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Das Phänomen Streß näher betrachtet - Teil 2

Die meisten Menschen nehmen Streß als ganz normal und selbstverständlich hin. Dabei machen wir uns leider zu wenig Gedanken über die Folgen. Streß bewirkt viel Negatives auf verschiedenen Ebenen: körperlich, seelisch und geistig. Streß schadet uns nur dann nicht, wenn sich nach einer streßvollen Zeit eine Erholungsphase anschließt. Dann hat unser Körper Zeit, sich von den physiologischen Auswirkungen des Stresses zu erholen. Gefährlich wird es erst, wenn wir dauerhaften Streß empfinden. Dauerstreß kann nicht nur zu ernsten körperlichen Krankheiten führen, sondern uns auch seelisch in schwere Krisen stürzen.

Körperliche Folgen

Körperlich kann Dauerstreß z.B. zu den folgenden Problemen führen:

  • Verspannungen und Rückenschmerzen,
  • Kopfschmerzen und Migräne,
  • Brechreiz, Sodbrennen, Magenbeschwerden bis hin zum Magengeschwür,
  • Ohrensausen, fiependes Geräusch, Gehörsturz,
  • Herz/Kreislauf-Erkrankungen,
  • Durchfall oder Verstopfung, häufige Blähungen, häufiger Harndrang,
  • Allergien, Hautausschlag und
  • Ausbruch von Lippenherpes u.a.

Sehr wahrscheinlich können auch noch andere Beschwerden oder Krankheiten durch Streß verursacht werden. Frei nach der Regel "der Körper ist die Sprache der Seele" sucht sich unser Körper hier ganz verschiedene Wege. Es gibt also kein einheitliches Krankheitsbild "Streß".

Seelische Folgen

Streß beeinträchtigt auch unser seelisches Wohlbefinden. Unser inneres Gleichgewicht kann erheblich gestört werden, was wiederum die Ursache für depressive Verstimmungen, Launen, Unzufriedenheit, Ängste u.ä. sein kann. Dauerstreß kann auch zu ernsten Depressionen führen. Und bei vielen gestreßten Managern zeigt sich bei lang anhaltendem Dauerstreß Streß das sogenannte "Burn-Out-Syndrom". Sie sind sprichwörtlich ausgebrannt und haben keine Energie mehr und sehen keinen Sinn mehr in ihrem Tun.

Wenn wir gestreßt sind, reagieren wir oft auch viel empfindlicher auf alles, was an uns herangetragen wird. Wir fühlen uns leichter genervt, sind gereizt und fühlen uns schneller überfordert. Gestreßte Menschen reagieren oft bei Kleinigkeiten aggressiv und feindselig. Streß läßt unsere Toleranzgrenze sinken und uns dünnhäutig werden. Da reicht dann oft der berühmte Tropfen, der das Faß zum Überlaufen bringt und wir explodieren regelrecht. Andere dagegen reagieren mit seelischem Rückzug und lassen nichts und niemanden mehr an sich heran. Beides ist alles andere als gesund.

Eine weitere seelische Folge von Streß, die nicht unterschätzt werden darf, ist die Gefahr von Abhängigkeiten. Alkohol, Tabletten oder andere Drogen betäuben zwar das Streßgefühl, ersetzen aber nur das eine Problem durch ein anderes.

Geistige Folgen

Streß hat auch auf unseren Geist bzw. auf unsere Denkfähigkeit negative Auswirkungen: Durch die Streßreaktion wird die rationale Denkfähigkeit eingeschränkt - wir sollen ja in einer scheinbar bedrohlichen Situation gerade nicht nachdenken, sondern reagieren. Ein typisches Phänomen ist z.B. der Blackout in einer Prüfungssituation. Bei einem Blackout sind streßbedingt die Botenstoffe in den Synapsen im Gehirn blockiert, die normalerweise dafür zuständig sind, die Informationsverarbeitung und Datenweitergabe zu gewährleisten. Je stärker wir dann versuchen, unsere Denkleistung in den Griff zu bekommen, desto mehr geraten wir unter Streß. Entspannung ist hier der einzige Weg.

Die Folgen als Zeichen sehen und entsprechend reagieren

Alle Streßsymptome sind Zeichen unseres Körpers. Körper und Seele zeigen uns sehr deutlich, wenn es an der Zeit ist, eine Auszeit zu nehmen und zu entspannen. So zwingen uns z.B. Erkrankungen dazu, innezuhalten und uns mit uns selbst zu beschäftigen. Auch Unfälle können ihre Ursache darin haben, daß wir zu gestreßt sind, um noch aufmerksam zu sein. Sie sollten solche Signale immer ernst nehmen und darauf reagieren. Wenn Sie Ihren Streß nicht in den Griff bekommen, schaden Sie sich selbst dauerhaft. Deshalb sollten Sie noch heute mit einem effektiven Anti-Streß-Programm beginnen. Im folgenden Sie dafür ganz praktische Tips.

 

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