Vertrauen ist wichtigste
Voraussetzung der immateriellen Mitarbeitermotivation. Ohne Vertrauen kann
diese Motivationsart erst gar nicht umgesetzt werden, gleichzeitig sind
die aufgeführten "Maßnahmen" vertrauensbildend. Das Grund-Vertrauen
muss von beiden Seiten gegeben sein: Ein Vorgesetzter, der seinen
Mitarbeitern nicht vertraut und sie das spüren lässt, darf sich
nicht wundern, wenn sie auch ihm nicht vertrauen.
Als Folge von mangelndem
Vertrauen werden Organisationsstrukturen immer undurchsichtiger, denn Mitarbeiter,
die ihren Vorgesetzten nicht vertrauen, haben natürlich auch Angst,
Fehler einzugestehen und versuchen sie zu vertuschen.
-> Mitarbeiter, die Angst
haben, ihre Position zu verlieren, wenn sie mal einen Fehler machen,
verlieren ihre Selbstsicherheit, machen dann womöglich erst recht
Fehler. Welcher von Existenzängsten geplagte Mensch kann schon optimale
Leistungen bringen?
-> Mitarbeiterpartizipation:
Mitarbeiter, die in den für ihren Arbeitsbereich relevanten Entscheidungsprozess
miteinbezogen werden, bringen normalerweise bessere Leistungen. Dies ist
in erster Linie auf die gestiegene Eigenverantwortung zurückzuführen.
Die Mitarbeiter fühlen sich ernst genommen und können ihr Erfahrungswissen
(Fachwissen, Kundenwissen) mit einbringen. Das Selbstwertgefühl
dieser Mitarbeiter steigt, die Angst um ihre Anstellung wird kleiner
(die Existenzangst vieler Arbeitnehmer darf nicht unterschätzt werden
und wirkt im Normalfall eher lähmend als motivierend).
-> Anerkennung der
Leistungen, selbst ein kleines Dankeschön kann Wunder wirken.
Natürlich muss auch auf Fehler hingewiesen werden, wenn welche gemacht
werden. Als Vorgesetzter sollte man darauf achten, dass die positive Motivation
überwiegt. Die meisten Arbeitnehmer haben in ihrem Arbeitsalltag viele
Aufgaben zu bewältigen, den weitaus grössten Teil davon erledigen
sie fehlerlos, das muss honoriert werden (wenn bei einem Arbeitnehmer die
Fehler überwiegen, wurde mit Sicherheit schon das Einstellungsverfahren
nicht gewissenhaft durchgeführt. Mitarbeiter, die ihren Aufgaben nicht
gewachsen sind, sind eine Belastung für den gesamten Arbeitsprozess
eines Betriebes, bzw. einer Abteilung)
-> Flexiblere Arbeitszeiten:
die Arbeitszeiten sind in den letzten Jahren im allgemeinen flexibler geworden.
Gleitzeit
ist längst gang und gäbe. Jeder Mensch hat seinen eigenen natürlichen
Rhythmus, wenn er diesen mehr berücksichtigen darf, werden seine Voraussetzungen
Leistung zu erbringen um einiges verbessert. Mitarbeiter, die auch "nach
Feierabend" noch bleiben, um ein Projekt oder Teilprojekt abzuschliessen,
sollten auch ohne Kopfschütteln der Vorgesetzten oder Kollegen mal
etwas früher nach Hause gehen, wenn das "Tagewerk" verrichtet wurde.