Verhandlungssicher zum Erfolg
in allen Bereichen
Drei Dinge sind unumkehrbar: das
gesprochene (oder geschriebene) Wort, die abgelaufene Zeit und die verpasste
Gelegenheit. Deshalb kann man eigentlich nie zuwenig verhandeln und sich
auch nie zuviel auf diese Verhandlungssituationen vorbereiten. 5 Erfolgsfaktoren
helfen Ihnen auf dem Weg zum Verhandlungsprofi:
1. Gesprächsvorbereitung
2. Selbstbewusstsein und Durchhaltevermögen
3. Aktives Zuhören
4. Verhandlungstaktiken erkennen
und anwenden
5. Self-Controlling
1. Gesprächsvorbereitung
Die meisten Menschen planen Ihren
Urlaub bis ins kleinste Detail, mit der Planung des beruflichen Erfolgs
oder privater Ziele im Leben sieht´s meistens schon etwas anders
aus. Und wenn Sie in ein Gespräch oder eine Verhandlung gehen, wissen
viele nicht, was sie eigentlich genau wollen. Sie wissen zwar, daß
es in einem Bewerbungsgespräch darum geht, den Job zu bekommen – aber
wie sieht es mit Gehaltswünschen, Zusatzleistungen, Arbeitsplatzvorstellungen
aus? Sie wissen zwar, daß sie bei einem Autokauf “etwas ´rausholen
wollen”, aber eine genaue Vorstellung in Prozent haben sie meist nicht.
Aber nur, wer ein genaues Ziel vor Augen hat, kann dann auch darauf hinarbeiten.
2. Selbstbewusstsein und Durchhaltevermögen
Bauen Sie ein gesundes Selbstbewusstsein
auf! Das fängt schon bei der Begrüßung an. An Ihrem Händedruck
kann Ihr Partner Ihr Selbstbewusstsein ablesen. Ein nicht zu weicher, aber
auch nicht zu fester Händedruck lässt ein souveränes Auftreten
erkennen. Halten Sie während des Gesprächs immer wieder Augenkontakt
mit dem Gesprächspartner, das zeigt ihm, dass Sie selbstbewusst und
ohne Angst sind.
Geben Sie nicht so leicht auf, wenn
Sie etwas erreichen möchten. Sie müssen Durchhaltevermögen
zeigen. Denken Sie einmal an ein Kind, das etwas haben möchte. Bedenken
Sie aber auch von vorneherein Ihre Grenzen: Sie müssen Verhandlungen
abbrechen können! Ansonsten haben Sie automatisch verloren. Wenn Sie
denken, diesen Gegenstand muss ich unbedingt haben, lassen Sie es sich
um „Gottes willen“ nicht anmerken! Wenn Sie bereit sind, auf den Kauf zu
verzichten, kommt Ihnen der Verkäufer in vielen Fällen nachgelaufen.
3. Aktives Zuhören
Lernen Sie die Fähigkeit des
aktiven Zuhörens! Nur wer seinem Gesprächspartner wirklich zuhört,
kann auf das, was er sagt, auch wirklich eingehen. Lernen Sie auch, darauf
zu achten, in welcher Stimmung Ihr Verhandlungspartner gewisse Dinge sagt.
Ist er gereizt oder verärgert? Oder will er Sie nur aus der Reserve
locken und weitere Argumente von Ihnen hören?
Die meisten Menschen können
heute nicht mehr zuhören. Man hört heute meist nur noch “nebenbei”
zu, das Radio tönt den ganzen Tag – so nebenbei – im Büro hören
Sie die Stimmen Ihrer Kollegen, die telefonieren – so nebenbei – im Supermarkt
hören Sie die Angebote der Woche – so nebenbei ... Aber: Wer nicht
zuhören (oder noch besser hinhören oder noch besser hineinhören)
kann, kann auch kein Gespräch, und schon überhaupt keine Verhandlung,
führen. Viele Verkäufer erschlagen ihre Kunden z.B. mit Argumenten
und Nutzen und ... wenn sie nur etwas mehr zuhören würden, könnten
sie ein Vielfaches ihrer Produkte leichter und schneller an den Mann /
die Frau bringen.
Sicher kennen Sie die Situation:
Sie kommen Abends nach Hause und Ihr Partner fragt nach “Na, wie war´s
denn heute so?” Sie haben kaum einen Satz vollendet, da hören Sie
schon “ach ja, bei mir ...” und dann kommt eine Geschichte nach der anderen.
