Als "indirekter" Risikofaktor für die Gesundheit spielt
eine grosse Rolle bei Fehlzeiten der Arbeitnehmer. Mobbing-Opfer
leiden unter schweren seelischen Belastungen. Kummer schwächt
das Abwehrsystem und macht so anfälliger für Infektionskrankheiten.
Mobbing ist, neben familiären Problemen, Hauptursache für psychosomatische
Krankheiten unter Arbeitnehmern.
Mobbing bringt nicht nur Fehlzeiten mit sich, es wirkt sich auch negativ
auf die Effektivität aller Arbeitnehmer aus. Es soll Arbeitgeber
geben, die Mobbing als Instrument zum Personalabbau
benutzen. Doch die kurzfristigen Personalkosteneinsparungen werden
durch den Produktivitätsverlust, der mit der Vergiftung des
Betriebsklimas
durch Mobbing einhergeht, aufgehoben.
Denken Sie daran: Kaum etwas ist der Produktivität, Effektivität
und Kreativität der Mitarbeiter eines Unternehmens so förderlich
wie das ehrliche Gespräch zwischen Arbeitnehmern und Vorgesetzten.
Sie werden sehen, die Aufklärung über Folgen von Fehlzeiten
und die Mitarbeitergespräche nach Krankheit, werden zu einem
Abbau der Fehlzeiten führen. Auch der oft als harmlos betrachete Missbrauch
von Fehlzeiten (besonders an einzelnen, an das Wochenende angrenzenden
Arbeitstagen) wird durch diese Maßnahmen abnehmen.
Links zum Thema:
Interview mit dem Unternehmens- und Personalberater Klaus-Dieter
Schinkel: "Fehlzeiten durch Führungsschwäche?"
Fehlzeitenreport 1999 Schwerpunktthema: Psychische Belastungen
am Arbeitsplatz. Mobbing am Arbeitsplatz: Ursachen und Auswirkungen von
Dieter Zapf und Matthias Kuhl
Bettina Poeschels Artikel in der Süddeutschen Zeitung: "Lauftier
im Büro-Käfig. Weil ungesunde Arbeitsbedingungen zu teuren
Fehlzeiten führen, erwacht das Interesse der Wirtschaft an der Ergonomie."
Mobbing-Opfer sind sich ihrer Diskriminierung oft gar nicht
bewusst, weil Mobbing sich "einschleicht". Bis es wahrgenommen wird, kann
es schon zu spät sein. Bei Psychodoc können Sie einen Mobbing-Test
machen.