Entscheidend ist eine gute Kommunikation
Für ein gutes Betriebsklima ist eine gesunde und konstruktive Kommunikationskultur
unerläßlich. Vieles läßt sich aushalten, wenn es
möglich ist, darüber zu reden, Vorschläge zu machen, sich
auszutauschen und angehört zu werden. Zu einer guten Kommunikationskultur
gehört ein effektiver Informationsfluß, ein intensiver Austausch
zwischen Ihnen und den Mitarbeitern und funktionierende Kommunikationswege
der Mitarbeiter untereinander.
Sorgen Sie für einen guten
Informationsfluß
Ein effektiver Informationsfluß ist sehr wichtig. Alle Mitarbeiter
sollten jederzeit die wichtigsten Infos bekommen und zwar möglichst
gleichzeitig. Überlassen Sie es nicht der Pfiffigkeit oder des Engagements
der Einzelnen, an Informationen zu kommen, sondern stellen Sie sicher,
daß alle benötigten Informationen für jeden jederzeit verfügbar
sind. Nutzen Sie dafür z.B. die Möglichkeit eines öffentlichen
Informationsbrettes oder Ihres Intranets, sofern Sie eines haben. Solche
Medien wollen aber gepflegt werden. Niemand schaut auf ein Informationsbrett,
auf dem noch die Einladung zum Betriebsausflug von vor einem halben Jahr
hängt. Und kaum einer nutzt das Intranet, wenn die Informationen dort
im Zwei-Monats-Rhythmus aktualisiert werden.
Seien Sie Ansprechpartner
Sorgen Sie dafür, daß Sie Ansprechpartner sind. Hören Sie
zu, wenn Ihre Mitarbeiter zu Ihnen kommen, auch wenn das Zeit und Energie
kostet. Natürlich können Sie sich nicht jederzeit alles anhören,
aber grundsätzlich sollten Sie ein offenes Ohr für Ihre Mitarbeiter
haben. Vielleicht möchten Sie dafür am liebsten eine Person einstellen
oder diese Aufgabe an jemand anders übertragen? Trotzdem sollten Sie
auch dann so oft wie möglich selbst mit Ihren Leuten reden. Nur so
halten Sie Kontakt und bekommen mit, was wirklich los ist.
Fördern Sie die Kommunikation
untereinander
Überlassen Sie die Kommunikation Ihrer Mitarbeiter untereinander nicht
gänzlich dem Zufall. Das Problem des Mobbings entsteht sehr oft, weil
Führungspersonen sich zu wenig darum kümmern, wie ihre Mitarbeiter
eigentlich miteinander klarkommen. Aber nur wenn es nicht ständig
zu Konflikten oder Rivalitäten kommt, können Ihre Mitarbeiter
effektiv zusammenarbeiten. Sorgen Sie also ganz bewußt für Kommunikationsmöglichkeiten.
Sehr positiv kann sich z.B. ein einmal in der Woche stattfindendes gemeinsames
Frühstück auswirken, wofür Sie die Brötchen stiften.
Dann kommen einmal alle zusammen und tauschen sich aus. Diese inoffiziellen
Gespräche sind sehr gemeinschaftsbildend und außerdem werden
so oft auch wichtige Informationen ausgetauscht.
Wer gut
arbeiten soll, braucht dafür die geeignete Umgebung
Für ein gutes Betriebsklima spielt die Arbeitsumgebung selbst eine
große Rolle. Hier sind z.B. Raumgestaltung, Licht, Luft, Farben u.ä.
zu beachten. Diese Faktoren können sich sehr positiv auf die Motivation
der Mitarbeiter auswirken, aber auch sehr negativ, wenn sie vernachlässigt
werden.
Manchmal sind es nur Kleinigkeiten
Vielleicht denken Sie, daß es nicht so leicht ist, z.B. in vorhandenen
Räumen etwas zu ändern. Oft aber ist mit einigen Kleinigkeiten
schon viel getan: Grünpflanzen, schöne Bilder, mal ein frischer
Blumenstrauß oder eine Obstschale sind kleine Elemente, die den Mitarbeitern
positive Impulse geben können. Warum nicht auch mit einer Duftlampe
und einem anregenden Duftöl eine gute Raumatmosphäre schaffen?
Seien Sie kreativ.
Fragen Sie Ihre Mitarbeiter
Sowohl bei kleineren Maßnahmen, als auch bei Umbauten oder anderen
größeren Anschaffungen, sollten Sie in jedem Fall die Betroffenen
selbst vorher erfragen, was tatsächlich gewünscht wird. Oft genug
werden Büro- oder Arbeitsräume komplett renoviert und neu möbliert
und wenn man hinterher nachfragt, erfährt man, daß das so wenig
oder keinen Sinn für die Leute macht, die dort tatsächlich arbeiten.
Reißbrettplanung kann im konkreten Fall das genaue Gegenteil bewirken.
Beteiligen Sie hier also immer die Betroffenen selbst.
Ermöglichen Sie störungsfreie
Arbeitsabläufe
Zu einem guten Arbeitsklima gehört es auch, daß Ihre Mitarbeiter
ihre Arbeit ohne unnötige Störungen erledigen können. Wenn
z.B. der einzige Kopierer in Ihrem Unternehmen im dritten Stock steht,
aber Mitarbeiter aus dem ersten Stock mehrmals am Tag kopieren müssen,
führt das zu Zeitverlusten und ist ärgerlich. Vielleicht sitzen
auch ausgerechnet zwei Personen in einem Raum zusammen, die sich gegenseitig
behindern - z.B. dadurch, daß der eine immerzu telefonieren muß,
während die andere sich auf Schreibarbeiten zu konzentrieren versucht.
Überlegen Sie gemeinsam mit den Betroffenen, welche Maßnahmen
hier nützlich sind und echte Verbesserungen bringen. Manchmal ist
das mit Kosten verbunden, oft aber auch nur mit einer Umorganisation.
Überprüfen Sie regelmäßig
das Klima
Es ist verlockend, zu denken, daß es ausreicht, wenn man einmal etwas
für das Betriebsklima getan hat. Aber Vorsicht: auch Ihre Mitarbeiter
werden anspruchsvoller. Sie müssen natürlich nicht jeder Forderung
nachgeben und sich nicht mit jedem Wunsch beschäftigen, aber Sie sollten
das Klima in Ihrem Unternehmen immer wieder erfragen. Anonyme Mitarbeiterbefragungen
sind dafür ein sehr nützliches Instrument, wenn man den Mut hat,
aus den Informationen auch wirkliche Verbesserungen entstehen zu lassen.