Die meisten Menschen nehmen Streß als ganz normal und selbstverständlich
hin. Dabei machen wir uns leider zu wenig Gedanken über die Folgen.
Streß bewirkt viel Negatives auf verschiedenen Ebenen: körperlich,
seelisch und geistig. Streß schadet uns nur dann nicht, wenn sich
nach einer streßvollen Zeit eine Erholungsphase anschließt.
Dann hat unser Körper Zeit, sich von den physiologischen Auswirkungen
des Stresses zu erholen. Gefährlich wird es erst, wenn wir dauerhaften
Streß empfinden. Dauerstreß kann nicht nur zu ernsten körperlichen
Krankheiten führen, sondern uns auch seelisch in schwere Krisen stürzen.
Körperliche Folgen
Körperlich kann Dauerstreß z.B. zu den folgenden Problemen
führen:
- Verspannungen und Rückenschmerzen,
- Kopfschmerzen und Migräne,
- Brechreiz, Sodbrennen, Magenbeschwerden bis hin zum Magengeschwür,
- Ohrensausen, fiependes Geräusch, Gehörsturz,
- Herz/Kreislauf-Erkrankungen,
- Durchfall oder Verstopfung, häufige Blähungen, häufiger Harndrang,
- Allergien, Hautausschlag und
- Ausbruch von Lippenherpes u.a.
Sehr wahrscheinlich können auch noch andere Beschwerden oder Krankheiten
durch Streß verursacht werden. Frei nach der Regel "der Körper ist die Sprache der Seele" sucht sich unser Körper hier
ganz verschiedene Wege. Es gibt also kein einheitliches Krankheitsbild
"Streß".
Seelische Folgen
Streß beeinträchtigt auch unser seelisches Wohlbefinden. Unser
inneres Gleichgewicht kann erheblich gestört werden, was wiederum
die Ursache für depressive Verstimmungen, Launen, Unzufriedenheit,
Ängste u.ä. sein kann. Dauerstreß kann auch zu ernsten
Depressionen führen. Und bei vielen gestreßten Managern zeigt
sich bei lang anhaltendem Dauerstreß Streß das sogenannte
"Burn-Out-Syndrom". Sie sind sprichwörtlich ausgebrannt
und haben keine Energie mehr und sehen keinen Sinn mehr in ihrem Tun.
Wenn wir gestreßt sind, reagieren wir oft auch viel empfindlicher
auf alles, was an uns herangetragen wird. Wir fühlen uns leichter
genervt, sind gereizt und fühlen uns schneller überfordert.
Gestreßte Menschen reagieren oft bei Kleinigkeiten aggressiv und
feindselig. Streß läßt unsere Toleranzgrenze sinken und
uns dünnhäutig werden. Da reicht dann oft der berühmte
Tropfen, der das Faß zum Überlaufen bringt und wir explodieren
regelrecht. Andere dagegen reagieren mit seelischem Rückzug und lassen
nichts und niemanden mehr an sich heran. Beides ist alles andere als gesund.
Eine weitere seelische Folge von Streß, die nicht unterschätzt
werden darf, ist die Gefahr von Abhängigkeiten. Alkohol, Tabletten
oder andere Drogen betäuben zwar das Streßgefühl, ersetzen
aber nur das eine Problem durch ein anderes.
Geistige Folgen
Streß hat auch auf unseren Geist bzw. auf unsere Denkfähigkeit
negative Auswirkungen: Durch die Streßreaktion wird die rationale
Denkfähigkeit eingeschränkt - wir sollen ja in einer scheinbar
bedrohlichen Situation gerade nicht nachdenken, sondern reagieren. Ein
typisches Phänomen ist z.B. der Blackout in einer Prüfungssituation.
Bei einem Blackout sind streßbedingt die Botenstoffe in den Synapsen
im Gehirn blockiert, die normalerweise dafür zuständig sind,
die Informationsverarbeitung und Datenweitergabe zu gewährleisten.
Je stärker wir dann versuchen, unsere Denkleistung in den Griff zu
bekommen, desto mehr geraten wir unter Streß. Entspannung ist hier
der einzige Weg.
Die Folgen als Zeichen sehen und entsprechend reagieren
Alle Streßsymptome sind Zeichen unseres Körpers. Körper
und Seele zeigen uns sehr deutlich, wenn es an der Zeit ist, eine Auszeit
zu nehmen und zu entspannen. So zwingen uns z.B. Erkrankungen dazu, innezuhalten
und uns mit uns selbst zu beschäftigen. Auch Unfälle können
ihre Ursache darin haben, daß wir zu gestreßt sind, um noch
aufmerksam zu sein. Sie sollten solche Signale immer ernst nehmen und
darauf reagieren. Wenn Sie Ihren Streß nicht in den Griff bekommen,
schaden Sie sich selbst dauerhaft. Deshalb sollten Sie noch heute mit
einem effektiven Anti-Streß-Programm beginnen. Im folgenden Sie
dafür ganz praktische Tips.