Streß vorzubeugen ist ein besonders wichtiges Element in unserem
Antistreß-Programm. Oft ist es so, daß wir zwar punktuell
Streß reduzieren und auch gezielt abbauen, aber daß wir genauso
schnell wieder mitten im Streß sind. Fast wie von allein häufen
sich die Aufgaben und Aktivitäten und ohne daß wir es merken,
sind wir schon wieder gestreßt. Betreiben Sie deshalb systematisch
Streßvorbeugung.
Pausen
Sorgen Sie bewußt für ausreichende Pausen. Oft unterschätzen
wir, wie dringend wir regelmäßige Pausen brauchen. Wenn Sie
sich normalerweise eine Mittagspause gönnen und ansonsten durcharbeiten,
ist das einfach zu wenig. Ernest L. Rossi, der Autor des Buches "Die
20 Minuten Pause" (erschienen bei Junfermann, 1997) sagt dazu folgendes:
Unser Organismus möchte sich ca. alle 90 - 120 Minuten für 20 Minuten
erholen. Wenn wir uns diese 20 Minuten Pause nicht gönnen, kommt es zu
einem Streßsyndrom - eben genau zu dem, was wir gemeinhin als normalen
Leistungsstreß empfinden.
Entspannungsmethoden im Alltag nutzen
Entspannungsmethoden kann man nicht nur nutzen, wenn man bereits gestreßt
ist. Lernen Sie Entspannungstechniken in Ihren normalen Alltag zu integrieren.
Statt mit den Kollegen zum Essen zu gehen, bleiben Sie in Ihrem Büro
und entspannen sich systematisch. Auch zwischendurch - z.B. jede Stunde
- können Sie eine Kurzentspannung von ein paar Minuten einlegen.
Wenn Sie das nicht öffentlich im Büro tun wollen, können
Sie z.B. für einige Minuten auf die Toilette verschwinden und sich
dort entspannen.
Nutzen Sie Entspannungsmusik
Legen Sie sich ein paar CDs mit Entspannungsmusik zu. Diese können
Sie auch im Hintergrund bei der Arbeit laufen lassen oder Sie ziehen sich
einfach mal zwischendurch zurück und lauschen der Musik. Falls es
bei Ihnen zu laut ist oder Sie andere damit stören würden, können
Sie sich einfach ein paar Kopfhörer kaufen. Vielleicht gefallen Ihnen
ja auch geführte Meditationen oder Phantasiereisen, die es inzwischen
auf CD oder Kassette gibt.
Durch Düfte entspannen
Aromaöle können sehr beruhigend wirken. Lassen Sie sich dazu
einmal in einer Apotheke oder einem Naturkostladen beraten. Geben Sie
einige Tropfen des Öls in eine Duftlampe und genießen Sie den
Geruch. Unser Geruchssinn ist sehr sensibel und reagiert schnell auf Duftstoffe.
Atmen Sie tief durch und entspannen Sie sich.
Richten Sie sich einen Ruheort ein
Richten Sie sich einen echten Ruheort ein. Vielleicht ist Ihre Wohnung
oder Ihr Haus groß genug, daß Sie sich dafür ein Zimmer
oder eine Ecke einrichten können. Ansonsten tut es auch ein Möbelstück,
das Sie speziell nur zum Entspannen anschaffen, z.B. eine Hängematte
oder einen Hängestuhl, einen kuscheligen Sessel oder einen Schaukelstuhl.
Dort wird nicht gearbeitet - auch nicht noch so etwas Kleines. Keine Arbeitsunterlagen,
keine Texte oder Bücher, die etwas mit Arbeiten zu tun haben. Hier
ist nur Platz für Ihre Entspannung - für sonst nichts.
Achten Sie auf eine ausgewogene und gesunde Ernährung
Mit einer gesunden Ernährung können Sie viele Widerstandskräfte
in Ihrem Körper aktivieren. Unsere Leistungsfähigkeit sinkt
und steigt mit dem, was wir essen und trinken. Hier eine kleine Auswahl
von Lebensmitteln, die dem Streß entgegenwirken:
- Generell viel Obst und Gemüse.
- Haferflocken (enthalten viel Vitamin V1)
- Bananen (Vitamin B6 und Magnesium)
- Nüsse, Kerne (Viel Magnesium und das Kauen entspannt den Kiefer)
Nutzen Sie auch die wohltuende Wirkung von Kräuter- und Heiltees,
die einem helfen, sich zu entspannen. Lassen Sie sich dafür einmal
im Reformhaus oder in der Apotheke beraten.
Meiden Sie Genußmittel
Verzichten Sie in Streßzeiten möglichst ganz auf Genußmittel
wie Kaffee, Alkohol und Zigaretten. Gerade in Streßzeiten greifen
wir gerne dazu, schaden uns damit aber noch viel mehr, weil wir unseren
Körper zusätzlich belasten.