Bei der Kommunikation bildet die Intuition eine Art "Gegenpol"
zu dem Zuhören. Das Zuhören ist Voraussetzung, um die
Äußerungen unserer Mitmenschen inhaltlich zu "verstehen". Die
Intuition ermöglicht uns, zu erfassen, was "hinter" den Worten steht
Der Begriff "Intuition" hat seine Wurzeln im lateinischen "intueor":
ansehen, hinschauen, betrachten. Schlagen wir das Wort im Fremdwörterbuch
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finden wir folgende Erklärungen:
Intuition ist eine Ahnung, ein "
Gefühl", für das wir keine
Beweise
haben, bzw. für das noch keine Beweise existieren.
Mithilfe der Intuition können wir unsere eigenen Botschaften
und Anliegen, sowie auch die unserer Gesprächspartner über
das gehörte, bzw. gesprochene Wort hinaus wahrnehmen.
Der bewusstere und zielgerichtetere Einsatz der Intuition ist
erlernbar. Erster und zugleich wichtigster Schritt dieses Lernprozesses
ist die Selbstanalyse.
Machen Sie sich bewusst, welche Haltung (in jeder Hinsicht) Sie gegenüber
unterschiedlichen Gesprächspartnern einnehmen, wieviel Beachtung Sie
ihnen wirklich schenken.
Vergegenwärtigen Sie sich, was Sie dem Gesprächspartner gegenüber
empfinden und was die Gründe für Ihre positiven oder negativen
Emotionen
sind. Gerade im Berufs- und Geschäftsleben trifft man hin und
wieder auf Menschen, mit denen man "nicht so gut kann".
Solche Antisympathien werden, zumindest auf intuitiver Ebene,
von beiden Gesprächspartnern wahrgenommen. Sehr schnell verfängt
man sich in einer Art Teufelskreis der Kommunikation, das Gespräch
endet in einer Einbahnstraße oder gar in einer Sackgasse.
Aus solchen unproduktiven und unbefriedigenden Situationen kann man
ausbrechen, indem man sich nicht von negativen Gefühlen leiten lässt.
Versuchen Sie unvoreingenommen in das Gespräch zu gehen.
"Übe es, die Äußerungen anderer absolut wörtlich
zu nehmen und genau das zu glauben, was sie sagen. Tue dein bestes, damit
du das, was sie dir mitteilen, nicht durch eigene Interpretationen verzerrst.",
Quelle: Byron Katie
Sie werden sehen, nicht nur das aktive Zuhören fällt so leichter,
der Gesprächspartner wird "auftauen", das Gespräch wird "etwas
bringen", vielleicht sogar Spaß machen.
Eine zu sehr durch Emotionen geprägte Erwartungshaltung nimmt man
nicht nur in alltäglichen Gesprächen, sondern auch vor
"wichtigen" Gesprächen (Vorstellungsgespräche, ,
etc.) ein. Hier können Angst und Unsicherheit, aber auch Arroganz
und Überheblichkeit großen Schaden anrichten.
Auch hier sollten Sie sich nicht verleiten lassen, nur Ihrer durch Intuition
gewonnenen Eingebung zu folgen, sondern dem Hier und Jetzt, dem
jeweils aktuellen Gesprächsinhalt genausoviel Bedeutung beimessen.
Zum Schluss sei noch bemerkt: als aktiver Zuhörer kann man seinen
Gesprächspartner ruhig auch wissen lassen, wenn ein gewisses Quantum
erreicht ist, und man entweder keine Zeit oder keine "Kraft" mehr hat,
zuzuhören. Dafür wir auch die größte Plaudertasche
Verständnis haben.
Bleiben Sie am Ball.