Auch das Brainwriting
kann als Gruppen- und Einzeltechnik
eingesetzt werden. Die Spielregeln sind etwas umfangreicher als beim Brainstorming.
Durchführung als Gruppentechnik
Jede Teilnehmerin, jeder Teilnehmer
bekommt ein gleichgroßes Blatt Papier, das in drei Spalten (vertikal)
und sechs Reihen (horizontal) aufgeteilt wird. Jedes Blatt hat 18 Kästchen.
Die Problemstellung wird von allen definiert. Jede Person schreibt dann
in die erste Reihe pro Kästchen eine Idee und reicht das Blatt an
den/die NachbarIn zur Rechten weiter. Dieser Vorgang wird fünf Mal
wiederholt (6-3-5-Methode: 6 Personen haben 3 Ideen 5 Mal). Auch beim Brainwriting
wird während der Schreibphase nicht diskutiert oder kritisiert. Insgesamt
entstehen 108 Lösungsvorschläge. Sind alle Vorschläge abgegeben,
werden von jeder die besten/witzigsten/interessantesten herausgeschrieben und diskutiert.
Vorteil
dieser Methode liegt in einer Fülle
von Ideen in kurzer Zeit, jede/r Teilnehmer/in kann selbständig arbeiten
und sich von den Ideen der anderen anregen lassen.
Nachteil
kann sein , daß man zu wenig
Zeit hat, um seine Ideen klar darzulegen.
Änderung der Gruppengröße
Je nach Anzahl der TeilnehmerInnen
wird das Brainwriting etwas abgewandelt zur 5-3-4- oder 7-3-6-Methode,
d.h. 5 Leute geben 3 Ideen 4 Mal an bzw. 7 Leute haben 3 Ideen 6 Mal.
Brainwriting für Einzelpersonen
Verkleinern Sie die Tabelle auf drei
Spalten und drei Reihen, schreiben Sie Ihre Grundideen in die erste Reihe.
In die nächste Reihe schreiben Sie eine mögliche Abwandlung der
Grundidee, in die letzte Reihe eine Abwandlungsmöglichkeit der ersten
Änderung. Bewerten Sie dann Ihre Ideen: welche ist neu, welche ist
originell, welche ist sinnvoll, welche nützlich, welche läßt
sich realisieren.
Übung
Versuchen Sie., Lösungen für
das folgende Problem zu finden: Wie kann ich meine Angestellten davon überzeugen,
sich regelmäßig weiterzubilden?