Fehlzeiten sind teuer, je nach Unternehmen und Position
kosten sie zwischen 400 und 1000 Mark täglich (in den ersten 6 Wochen
der Arbeitsunfähigkeit). Ein grosser Teil der Fehlzeiten ist jedoch
vermeidbar. Hier liegt es bei Arbeitgebern und Vorgesetzten (Personal-
und Abteilungsleiter) den ersten Schritt zu tun.
Dieser erste Schritt heisst auf jeden Fall: Aufklärung über
die Konsequenzen von Fehlzeiten. Viele Arbeitnehmer können
sich schlicht nicht vorstellen, in welchem Ausmass krankheitsbedingte Fehlzeiten
ein Unternehmen belasten. Mehr Transparenz und konkrete Zahlen seitens
der Geschäfts-, bzw. Personalleitung steigern in der Regel das Verantwortungsbewusstsein
der Mitarbeiter.
Auch das Mitarbeitergespräch nach Krankheit ist sehr wichtig.
Machen Sie dem betreffenden Mitarbeiter klar, dass es Ihnen nicht um Kontrolle,
sondern um die Erforschung möglicher Ursachen seiner Krankheit geht.
Probleme und Konflikte können nur gelöst werden,
wenn sie ausgesprochen werden. Animieren Sie Ihre Mitarbeiter zum offenen
Gespräch.
Die dafür nötige Vertrauensbasis muss vor allem von Arbeitgeber
und/oder Vorgesetzten etabliert werden.
Begutachten Sie gemeinsam mit dem Mitarbeiter dessen .
Allzu oft sind Krankheiten auf schlechte ergonomische Arbeitsbedingungen
und Stress am Arbeitsplatz zurückzuführen. Ein schlechtes
Raumklima
mit zu wenig Sauerstoff und vielen Krankheitserregern in der Luft, kann
zu einem vermehrten Auftreten von Erkältungs- und Atemwegserkrankungen
führen.
Über zwei Drittel der Fehlzeiten in Deutschland werden durch nur
vier
Krankheitsgruppen verursacht. An erster Stelle rangieren Skelett-
und Muskelerkrankungen gefolgt von Atemwegserkrankungen,
Verletzungen
und Herz-Kreislaufbeschwerden.
Der grösste Teil dieser Erkrankungen kann durch das Angebot des
sportlichen Ausgleichs reduziert werden. Geben Sie Ihren Mitarbeitern die
Möglichkeit einer freieren ,
damit
sie regelmäßig laufen, schwimmen oder radfahren können.
Veranstalten Sie hin und wieder kleine, betriebsinterne Sportevents,
wie beispielsweise Mini-Olympiaden (hier bieten sich natürlich
Sportarten an, bei denen die Verletzungsgefahr so gering wie möglich
ist). Solche Maßnahmen sind nicht nur der Gesundheit der Mitarbeiter
förderlich, sie verbessern auch das Betriebsklima, die Zusammenarbeit
in und zwischen den einzelnen Abteilungen.