 wurde von den für das Gesundheitswesen zuständigen
Ministerinnen und Ministern das entsprechende Dokument "Patientenrechte
in Deutschland heute" beschlossen. Verschiedene Institutionen arbeiten
im Sinne der Patienten. Dazu zählen etwa die Ärztekammern
mit ihren Gutachter- und Schlichtungsstellen. In vielen Krankenhäusern
gibt es bereits Patientenfürsprecher, die einbezogen werden könnten.
Eine Vielzahl von Einrichtungen der Verbraucher- und Patientenberatung
unterstützen die Patientinnen und Patienten.
Zur
verbesserten Information gehört auch die Gesundheitsberichterstattung,
deren gesammelte und aufbereitete Daten der Öffentlichkeit zur Verfügung
stehen. Das hierfür eingerichtete Informations- und Datenzentrum
Gesundheitsdaten (IGD) ist seit Mai 1999 über Internet zugänglich
(http://www.gbe-bund.de).
Ärzte üben zum einen den Heilberuf aus - Patienten bei ihrer Gesundung zu unterstützen. Auf der anderen Seite muß der Arzt auch wirtschaftlich denken, um seine Praxis --mit all den Kosten-- zu finanzieren. Er hängt hier extrem an der Nadel der Kassenärztlichen Vereinigungen, die --zumindest bisher-- Verträge über seine Honorarerstattung mit den Krankenkassen abschließen.
Bürokratische Kontrollen vergrößern zusätzlich den Aufwand im patientenfernen Bereich der Arztpraxen und führen zur Demotivation aller Beteiligten im Gesundheitswesen.
Der
Arzt muß demnach zwischen verschiedenen Problematiken hüpfen
--
Informationsammlungen und Auswertungen bzgl. der Positivliste, zur Negativliste,
den Arzneimittelrichtlinien, um ja die budgetierten Erfordernisse der Gesundheitsreform
einzuhalten;
--
er hat Verantwortung gegenüber seinen Angestellten bzgl. der Arbeitsplätze
und oftmals gegenüber der Bank, muß also demnach seine Praxis
auch wirtschaftlich führen, ohne daß ihm der Gesetzgeber hierfür
die freie Hand läßt;
--
er muß für die medizinische Versorgung seiner Patienten dasein.
Zitat der Zahnarztpraxis Drs. T. & S. Kühnast (http://kuehnast.de/page7.html: "Stellen Sie sich vor, was passieren würde, wenn man der Feuerwehr ein Budget für das Löschwasser vorschreibt. Schlecht für den, dessen Haus am Ende brennt, hätte die Feuerwehr vorher am Wasser sparen sollen?"
Budgetierung contra Haftungsfragen: alle diagnostischen und therapeutischen Optionen werden ausgeschöpft, um Fehlbehandlungen zu vermeiden (auch Doppeluntersuchungen, d. Red.), die unwillkürlich Haftungsprobleme nach sich ziehen können.(s.a.: Aktionsbündnis Nordbadischer Ärzte: "Der Arzt muß sicher sein, daß ihm kein Behandlungsfehler vorgeworfen werden kann")
ein Vorwurf an die Gesundheitsreform noch: die Reform löst erhebliche bürokratische Mehrarbeit aus, die der Arzt lieber mit dem Patienten verbringen möchte (die bayerischen Fachärzte brachten diesen Vorwurf in einem Memo auf den Punkt: "Facharzt für Dokumentation und Bürokratie")
Gewinnen
werden wieder die Abrechnungskünstler, die in der Lage sind, sich
im neuen Gestrüpp abrechnungstechnischer Vorschriften ökonomisch
optimal zu orientieren.
Tenor zur Gesundheitsreform: "mutwilliger Zusammenbruch der Arzneimittelversorgung"
Die
KV's haben einen sogenannten Sicherstellungsauftrag. Dieser gewährleistet,
daß es den KV's obliegt, die Mittlerrolle in der Vertragsgestaltung
zwischen
Krankenkasse und Kassenarzt zu übernehmen, d.h.: die KV's schließen
mit den Krankenkassen Verträge ab, wie die Gelder, das Budget in den
Arztpraxen verwendet werden sollen, welche Leistungen was kosten.
