Vergleicht man das Internet mit dem menschlichen Gehirn (neuronale
Netze), so entsprechen Linksammlungen den Verbindungs- oder
Verknüpfungspunkten.
Wie die Verknüpfungspunkte das Gehirn, bzw. dessen Leistung ausmachen,
sind die Hyperlinks für die Leistungsfähigkeit des Web verantwortlich.
Je mehr Verbindungen ein Punkt zu anderen nützlichen "Informationspunkten"
bietet, umso mehr gewinnt an Bedeutung und umso stärker wird er frequentiert.
Orientierung an der Zielgruppe
Gerade Linklisten sollten so zielgruppenorientiert wie möglich
sein. Je genauer Themen und Inhalte der Linklisten abgesteckt werden, umso
mehr Freude und Nutzen haben die User damit.
Als Experte für das Thema, zu dem Sie eine Linkliste erstellen
möchten, sind Sie ein repräsentativer Teil Ihrer Zielgruppe.
Verlassen Sie sich bei der Linklistengestaltung also ruhig auf Ihr Wissen
und lassen Sie es einfließen.
Ziehen Sie außerdem Mitarbeiter, Freunde und andere Experten zu
Rate, um nichts zu vergessen und eine möglichst komplette, umfassende
Linksammlung zu bekommen.
Kommunikation
Geben Sie den Besuchern Gelegenheit leicht Feedback zu liefern.
Richten Sie ein Postfach auf jeder Seite Ihrer Linkliste ein und machen
Sie ganz explizit darauf aufmerksam, dass Tipps zur Vervollständigung
und Aktualisierung gerne angenommen werden.
Bedanken Sie sich, wenn Sie gute Tipps für neue Links bekommen.
Sind Sie mit den Vorschlägen nicht einverstanden, antworten Sie trotzdem
und begründen Sie kurz, was Ihnen an der neuen Quelle missfällt.
Qualität statt Quantität
Nicht die Menge der Links, sondern ihre Qualität
ist das wichtigste Urteilskriterium der Besucher. Internetnutzer
müssen sich schon genug mit endlosen Listen herumschlagen,
man denke nur an die Ausgabe der Suchmaschinen.
Bedenken Sie aber auch, dass eine zu umfangreiche Linksammlung schnell
zu einem Massengrab toter Links wird. Nehmen Sie lieber weniger,
aber wertvolle Informationsquellen in Ihre Liste mit auf.
Abstract
Gebe Sie ein kleine Vorschau, informieren Sie Ihre Besucher, was sie
"hinter den Links" erwartet.
Linkverantwortung
§ 5 des Teledienstegesetz ist in der Interpretation äußerst
dehnbar, doch anders als in den meisten anderen Ländern, sah die Rechtsprechung
bisher zumeist die Verantwortung bei dem, der auf die Seite verwiesen hat.
Vergleichbar wäre, wenn ein Fremder Sie nach dem Weg zum Stadion
fragt. Mit Ihrer Hilfe dort angekommen gerät er in gewalttätige
Auseinandersetzungen und wird verletzt. Das ist dann Ihre Schuld.
Schützen Sie sich am besten durch den sogenannten Disclaimer-Text,
den Sie auf Ihre Homepage oder Ihr Impressum einfügen:
Hier erhalten Sie "kostenlos und direkt von Ihrem Internetangebot aus Zugriff
auf einen entsprechend der aktuellen haftungs- und urheberrechtlichen Gegebenheiten
vorformulierten Disclaimertext, dessen Inhalt regelmäßig an
neue Urteile und aktuelle juristische Entwicklungen angepasst wird."
D.h.: Sie bauen auf Ihrer Seite eine verlinkte Grafik ein, die Ihre
Nutzer direkt an die vorbereiteten Disclaimer zum Haftungsausschluss fuehren.
Hier stellt sich natuerlich die Frage, ob ein derart verlinkter Disclaimer
auch die volle rechtliche Wirkung auf Ihrer Seite entfalten kann
oder ob der Disclaimer nicht besser eigenstaendig auf Ihrer Seite
stehen muss.
Weitere Infos zu dieser Problematik unter
"Dieser Beitrag befaßt sich ausführlich mit der Thematik
Links und Recht und geht dabei sowohl auf den aktuellen Meinungsstand
in der Literatur sowie auf die divergierenden Auffassungen deutscher
Gerichte ein."