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Führen durch Emotionen

Tania Konnerth

Für viele Menschen hat Arbeit wenig mit Emotionen zu tun. Das ist für viele einfach "nicht professionell". Man füllt eine Rolle aus und zeigt wenig von sich selbst. Das "wahre" Leben findet woanders statt. Spaß, Leidenschaft und Freude werden also selten mit der beruflichen Tätigkeit in Verbindung gebracht. Das ist schade, aber gleichzeitig Ihre Chance für eine erfolgreiche Führung.

Emotionen ermöglichen
Schaffen Sie Begeisterung
Begeistern durch Visionen und Ziele 
Machen Sie Spaß und Freude möglich
Nutzen Sie Ärger und Wut konstruktiv
Schaffen Sie Möglichkeiten zum Abreagieren

 
Emotionen ermöglichen
Emotionen sind etwas Urmenschliches. Freude, Wut, Trauer, Glück, Zuneigung - aus unseren Emotionen können wir unglaubliche Energien schöpfen. Nutzen Sie das. Natürlich sollen Sie aus Ihrem Mitarbeiterteam keine psychische Selbsterfahrungsgruppe machen oder seelische Achterbahnfahrten forcieren. Aber Sie können den Emotionen Ihrer Mitarbeiter Raum geben. Konkret kann das wie folgt aussehen: 
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Schaffen Sie Begeisterung
Wer begeistert ist, arbeitet gerne. Begeisterung weckt Energien und schafft Engagement. Begeisterte Menschen tun viel mehr als Gleichgültige oder Gelangweilte, um ein Ziel zu erreichen, eine Aufgabe zu lösen oder ein Problem zu meistern. Prüfen Sie sich einmal selbst: Wie begeistern Sie Ihre Mitarbeiter? 
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Begeistern durch Visionen und Ziele 

Lohnenswerte Ziele und lockende Visionen können Begeisterung wecken. Wissen Ihre Mitarbeiter eigentlich wofür sie arbeiten? Gibt es klare Ziele und eine starke Vision? Wer ein Ziel hat, auf das er zuarbeiten kann, ist in der Regel motivierter als jemand, der nicht weiß, wohin es gehen soll. Ganz wichtig: erarbeiten Sie Visionen immer zusammen mit Ihren Mitarbeitern. Geben Sie Visionen einfach nur vor, werden Sie damit kaum wirkliche Begeisterung wecken. Setzen Sie sich auch immer wieder mit Ihren Leuten zusammen, um die nächsten Ziele festzulegen und zu überprüfen, welche Ziele bisher wie gut erreicht wurden. Nur wenn Sie das mit den beteiligten Mitarbeitern machen, kommen Sie zu realistischen Zielen, die von allen getragen werden.

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Machen Sie Spaß und Freude möglich
"Arbeit ist der Ernst des Lebens" - glauben Sie da auch dran? Arbeit kann doch aber tatsächlich auch Spaß machen. Und es liegt in Ihrer Verantwortung etwas dafür zu tun, damit Ihre Mitarbeiter gerne zur Arbeit kommen. Was können Sie tun, daß sich Ihre Leute wohlfühlen und gut arbeiten können? Wie reagieren Sie z.B. auf Mißgeschicke - todernst oder können Sie auch darüber lachen? Wie ist der Umgangston? Wie sieht es in Ihrem Unternehmen aus - kalt und karg oder fröhlich und belebend? Welche Unterhaltungsmöglichkeiten bieten Sie in Ihrem Pausenraum - die obligatorischen Aschenbecher oder vielleicht auch einige Comics, einen Kicker oder sogar Gesellschaftsspiele?
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Nutzen Sie Ärger und Wut konstruktiv
Auch die Wut oder der Ärger Ihrer Mitarbeiter sind wertvolle Ressourcen. Wenn sich Ihre Mitarbeiter über Sie, das Unternehmen oder die Arbeit selbst ärgern, ist das Ihre Chance, etwas dazuzulernen. Ermöglichen Sie es Ihren Mitarbeitern, ihre Wut zum Ausdruck zu bringen (natürlich auf eine angemessene Art). Sie können z.B. ein "Meckerboard" einrichten, wo jeder aufschreiben kann, was ihm nicht paßt. Bitten Sie um konstruktive Verbesserungsvorschläge, nehmen Sie aber auch die Motzereien ernst. Natürlich werden Sie nicht allen Wünschen und Forderungen nachkommen können, aber wenn Ihre Mitarbeiter merken, daß Sie sie und ihre Vorschläge ernstnehmen, werden sie mit einem "nein" anders umgehen. Geben Sie Ihren Leuten die Chance, ihre Arbeitsumgebung mitzugestalten - schließlich müssen sie ja dort arbeiten. 
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Schaffen Sie Möglichkeiten zum Abreagieren
Vielleicht haben eine ganze Reihe von Ihren Mitarbeitern direkten Kundenkontakt? Da staut sich manchmal über den Tag einiges an Aggressionen oder Wut an. Bevor diese Emotionen an den Kunden ausgelassen werden, sollten Sie einmal überlegen, ob Sie nicht einfach Möglichkeiten schaffen, mit denen solche Aggressionen abgebaut werden können. Das kann z.B. ein Sandsack im Pausenraum sein oder auch ein Heimtrainer, auf den man mal so richtig losradeln kann. Vielleicht gibt es auch eine Kummerbox, wo jeder - anonym - seinen Ärger über Kunden aufschreiben und loswerden kann. Manchmal ist es auch nur der Symbolwert, der entscheidend ist: nämlich, daß Sie Ihre Mitarbeiter mit ihren Sorgen und Schwierigkeiten ernst nehmen.

 

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