Deshalb eine kleine Übung in Sachen Zuhören – Hinhören –
Hineinhören:
Setzen Sie sich Ihrem Partner gegenüber
und hören ihm 5 Minuten aufmerksam zu. Er darf alles erzählen,
was er möchte – Sie müssen (bewusst!) zuhören, dürfen
nichts erwidern oder eine Frage stellen. Dann machen Sie´s umgekehrt.
Sie werden feststellen, wie schwierig
es ist, nicht “dazwischenzureden”. Und der Zuhörer wird ganz genau
feststellen können, wann Sie wirklich intensiv zuhören – an Ihrer
Körperhaltung, an Ihrer Mimik und vor allem an Ihren Augen.
4. Verhandlungstaktiken erkennen
und anwenden
· Wenn Sie erfolgreich und
fair verhandeln wollen, müssen Sie nicht nur erfolgversprechende Regeln,
sondern auch (nicht ganz faire) Taktiken, die Ihre Verhandlungspartner
bewusst oder unbewusst einsetzen, kennen. Einer Taktik, der Sie vielleicht
selbst schon einmal in Verhandlungen begegnet sind, ist das Prinzip des
Nagens. Stellen Sie sich einmal den Kauf eines Autos vor, die mündliche
Zusage ist bereits erteilt und kurz vor der Unterschrift (der Stift kratzt
schon auf dem Papier) stellt der Käufer die Frage: “Aber ein voller
Tank und die Winterreifen sind doch noch mit ´drin?!” Das ist
die Technik des Nagens. Denn kurz vor dem Abschluss, wenn der Verkäufer
das Geschäft eigentlich schon abgeschlossen hat, ist er auch am verwundbarsten.
D.h. zu diesem Zeitpunkt ist er vielleicht doch noch bereit, etwas ´draufzugeben.
(Übrigens: Wenn Sie Profis in der Strategie des Nagens kennenlernen
möchten, beobachten Sie doch einfach ´mal Kinder ganz genau,
die etwas haben möchten. Sie werden staunen, wie wirkungsvoll diese
Taktik funktioniert.)
5. Self-Controlling
Seien Sie selbstkritisch nach einer
Verhandlung und machen Sie sich Gedanken darüber, was Sie beim nächsten
Mal besser machen können. Denn Sie wissen ja: Übung macht den
Meister. Wenn Sie sich und Ihre Verhandlungspartner genau beobachten und
bestimmte Reaktionen bei der nächsten Verhandlung einplanen, läuft
es sicher gleich besser.
Von Menschen, die besser verhandeln
können als Sie, können Sie sehr viel lernen. Treffen Sie sich
hin und wieder mit erfolgreichen Menschen und sprechen Sie über das,
was diese bei ihren Verhandlungen erreicht haben und wie sie das erreicht
haben. Nehmen Sie sich die Verhandlungs-Profis ruhig als Vorbild und bilden
Sie sich weiter, Ihr Motto sollte „Lebenslanges Lernen“ sein. Lesen Sie
Bücher , hören Sie Audiocassetten und besuchen Sie Seminare zu
den Themen, die Sie bei Ihren Verhandlungen unterstützen und Ihnen
helfen können. Aber geben Sie sich niemals mit dem zufrieden, was
Sie erreicht haben, sondern arbeiten Sie immer weiter an sich selbst.
Zum Abschluss noch ein wichtiger
Punkt: Setzen Sie nie voraus, daß andere Menschen dasselbe wollen
wie Sie! Jeder Mensch ist anders! Wenn Sie erfolgreich verhandeln wollen,
muß Ihnen klar sein, daß Ihr Verhandlungspartner etwas ganz
anderes will als Sie, sie aber gemeinsam eine Win-Win-Strategie anstreben
sollten! Von Benjamin Franklin stammt übrigens die Aussage:
„In der Not ist schlecht handeln“ Bevor Sie in eine Notsituation kommen,
hat Jürgen Heinrich unter der Tel.-Nr.: 0951/28903 für jeden
Leser noch einen ganz persönlichen Tip parat.
von Jürgen Heinrich
*Jürgen Heinrich, der bekannte
Bamberger Spezialist zum Thema “Erfolgreich und fair verhandeln”.
Weitere Informationen erhalten Sie
bei Jürgen Heinrich, Motivations- und Erfolgsmanagement, Theatergassen
8, 96047 Bamberg, Tel.: 0951/28903, Fax: 0951/201402.
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