Nun
beinhaltet die Gesundheitsreform ein Papier, daß Verträge direkt
zwischen Kassenärzten, Praxisnetzen,etc. und Krankenkassen geschlossen
werden können. Die Frage stellt sich nun:
a) ist zu erwarten, daß dadurch flexiblere, effizientere Verträge geschlossen werden?
b)
wie werden die Kassenärztlichen Vereinigungen reagieren, wenn ihnen
dadurch wichtigste Aufgaben verloren gehen? (Machtverlust!) (die KV Westfalen-Lippe
hat eine Mitgliederbefragung beim unabhängigen Institut für Gesundheitssystem-Forschung
in Kiel (Prof. Dr. Fritz Beske) in Auftrag gegeben, dessen Ergebnis im
Herbst erwartet werden)
Der
Schwerpunkt der Kritik liegt hier in der Bewilligung und Abrechnung von
Krankenhausinvestitionen (=bisher von den Ländern übernommen)
und Krankenhausfinanzierung (bisher von den Krankenkassen übernommen).
Diese
duale Finanzierung bedeutet, daß die Länder für die Investitionen
im Krankenhaus verantwortlich sind, während die Krankenkassen
über die Pflegesätze im wesentlichen den laufenden Betrieb
finanzieren.
Die Gesundheitsreform sind nun vor, daß diese Finanzierungsaufgabe komplett von den Krankenkassen übernommen wird. Eingeschlossen ist hier auch die Abrechnungsart, d.h.: weg von den Pflegesätzen hin zu Fallpauschalen. Geplant ist eine Beteiligung der Länder an der Gegenfinanzierung.
Krankenhäuser
können nun umso weniger erwarten, nach ihren Leistungen bezahlt zu
werden, wenn die Gesundheitsreform Fallpauschalen tatsächlich durchsetzt.
Auch wird bezweifelt, ob Krankenkassen notwendige Investitionen genügend
fördern werden.
Apotheken
bekommen immer mehr Konkurrenz aus dem Internet und von Apothekenketten;
d.h. oft sieht es so aus: Beratungsleistungen sollen von Apotheken erbracht
werden, gekauft wird beim billigeren Versandhandel. Ebenso ist zu erwarten,
daß eine Budgetierung Ihre Einnahmen schmälert. Die Forderungen
sind dementsprechend:
--
Beratungsleistungen bzgl. der Medikamente sollen ganz zu ihnen verlagert
werden, incl. Kostenerstattungen.
--
es soll kein Versandhandel erlaubt werden, da hierdurch die notwendige
Beratung durch die Apotheken fehlt, obwohl gleichzeitig der Grundsatz verbleiben
soll: Fragen sie Ihren (Arzt oder) Apotheker,...
hier
entsteht ein Haftungs- und ein Finanzierungsproblem: kauft der Patient
das Medikament im Netz und kommt später zum Apotheker, um sich beraten
zu lassen - wer trägt die Haftung // wer trägt die Kosten für
diese Art der Beratung?
als Hersteller der Arzneimittel ist ihnen natürlich daran gelegen, möglichst viel zu verkaufen; d.h. sie sind natürlich gegen jegliche Budgetierung von Arznei- und Heilmitteln. Auch die o.g. Arzneimittelrichtlinien sind ihnen teilweise ein Dorn im Auge.
Allerdings kann nur eine effiziente Pharmaindustrie auch gewährleistet, daß immer bessere Medikamente auf den Markt kommen, daß Krankheiten immer leichter geheilt werden können, daß Seuchen bekämpft werden können; (alleine die neuen Kopfschmerzmittel und sonstige Schmerzmittel machen heute einen großen Teil des Umsatzes in Apotheken aus)
weiteres
zur vehementen Stellungnahme der Pharmaindustrie zur Gesundheitsreform
http://www.bpi.de (hier finden Sie auch
eine sehr gute Linkliste zum Thema Gesundheit)
"die Arbeitsgemeinschaft der Krankenkassenverbände in Bayern hält die Sorge der Vertreter der Gesundheitsberufe für unbegründet. Für die Versorgung der Patienten stünden im Jahr 2000 in Bayern voraussichtlich etwa 700 Millionen Mark mehr zur Verfügung als in diesem Jahr (1999) - Globalbudget. Die Reform sei somit kein "Spargesetz zu Lasten der Versicherten"".
d.h.
aus Sicht der Krankenkassen klingt die Budgetierung erfolgversprechend,
da diese natürlich erfolgreich mit den Krankenkassenbeiträgen
wirtschaften wollen, um konkurrenzfähig zu bleiben. Um dies zu erreichen,
fordern sie aber noch mehr: die Einführung von Versicherungskonten
bei den Krankenkassen zur Erhöhung der Transparenz und die Verbesserung
der Krankenversichertenkarte (=Aufnahme von Leistungsdaten zur Vermeidung
von Doppel- und Mehrfachuntersuchungen sowie Doppelmedikamentationen).
