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Welche Aufgaben Sie wie delegieren können

Sie wissen nun, warum Sie delegieren sollten und wie Sie es tun können. Fragt sich jetzt noch, was Sie eigentlich alles delegieren können und was es bei den verschiedenen Aufgabentypen zu beachten gibt.

Grundsätzlich gilt: Delegierbar ist (fast) alles

Wenn Sie sich die Tätigkeiten von Unternehmensleitern weltweiter Unternehmen anschauen, wird schnell deutlich, dass fast alle Aufgaben in einem Unternehmen delegierbar sind.

Am Anfang steht die Analyse

Damit Sie für sich entscheiden können, was Sie alles delegieren können, müssen Sie erst einmal einen Überblick darüber gewinnen, welche Aufgaben Sie überhaupt alle zu erledigen haben. Stellen Sie dafür einmal einen gezielten Wochenplan auf, in dem Sie alle Ihre Aufgaben notieren.

Sie werden verschiedene Aufgabenbereiche herausfinden:

  • Routineaufgaben, die immer wieder anstehen
  • kurzfristige Einmalaufgaben
  • komplexe und schwierige Tätigkeiten
  • Anforderungen, die an Ihre Person gestellt werden
  • Tätigkeiten, die Sie auf jeden Fall selbst machen möchten

Delegieren von Routineaufgaben

In jedem Unternehmen gibt es Routineaufgaben. Solche Tätigkeiten zeichnen sich dadurch aus, dass der Ablauf der Aufgaben immer gleich ist. Routineaufgaben können die meisten Menschen problemlos delegieren, denn die Anweisungen sind hier leicht zu geben und es besteht ein relativ geringes Risiko, dass tatsächlich etwas schief geht.

Aber Vorsicht: Wenn Sie immer nur die gleichen - anspruchslosen - Tätigkeiten an ein- und denselben Mitarbeiter delegieren, könnte es sein, dass Sie ihn oder sie auf Dauer frustrieren. Es gibt Menschen, die gerne auch über längere Zeiträume die gleichen Tätigkeiten ausführen. Den meisten Menschen wird so etwas aber schnell langweilig und sie sind irgendwann deutlich unterfordert. Genauso wie Überforderung schadet Unterforderung der Motivation. Achten Sie deshalb darauf, dass Sie trotz der Delegation von Routineaufgaben immer auch neue Herausforderungen für jeden einzelnen Ihrer Mitarbeiter finden - natürlich nicht täglich, aber immer wieder zwischendurch. So halten Sie Ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter motiviert.

Einfache Einmalaufgaben

Immer wieder bekommen wir Aufgaben auf unseren Tisch, bei denen wir denken "Na, das müsste ich ja nun wirklich nicht selbst machen!" Das können z.B. Emails oder Briefe sein, die beantwortet werden müssen, Dokumente, die einfach nur abgeheftet werden müssen, die aber irgendwie bei Ihnen gelandet sind oder andere kleinere und größere Aufgaben, für deren Erfüllung Sie eigentlich nicht nötig sind.

Wenn Sie solche Aufgaben delegieren, stellt sich oft die Frage, ob die Delegation nicht länger dauert oder mehr Aufwand bedeutet, als wenn Sie es schnell selbst machen.

Sehr von Vorteil ist es, wenn Sie jemanden um sich haben, der so eigenständig arbeitet, dass er oder sie solche Aufgaben selbst registriert und erledigt. Das macht Ihnen den Kopf frei. Manchmal ist aber, wie schon gesagt, einfach effektiver, selbst zuzupacken.

Delegation bei wichtigen und komplexen Aufgaben

In Ihrem Wochenplan werden außerdem viele Aufgaben, von denen Sie meinen, dass Sie selbst diese ausführen müssen, oder bei denen Sie auf jeden Fall beteiligt sein wollen. Dazu gehören

  • komplexe Aufgaben, für die viel Knowhow nötig ist,
  • Prestigeaufgaben,
  • umfassende Projektplanungen,
  • Aufgaben in Krisensituationen
  • u.ä.

Doch auch hier gibt es zumindest Teilaufgaben, die immer delegierbar sind. Wenn Sie Ihre Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen regelmäßig und konsequent über die großen Projekte, die anstehen und vor allem auch über die wichtigen Zusammenhänge informieren, ist eine Delegation auch von komplexen und schwierigen Aufgaben gut möglich. Sie sollten in diesem Fall zusammen mit den Mitarbeitern sehr konkrete Teilziele formulieren und immer mal wieder nachfragen, ob vielleicht Probleme auftauchen und ob jemand vielleicht Unterstützung braucht. Tun Sie das nicht kontrollierend, sondern interessiert und hilfsbereit - drängen Sie sich aber nicht auf. Wie schon weiter vorn gesagt, müssen Sie Ihren Mitarbeitern schon auch ein bisschen was zutrauen.

Aufgaben, die an Ihre Person gebunden sind

Hierbei handelt es sich z.B. um Einladungen zu Empfängen, Schreiben von Fachartikeln oder Anfragen an Ihre Person für Vorträge o.ä.

In der Regel sind das Aufgaben, die Sie selbst erledigen müssen, denn Sie sind als Person gefragt. Aber auch hier gibt es einige Möglichkeiten, solche Tätigkeiten von anderen ausführen zu lassen. So können Sie durchaus auch einmal Ihren Stellvertreter oder eine vielversprechende Mitarbeiterin, die Sie gerne fördern möchten, hinschicken. Das ist natürlich immer von Fall zu Fall zu entscheiden. In jedem Fall sollten Sie hier die Auswahl der Person, die die Aufgabe für Sie übernimmt sehr wohlüberlegt treffen, denn ein schlechtes Ergebnis kann hier negativ auf Sie abfärben.

Aufgaben, die Sie selbst erledigen wollen.

Und dann sind da noch die Aufgaben, die Sie einfach gerne selbst machen möchten.

Wählen Sie diese Tätigkeiten mit Bedacht aus, denn Sie wollen ja nicht zu viel Arbeit haben. Es kann manchmal ganz schön schwer fallen, etwas jemand anderen machen zu lassen, wenn man eigentlich selbst Lust darauf hätte - besonders, wenn an seine Arbeit gerne macht. Dennoch ist eine Auswahl nötig. Setzen Sie klare Prioritäten in Hinblick auf die Ziele, die Sie noch erreichen wollen und wählen Sie konsequent danach aus, welche Dinge Sie selbst erledigen. Nur so verhindern Sie, sich nicht zu überarbeiten.

 

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