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Führen mit einer positiven Einstellung

Tania Konnerth

Positiv führen ist nicht gleichzusetzen mit dem Schlagwort des "Positiven Denkens". Es geht nicht darum, alles schön zu reden oder im Sinne der antiautoritären Erziehung alles durchgehen zu lassen. Positiv führen heißt, eine positive Grundeinstellung zu haben und so das Positive zu ermöglichen. Praktisch sieht das so aus:

Gehen Sie immer davon aus, daß jeder sein Bestes gibt
Mit Lob verstärken Sie positive Impulse
Warum fällt es manch einem so schwer, Lob auszusprechen? 
Sprechen Sie es aus!
Einsatz von Belohnungen
Sagen Sie, was Sie wollen - nicht, was Sie nicht wollen
Richten Sie den Fokus nach vorne, nicht nach hinten
Sie setzen die Maßstäbe
Gehen Sie immer davon aus, daß jeder sein Bestes gibt
Basis sollte immer eine positive Einstellung Ihren Mitarbeitern gegenüber sein. Gehen Sie davon aus, daß jeder Ihrer Mitarbeiter sein Bestes gibt - zumindest das Beste, was ihm oder ihr in dieser Situation möglich ist. Wenn Ihnen das nicht ausreicht, können Sie gemeinsam überlegen, was dieser Mitarbeiter braucht, um bessere Leistungen zu erbringen -vielleicht neueres Arbeitsmaterial, eine Fortbildung, Anreize oder klarere Aufgabenstellungen. Arbeiten Sie zusammen daran, daß der Mitarbeiter mehr geben kann und unterstützen Sie Ihre Leute dabei, besser zu werden, ohne Druck auszuüben. Ein gutes Mittel, die Bestrebungen Ihrer Mitarbeiter zu verstärken, ist das Lob.
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Mit Lob verstärken Sie positive Impulse
Lob ist das Basiselement einer positiven Führungseinstellung. Es ist ein weitverbreitetes Phänomen, daß viele Führungskräfte viel mehr kritisieren als sie loben. Falls Sie auch dazu gehören, sollten Sie sich einmal klar machen, daß Sie durch Lob etwas Positives verstärken, durch Kritik aber den Fokus auf das Negative legen. Lob nutzt sich auch nicht ab, wie vielleicht manch einer denken mag. Im Gegenteil. Lob baut auf, motiviert und stachelt an, noch besser zu werden. Lob ist eines der wichtigsten Führungsinstrumente, die es gibt.
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Warum fällt es manch einem so schwer, Lob auszusprechen? 
Fällt es Ihnen auch schwer, jemand anders zu loben? Warum? Ist es Ihnen peinlich? Befürchten Sie, daß der- oder diejenige sich dann nicht mehr genug anstrengt? Viele Menschen haben hier innere Einstellungen, die unbewußt negativ wirken und dazu führen, daß schneller kritisiert als gelobt wird. Kommen Sie diesen Einstellungen auf die Spur. Schauen Sie dazu vielleicht mal in Ihre Kindheit - sind Sie selbst gelobt worden? Von wem? Und wie hat sich das angefühlt? Haben Sie vielleicht von bestimmten Menschen das Lob vermißt? Was hat das für Sie bedeutet? 
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Sprechen Sie es aus! 
Sagen Sie also immer deutlich, wenn Sie mit einer Leistung zufrieden sind. Sprechen Sie das Lob wirklich aus. Es ist für jeden Menschen sehr wohltuend, einmal und auch mehrmals ausdrücklich gelobt zu werden. Natürlich geht es nicht darum, zu übertreiben, denn das könnte natürlich falsch ausgelegt werden. Sie sollen ja niemanden Honig um den Bart schmieren. Seien Sie einfach nur ehrlich. Zeigen Sie Ihre Freude und Anerkennung darüber, wenn Ihnen etwas gefällt oder Sie zufrieden sind. Und loben Sie nicht nur Arbeitsergebnisse, sondern auch schon den Arbeitsprozeß selbst. 
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Einsatz von Belohnungen
Belohnung können dazu dienen, unsere Anerkennung über Worte hinaus zu zeigen. Aber Vorsicht: nicht immer kommen Belohnungen so positiv an, wie sie vielleicht gedacht waren. Unpersönliche Geschenke an alle wirken alles andere als motivierend und auch Geld ist nicht immer das Richtige. Überlegen Sie einmal, wie Sie Ihren Mitarbeitern Ihre Anerkennung auf eine individuelle Art zeigen können. Sie brauchen dafür gar kein ausgefeiltes Belohnungssystem zu entwickeln. Oft reicht es, sich einfach eine kleine Überraschung einfallen zu lassen, um zum Ausdruck zu bringen, daß Sie zufrieden sind. Es geht um kleine Aufmerksamkeiten und nicht um große Geschenke. Hier ist Ihre Sensibilität gefragt. 
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Sagen Sie, was Sie wollen - nicht, was Sie nicht wollen
Ein weiteres Element des positiven Führens ist, auf eine positive Sprache zu achten. Wenn Sie Aufgaben stellen oder Arbeitsschritte delegieren, sollten Sie darauf achten, immer das zu formulieren, was Sie haben möchten. Wer sagt, was er nicht will - z.B. "Das Protokoll soll aber nicht zu lang sein." oder "Benutzen Sie aber nicht zu viel von dem teuren Öl für die Maschine." - programmiert seine Mitarbeiter auf genau das, was sie nicht tun sollen. Sagen Sie lieber was Sie wollen: "Das Protokoll soll nicht länger als zwei Seiten sein." oder "Setzen Sie das Öl für die Maschine bitte sparsam ein, eine Flasche sollte möglichst einen Monat reichen." So erhalten Sie viel eher die Ergebnisse, die Sie wünschen. 
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Richten Sie den Fokus nach vorne, nicht nach hinten
Ganz wichtig ist es auch, nicht über verschüttete Milch zu weinen. Fehler und Fehlschläge gibt es immer. Vermeiden Sie es aber auf jeden Fall, Ihren Mitarbeitern Schuldgefühle zu machen. Richten Sie lieber die Energien auf ein konstruktives Vorgehen. Auch wenn z.B. die Lage Ihres Unternehmens einmal bedenklich ist, sollten Sie keine Krisenstimmung verbreiten. Informieren Sie sachlich und ehrlich über den Stand der Dinge und richten Sie den Fokus auf die Zukunft. Fordern Sie alle zum Mithelfen auf und hören Sie sich die Ideen Ihrer Leute an.
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Sie setzen die Maßstäbe
Sie setzen als Vorbild Maßstäbe für Ihre Mitarbeiter. Wenn Sie einen positiven, mitarbeiterorientierten Führungsstil leben, werden Sie dafür auch offene, motivierte und engagierte Mitarbeiter bekommen. Auch wenn das Sprichwort abgedroschen klingen mag, so stimmt es: "Wie es in den Wald hineinschallt, so schallt es heraus." Welches Mitarbeiterbild Sie im Kopf haben, wird sich an Ihren tatsächlichen Mitarbeitern zeigen. Versuchen deshalb immer, die positiven Seiten an Ihren Mitarbeitern zu sehen.

 

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