Bei der Visualisierung machen Sie sich
vom gewünschten Ergebnis in Gedanken ein positives Bild. Ganz konkret
und mit möglichst vielen Details stellen Sie sich vor, wie das Ergebnis
aussehen soll. Konzentrieren Sie sich und tun Sie das, wofür Sie früher
von den Eltern gescholten wurden: Tagträumen Sie! Üben Sie Ihre
Vorstellungskraft, denken Sie "Kopffilme" aus; Sie können sie anhalten,
von vorne laufen lassen und neu drehen. Es geht immer wieder darum, sich
das, was man will, so bildhaft wie möglich und in Einzelheiten vorzustellen.
"Die Vorstellungskraft und ihre Auswirkungen
sind bereits mehrfach untersucht worden: So hatten zum Beispiel zwei gleich
starke Gruppen von Hochspringern etwas zwei Wochen lang ihre Technik verfeinert.
Ein Team trainierte nur körperlich, das andere nur mental, indem die
Mitglieder geistige Filme vom Sprung anfertigten. Sie gingen lediglich
den gesamten Ablauf vor dem inneren Auge durch: Sie sahen, wie Sie anliefen,
jeden Schritt, den Absprung, den Flug über die Latte und die Landung.
Das verblüffende Ergebnis: Beide Teams hatten ihre Leistungen gleichermaßen
verbessert." (Kolb/Miltner 1998).
Übung
Trainieren Sie Ihren visuellen Sinneskanal
durch folgende Übung: Schauen Sie sich die Wolken (Bäume, Wasser)
ganz konzentriert an und stellen Sie sich dabei vor, wie sie geformt sind,
wie sie sich verändern, welche Muster Sie erkennen, welches Bild vor
Ihrem geistigen Auge entsteht.