München (ots) - Bei immer mehr Anwendern verstopfen
Werbe-E-Mailsden Posteingang. Selbst wer selten online ist, bleibt meist
nicht davon verschont. Die PC-WELT zeigt in ihrer Ausgabe (Nr. 6/2002,
4. Mai 2002), wie Anwender die Flut der sogenannten Spam-Mails im eigenen
Postfach eindämmen können.
Grundsätzlich sollten Anwender ihre Mail-Adresse im
Internet sparsam einsetzen. Denn häufig werden User in Web-Formularen
nach ihrer E-Mail-Adresse gefragt - eine einfache Möglichkeit für
den Empfänger, diese für Werbezwecke zu verwenden oder sie zu
verkaufen. Nützlich kann eine zweite Mailadresse sein, die für
solche Fälle eingesetzt wird. Vorsicht sollte der Anwender auch walten
lassen, wenn am Anfang oder Ende einer Werbemail eine Anmerkung steht wie
etwa "Klicken Sie hier, wenn Sie keine weiteren Mails mehr von uns erhalten
möchten". Dieser Rat sollte nicht befolgt werden, so die PC-WELT,
denn durch seine Reaktion zeigt der Empfänger, dass er dieses Mail-Postfach
regelmäßig nutzt - und dadurch steigt wiederum der Wert der
Mailadresse beim Weiterverkauf. Eine Ausnahme bei diesem Procedere sind
seriöse Newsletter.
Viele Freemail-Anbieter bieten eine Spam-Schutzfunktion
an, die E-Mails nach bestimmten Kriterien auswählt und in einen speziellen
Ordner schiebt und so zumindest einige Werbemails abfängt. Zudem kann
der Anwender individuelle Filter auswählen, mit denen wiederum Nachrichten
bestimmter Absender aussortiert werden. Im Internet sind darüber hinaus
auch Wegwerf-Adressen erhältlich - Accounts, die sich nach einer bestimmten
Zeit von selbst löschen. Diese sind praktisch, wenn ein Anwender bestimmte
Dienste im WWW in Anspruch nehmen möchte und dazu einmalig eine Mailadresse
angeben muss. Eine weitere Schutzmöglichkeit besteht im Einsatz von
speziellen Programmen, oft als Free- oder Shareware-Version angeboten,
die dem Mailprogramm des Anwenders vorgeschaltet werden, Spam-Mails erkennen
und diese eliminieren. Auch wer sich in sogenannte Robinsonlisten einträgt,
die Adressen enthalten, die für Werbesendungen gesperrt sind, kann
auf weniger unerwünschte Kommerz-Mails hoffen.
Computer-Anwendern mit eigener Homepage, auf der eine E-Mailadresse
eingetragen ist, rät die PC-WELT, diese Adresse unbedingt zu verschlüsseln.
Denn Suchroboter scannen das Internet laufend nach solchen Mailadressen
ab, um diese dann für Werbezwecke einzusetzen. Gleiches gilt für
Foren und Newsgroups. Die eigene Mailadresse lässt sich mit einem
bewährten Trick tarnen: Der User hängt an seine Adresse einige
zusätzliche Zeichen an - direkt darunter oder daneben steht dann der
Hinweis, welcher Zusatz bei einer Antwort wegzulassen ist.
Außerdem rät die PC-WELT: Nicht auf gefälschte
Betreffzeilen hereinfallen. Mails mit dem Titel "Re: Ihre Anmeldung" oder
"Will Dich wiedersehen" wecken sofort Aufmerksamkeit. Ist der Absender
jedoch unbekannt, sollte der Empfänger die betreffende Nachricht besser
löschen.
ots Originaltext: PC-WELT,