Auch
erhalten die Krankenkassen einen enormen Machtzuwachs durch die Gesundheitsreform
(siehe u.a. Krankenhausfinanzierung)
Ziel sei es, den Standard ohne gleichzeitigen Kosten- und Beitragsanstieg durch effizienteren Einsatz der Mittel langfristig zu sichern.(sowohl Seehofer, als auch Fischer - hier hat sich in der öffentlichen Diskussion nicht wirklich viel geändert)
Fischer: "Die gesetzliche Krankenversicherung kann nicht alles bezahlen und das ist richtig so. Ich darf die Solidarität meiner Nachbarn nicht für alles in Anspruch nehmen. Es ist auch nicht per se ein Skandal, dass man auf eine Operation, die nicht akut ist (Bsp.: Hüftoperation, die. Red.) etwas warten muss. Jedes Gesundheitswesen muss mit begrenzten Mitteln auskommen. Die interessante Frage ist: Reicht das Geld aus, um das zu gewährleisten, was wir als das Notwendige betrachten? Und: geben wir Geld auch für Nicht-Notwendiges aus? Ich sage ja. Andere behaupten nein.
Das ist der Hauptstreitpunkt.
Selbstverständlich
bekommt auch in Zukunft jeder die Dialyse, wenn er sie braucht. Und trotzdem
ist die Frage falsch gestellt. Ein Großteil der Nierenpatienten in
Deutschland braucht die Dialyse wegen eines Nierenversagens, das vermeidbar
gewesen wäre."
http://www.bmgesundheit.de
- Gesundheitsministerium
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http://www.uni-mannheim.de/i3v/00000700/00084591.htm
[dieser Lehrstuhl für Volkswirtschaftslehre, insbesondere Planung
und Verwaltung öffentlicher Wirtschaft untersucht u.a.: "Finanzierung
der gesetzlichen Krankenkassen", "Effekte der demographischen Entwicklung
auf die medizinischen Behandlungsausgaben" (Stichwort Budget, die Red.),
"Kosten-Nutzen-Analyse im Gesundheitswesen"; im Angebot befinden sich u.a.
folgende Leistungen: "Wissens- und Forschungskontakte zu Kassen, Kammern,
Vereinigungen, Verbänden und Ausschüssen im Gesundheitswesen",
Mitglied des Sachverständigenartes für die konzertierte Aktion
im Gesundheitswesen;]
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SECURVITA,
ein Bündnis reformbereiter Kräfte erarbeitet Konzepte für
grundlegende Reformen, die im Rahmen einer Zukunftskonferenz "Gesundsein
2000" am 08.09.1999 in Berlin vorgestellt wird. Das Bündnis steht
unter dem Motto: "... Die Berliner Zukunftskonferenz ist der Auftakt eines
Reformprozesses von unten, zu dem SECURVITA alle Beteiligten im Gesundheitswesen
aufruft.
"Wir
wollen eine grundlegende Erneuerung des Gesundheitssystems. Wir wollen
keinen 'heißen Herbst'! Wir haben genug von den Kampfritualen der
Gesundheitslobbyisten. ...".
Wer
gehört dem Bündnis an: Verein demokratischer Ärztinnen und
Ärzte (VDÄÄ), Ärzte in sozialer Verantwortung (IPPNW),
Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie (BPI), Verbraucherzentrale
Hamburg, Paritätischer Wohlfahrtsverband (DPWV) und andere. Sie erreichen
das Bündnis unter:
SECURVITA-Pressestelle
(Norbert Schnorbach)
Gr.
Elbstraße 39, 22767 Hamburg, Fon: 040-3860 8024, Fax: 040-3860 8056,
e-mail: norbert.schnorbach@securvita.de
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