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2. Grundhaltung im Coaching

Für ein erfolgreiches Coaching ist die Grundhaltung - die Lebensanschauung - des Coachs von großer Bedeutung. Der Coach muß sich seines ethischen Verständnisses bewußt sein, da dies maßgeblich die Qualität der Gespräche bestimmt. Das Menschenbild des Coachs ist das Fundament auf dem sich das Coaching entwickelt.
 

Alle Menschen sind gleichwertig und gleichtberechtigt.
und:
Die Würde des Menschen ist unantastbar.

Der Coach muß den Klienten in seiner Individualität achten und würdigen. Auch muß er sich der Würde seiner eigenen Person bewußt sein (Selbstachtung). Dem Menschen in Achtung und Würde zu begegnen bedeutet:

ihn anzunehmen, wie er ist - mit seinen Schwächen und Stärken.
ihm mit Achtsamkeit zu begegnen.
seine Bedürfnisse und Grenzen beachten.
Nur ein Coach mit Selbstachtung kann auch seine Klienten beachten.
 
 

Jeder Mensch hat aufgrund seiner individuellen Fähigkeiten seine ganz besondere Aufgabe.

Ein Coach muß wissen, daß jeder Mensch mit konstruktiven Anlagen zur Welt kommt, die ihn befähigen zu wachsen und sich als Person zu verwirklichen. In Art und Wesen des Menschen findet sich seine Aufgabe und damit sein Potential, seine Chancen.

In der Praxis bedeutet das: Der Coach weiß um die Entwicklungsmöglichkeiten jedes Menschen, insbesondere um die des Klienten. Das ist besonders wichtig, wenn der Klient aufgrund einer persönlichen Krise seinen Weg nicht mehr sieht. Hier bleibt der Coach eindeutig.

Jeder Mensch ist für sich selbst verantwortlich.
und
Jeder Mensch kann über sich selbst entscheiden.

Der Coach darf dem Klienten keine Entscheidungen "abnehmen" oder ihn aus der Verantwortung für sein Handeln entlassen.

Es gibt Menschen, die sich einen Coach als eine Art "Guru" suchen. Dieser Guru soll ihm dann sagen, was richtig oder falsch, gut oder schlecht ist; was er tun soll; wie er sich verhalten soll. Dieses Guru-Schüler-Verhältnis darf nicht zugelassen werden, da sich er Mensch - aus der Verantwortung entlassen - in die Abhängigkeit zu einer Person begibt.

Dieser Grundsatz betont auch die Tatsache, daß der Mensch niemand anderem für sein Denken, Handeln und Fühlen die "Schuld" zuweisen kann. Was sich hier einfach anhört, findet in unserer Gesellschaft kaum Umsetzung. Es schein völlig "normal" zu sein, für alles einen "Sündenbock" zu finden. Hier hat der Coach die Aufgabe, immer wieder auf die Selbstverantwortung des Einzelnen hinzuweisen.

 

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