Gehen Sie
immer davon aus, daß jeder sein Bestes gibt
Basis sollte immer eine positive Einstellung Ihren Mitarbeitern gegenüber
sein. Gehen Sie davon aus, daß jeder Ihrer Mitarbeiter sein Bestes
gibt - zumindest das Beste, was ihm oder ihr in dieser Situation möglich
ist. Wenn Ihnen das nicht ausreicht, können Sie gemeinsam überlegen,
was dieser Mitarbeiter braucht, um bessere Leistungen zu erbringen -vielleicht
neueres Arbeitsmaterial, eine Fortbildung, Anreize oder klarere Aufgabenstellungen.
Arbeiten Sie zusammen daran, daß der Mitarbeiter mehr geben kann
und unterstützen Sie Ihre Leute dabei, besser zu werden, ohne Druck
auszuüben. Ein gutes Mittel, die Bestrebungen Ihrer Mitarbeiter zu
verstärken, ist das Lob.
Mit Lob verstärken Sie
positive Impulse
Lob ist das Basiselement einer positiven Führungseinstellung. Es ist
ein weitverbreitetes Phänomen, daß viele Führungskräfte
viel mehr kritisieren als sie loben. Falls Sie auch dazu gehören,
sollten Sie sich einmal klar machen, daß Sie durch Lob etwas Positives
verstärken, durch Kritik aber den Fokus auf das Negative legen. Lob
nutzt sich auch nicht ab, wie vielleicht manch einer denken mag. Im Gegenteil.
Lob baut auf, motiviert und stachelt an, noch besser zu werden. Lob ist
eines der wichtigsten Führungsinstrumente, die es gibt.
Warum fällt
es manch einem so schwer, Lob auszusprechen?
Fällt es Ihnen auch schwer, jemand anders zu loben? Warum? Ist es
Ihnen peinlich? Befürchten Sie, daß der- oder diejenige sich
dann nicht mehr genug anstrengt? Viele Menschen haben hier innere Einstellungen,
die unbewußt negativ wirken und dazu führen, daß schneller
kritisiert als gelobt wird. Kommen Sie diesen Einstellungen auf die Spur.
Schauen Sie dazu vielleicht mal in Ihre Kindheit - sind Sie selbst gelobt
worden? Von wem? Und wie hat sich das angefühlt? Haben Sie vielleicht
von bestimmten Menschen das Lob vermißt? Was hat das für Sie
bedeutet?
Sprechen Sie es aus!
Sagen Sie also immer deutlich, wenn Sie mit einer Leistung zufrieden sind.
Sprechen Sie das Lob wirklich aus. Es ist für jeden Menschen sehr
wohltuend, einmal und auch mehrmals ausdrücklich gelobt zu werden.
Natürlich geht es nicht darum, zu übertreiben, denn das könnte
natürlich falsch ausgelegt werden. Sie sollen ja niemanden Honig um
den Bart schmieren. Seien Sie einfach nur ehrlich. Zeigen Sie Ihre Freude
und Anerkennung darüber, wenn Ihnen etwas gefällt oder Sie zufrieden
sind. Und loben Sie nicht nur Arbeitsergebnisse, sondern auch schon den
Arbeitsprozeß selbst.
Einsatz von Belohnungen
Belohnung können dazu dienen, unsere Anerkennung über Worte hinaus
zu zeigen. Aber Vorsicht: nicht immer kommen Belohnungen so positiv an,
wie sie vielleicht gedacht waren. Unpersönliche Geschenke an alle
wirken alles andere als motivierend und auch Geld ist nicht immer das Richtige.
Überlegen Sie einmal, wie Sie Ihren Mitarbeitern Ihre Anerkennung
auf eine individuelle Art zeigen können. Sie brauchen dafür gar
kein ausgefeiltes Belohnungssystem zu entwickeln. Oft reicht es, sich einfach
eine kleine Überraschung einfallen zu lassen, um zum Ausdruck zu bringen,
daß Sie zufrieden sind. Es geht um kleine Aufmerksamkeiten und nicht
um große Geschenke. Hier ist Ihre Sensibilität gefragt.
Sagen Sie,
was Sie wollen - nicht, was Sie nicht wollen
Ein weiteres Element des positiven Führens ist, auf eine positive
Sprache zu achten. Wenn Sie Aufgaben stellen oder Arbeitsschritte delegieren,
sollten Sie darauf achten, immer das zu formulieren, was Sie haben möchten.
Wer sagt, was er nicht will - z.B. "Das Protokoll soll aber nicht zu lang
sein." oder "Benutzen Sie aber nicht zu viel von dem teuren Öl für
die Maschine." - programmiert seine Mitarbeiter auf genau das, was sie
nicht tun sollen. Sagen Sie lieber was Sie wollen: "Das Protokoll soll
nicht länger als zwei Seiten sein." oder "Setzen Sie das Öl für
die Maschine bitte sparsam ein, eine Flasche sollte möglichst einen
Monat reichen." So erhalten Sie viel eher die Ergebnisse, die Sie wünschen.
Richten Sie
den Fokus nach vorne, nicht nach hinten
Ganz wichtig ist es auch, nicht über verschüttete Milch zu weinen.
Fehler und Fehlschläge gibt es immer. Vermeiden Sie es aber auf jeden
Fall, Ihren Mitarbeitern Schuldgefühle zu machen. Richten Sie lieber
die Energien auf ein konstruktives Vorgehen. Auch wenn z.B. die Lage Ihres
Unternehmens einmal bedenklich ist, sollten Sie keine Krisenstimmung verbreiten.
Informieren Sie sachlich und ehrlich über den Stand der Dinge und
richten Sie den Fokus auf die Zukunft. Fordern Sie alle zum Mithelfen auf
und hören Sie sich die Ideen Ihrer Leute an.
Sie setzen die Maßstäbe
Sie setzen als Vorbild Maßstäbe für Ihre Mitarbeiter. Wenn
Sie einen positiven, mitarbeiterorientierten Führungsstil leben, werden
Sie dafür auch offene, motivierte und engagierte Mitarbeiter bekommen.
Auch wenn das Sprichwort abgedroschen klingen mag, so stimmt es: "Wie es
in den Wald hineinschallt, so schallt es heraus." Welches Mitarbeiterbild
Sie im Kopf haben, wird sich an Ihren tatsächlichen Mitarbeitern zeigen.
Versuchen deshalb immer, die positiven Seiten an Ihren Mitarbeitern zu
sehen.