Die Begriffe "Intuition" und "Wissen" scheinen sich zu
widersprechen. Die Ursache hierfür liegt in der dualistischen Weltsicht,
die ihre Wurzeln in der griechischen Philosophie hat, die die menschliche
Denkweise bis in die Gegenwart geprägt hat.
Nach über 2000 Jahren ist es an der Zeit, diesen Dualismus, das
Fundament
der modernen Wissenschaft und Gesellschaft, abzulösen durch eine
ganzheitlichere Betrachtungsweise. Der Weg für diese neue Sichtweise
wird geebnet durch die zunehmende Vernetzung der (Arbeits)Welt.
Wichtigster Antriebsmotor und das alles verbindende Element ist die
Information,
bzw. der Informationsfluss.
Die mit den Begriffen "Wissen" und "Intuition" einhergehenden, vermeintlich
gegensätzlichen Begriffspaare sind in der folgenden Tabelle gelistet.
Die Konturen dieser vermeintlichen Zweiteilung haben sich, insbesondere
nach Etablierung des Konzepts der emotionalen Intelligenz mehr und
mehr verwischt. Besonders die letzten Begriffspaare verdeutlichen, dass
die Kontrastierung dieser sozialen Phänomene und Eigenschaften
veraltet ist.
Unternehmen und Mitarbeiter, die in der Wissensgesellschaft bestehen
wollen, müssen ihren Arbeits- und Organisationsprozeß
den neuen Erkenntnissen anpassen. Es gilt den "soft skills", den emotionalen
und sozialen Fähigkeiten der Mitarbeiter den gleichen Stellenwert
einzuräumen wie ihrem (Fach)Wissen.
Wegweisend in dieser Entwicklung war und ist das Konzept der emotionalen
Intelligenz, das seit Beginn der Neunziger Jahre von mehr und mehr amerikanischen
Wissenschaftlern propagiert wird.