Soft Skill: Multitemporalität
Was bedeutet Multitemporalität?
Multitemporalität bezeichnet den unterschiedlichen Umgang mit
der Zeit
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in verschiedenen Kulturen
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während des Erwachsenwerdens.
Während es bei den Kapauku in Papua verpönt ist, an zwei
aufeinanderfolgenden Tagen zu arbeiten, wird in der westlichen Welt derjenige
verpönt, der nicht in der Lage ist, an fünf aufeinanderfolgenden
Tagen voll leistungsfähig zu sein. Die Pause ist in der westlichen
Welt erst für den 7. Tag vorgesehen.
Im Kindheitsalter wird der Grundstock für das Zeitempfinden gelegt.
Für Kinder spielt es keine Rolle, wie lange eine Tätigkeit dauert.
Entdecken sie etwas Spannendes, verlieren sie sich im zeitlosen Augenblick
und konzentrieren sich völlig auf ihre Entdeckung. Spätestens
in der Schule verlieren sie oft diese Fähigkeit, da der Stundenplan
und weitere festgelegte Rhytmen in den Vordergrund rücken.
Multitemporale Menschen konnten sich diesen kreativen Umgang mit der
Zeit aus ihren Kindheitstagen erhalten oder haben diese Kompetenz wieder
ausgegraben. Das befähigt sie, neben der heute verlangten Schnelligkeit
und Konzentration auch die notwendigen langsamen Phasen in den Alltag zu
integrieren. Sie können Ihre leistungsfähigsten Momente regelrecht
erspüren und dadurch sehr gezielt nutzen. Ebenso sind sie extrem gut
in der Lage, das Ticken ihrer inneren Uhr mit ihrer Umgebung in Einklang
zu bringen.
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