Wenn Sie etwas gegen den Streß in Ihrem Leben unternehmen wollen,
sollten Sie sich zuerst über Ihren momentanen Streßpegel bewußt
werden. Streß ist nämlich oft ein diffuses Gefühl. Wir
fühlen uns gestreßt und können gar nicht so genau sagen,
warum. Es scheint oft ein ganz bestimmter Aspekt in unserem Leben zu sein
- ein drängender Termin oder ein wichtiges Datum. Wir denken, daß
der Streß mit diesem Zeitpunkt auch vorbei ist und wundern uns dann,
wenn wir uns danach immer noch gestreßt fühlen. Streß
entsteht fast immer aus einer Summe von verschiedenen Faktoren. Wenn Sie
also Ihren Streß erfolgreich minimieren wollen, brauchen Sie einen
Überblick darüber, wie gestreßt Sie wirklich sind und
was die Ursachen Ihres Stresses sind.
Kleiner Streßtest
Arbeiten Sie in der Woche mehr als 40 Stunden?
 ja
|

nein
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Denken Sie, wenn Sie morgens aufwachen, sofort an Dinge, die Sie zu erledigen
haben?

ja
|

nein
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Denken Sie abends vor dem Einschlafen daran, was Sie alles an diesem
Tag nicht erledigt oder geschafft haben?

ja
|

nein
|
Haben Sie das Gefühl, immer zu wenig Zeit zu haben?

ja
|

nein
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Haben Sie in Ihrem Umkreis Personen, die Ihnen helfen und auf die Sie
sich verlassen können, so daß Sie sich nicht immer um alles
selbst kümmern müssen?

ja
|

nein
|
Fühlen Sie sich angesichts der Aufgaben, die Sie zu erledigen haben,
manchmal überfordert?

ja
|

nein
|
Haben Sie das Gefühl, daß Ihnen öfter alles über
den Kopf wächst?

ja
|

nein
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Haben Sie am Tag mindestens ein bis zwei Stunden ganz allein für
sich selbst?

ja
|

nein
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Haben Sie das Gefühl, daß die Dinge nur dann gut laufen, wenn
Sie sich selbst darum kümmern?

ja
|

nein
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Können Sie sich gut entspannen?

ja
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nein
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Gab es in den letzten Wochen in Ihrem Leben einschneidende Veränderungen,
wie z.B. einen Jobwechsel, Umzug, Todesfall, Trennung o.ä.?

ja
|

nein
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Häufen sich welche von den folgenden Symptomen bei Ihnen im Moment?
Unaufmerksamkeit, Vergeßlichkeit oder Konzentrationsschwäche
ständige Müdigkeit und Antriebslosigkeit
Schwierigkeiten, Entscheidungen zu fällen
reduziertes Interesse an Sexualität
Aggressivität
irrationale Ängste
übermäßiger oder geringer Appetit
Krankheiten oder andere diffuse körperliche Beschwerden
Schlafstörungen
Auswertung: Je öfter Sie das Symbol
angekreuzt haben, desto gestreßter werden Sie sich aller Wahrscheinlichkeit
nach fühlen. Nehmen Sie diese Fragen doch einmal zum Anlaß,
zu überlegen, was Sie ändern können, damit Sie in Zukunft
weniger gestreßt sind.
Dem Streß auf die Spur kommen: Wann und wodurch fühlen Sie
sich gestreßt?
Schreiben Sie für sich eine Liste von Situationen, in denen Sie
sich gestreßt fühlen. Machen Sie sich dabei wirklich einmal
klar, in welchen ganz konkreten Situationen Sie Streß empfinden,
wie z.B. "Wenn der Bus nicht zeitig kommt." oder "Wenn
ein Besuch meiner Eltern ansteht." Je genauer Sie die für Sie
persönlich am stressigsten Situationen analysieren, desto klarer
wird Ihnen, was Streß für Sie heißt. Und wenn Sie hier
mehr über sich selbst wissen, können Sie viel besser Schritte
zur Streßminimierung einleiten. Sie können dann z.B. Ihre Zeit
anders planen, so daß Sie in sonst engen Situationen mehr Spielraum
haben oder Sie können in Streßsituationen andere Menschen um
Hilfe bitten.
Gesamtüberblick über Ihren Streß: Streßkarte zeichnen
Einen guten Überblick, über all das, was Ihnen Streß
macht, bekommen Sie durch das Zeichnen einer Streßkarte. Dafür
nehmen Sie sich ein großes Blatt Papier (mind. DIN A3). Schreiben
Sie in die Mitte das Wort "STRESS". Die Mitte des Blattes
steht für das Streßzentrum, also Ihren allergrößten
Streß. Nach außen zu den Rändern hin nimmt der Streß
ab. Nun tragen Sie auf diesem Blatt alle möglichen Dinge in Ihrem
Leben ein: Namen von Leuten, die bei Ihnen Streß verursachen, Tätigkeiten
und Aufgaben, Rollen, die Sie ausfüllen, Begebenheiten und Situationen,
die Sie öfter erleben usw. Die stressigsten Dinge schreiben Sie nahe
an die Mitte und die weniger stressigen je nach Gefühl auf dem Blatt
verteilt.
Eine solche Streßkarte hilft Ihnen dabei, einen Überblick
über die Intensität des Stresses zu bekommen, den Sie aktuell
empfinden. Sie sehen auf einem Blick, wer oder was Sie unter Streß
setzt. Malen Sie ein Ausrufezeichen hinter alles, was Sie täglich
erleben. Schreiben Sie ruhig auch gleich in die Karte Ideen hinein, wie
Sie einige der Streßfaktoren minimieren können. Malen Sie die
Karte in gewissen Abständen neu: Die Karte sieht wahrscheinlich jedesmal,
wenn Sie sie neu schreiben, anders aus. Bestimmte Faktoren halten sich
aber vielleicht hartnäckig. Überlegen Sie einmal, wie Sie diese
Streßquellen reduzieren können.