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Soft Skill: Teamgeist, Teamfähigkeit

Es sind heute kaum noch Stellenangebote zu finden, in denen nicht der "Teamgeist" heraufbeschworen wird. Teamfähigkeit und Teamtauglichkeit sind die populärsten Ausdrücke in Stellenbeschreibungen quer durch alle Branchen.

Man könnte fast den Eindruck gewinnen, dass nur noch in Horden gearbeitet wird, dass ohne Zuspruch und Unterstützung der Teamkollegen keine Entscheidungen mehr getroffen und keine Ziele mehr erreicht werden können.

Nun ist gegen Teamarbeit natürlich nichts einzuwenden, denn Wissen und Fähigkeiten der einzelnen Mitarbeiter können im Team optimal genutzt werden. Mehr Köpfe haben auch mehr Ideen und mehr Erfahrungswerte. Dadurch ensteht ein breiteres Spektrum an Problemlösungsansätzen, das durch Interaktion, Austausch und Diskussion der einzelnen Ideen nochmal potenziert wird.

Voraussetzung hierfür ist jedoch, dass nicht  nur die fachlichen Fähigkeiten, die Hard Skills, die weichen Faktoren - Soft Skills, sondern auch die Heart Skills der einzelnen Teammitglieder zueinander passen, sich ergänzen. Personal-Entscheider sollten dies schon bei der Einstellung, bzw. Einteilung beachten.

Ansonsten besteht die Gefahr, ein Team zusammenzustellen, das beispielsweise nur aus extrovertierten, kreativen und mitteilungsbedürftigen Mitarbeitern besteht, oder nur aus introvertierten, scheuen, ruhigen Mitgliedern. Die Folgen solcher Gruppenkombinationen können Sie sich bestimmt selbst

Teamfähigkeit jedoch setzt ein optimales Team voraus. Was verstehen wir aber unter einem optimalen Team?

Jeder von uns hat bestimmte Stärken und Schwächen, die uns unterschiedlich befähigen, die anfallenden Aufgaben zu bewältigen. Dies sind neben den persönlichen Präferenzen, wie Extrovertiertheit, Introvertiertheit, etc. v.a. folgende Funktionen, denen wir im Arbeitsleben begegnen:

  • Beraten
  • Innovieren
  • Promoten
  • Entwickeln
  • Organisieren
  • Umsetzen
  • Überwachen (Controling)
  • Stabilisieren


Ein erfolgreiches Team sollte dementsprechend idealerweise folgende 8 Arbeitspräferenzen / Teamrollen besetzen
 

  • Informierte/r Berater/in
  • Kreative/r Entdecker/in
  • Entdeckende/r Promotor/in
  • Auswählende/r Entwickler/in
  • Zielstrebige/r Orgnisator/in
  • Systematische/r Umsetzer/in
  • Kontrollierende/r Überwacher/in
  • Unterstützende/r Stabilisator/in
[lesen Sie auch: das Team-Management-System]

Nur, wenn wir die Möglichkeit erhalten, in einem Team zu arbeiten, das die hier genannten, sich ergänzenden Kernkompetenzen besetzt hat, können wir unsere eigene Teamfähigkeit auch voll entfalten :-)

Die Unternehmens- oder Projektleitung entscheidet, welche Mitarbeiter eines Teams auf die Key Skills (Hauptaufgaben, Schlüsselfunktionen) angesetzt werden und welche Positionen noch besetzt werden müssen. Genauso muß die Unternehmens- oder Projektleitung entscheiden, das Kernkompetenzen nicht doppelt besetzt werden, um Kompentenzgerangel auszuschliessen. In diese Entscheidungen müssen nicht nur die betreffenden Mitarbeiter, sondern auch der Rest des Teams, dem "weniger wichtige" Aufgaben zugeteilt werden, eingebunden werden, bzw. einverstanden sein.

Optimale Teamleistungen werden nur dann erbracht, wenn jedes Teammitglied mit seiner Aufgabe und mit seiner Rolle innerhalb des Teams zufrieden ist. Die Mitarbeiter sollten auf jeden Fall ermutigt werden, sich ehrlich zu ihrer Einteilung zu äußern.

Mit einer lächelnden Maske und unterschwelligen negativen Emotionen (gegenüber sich selbst und den Kollegen) lassen sich keine guten Leistungen erbringen. Dadurch kann das ganze Team erfasst werden, worunter Produktivität und Kreativtät leiden.

Ein Team ist dann ein gutes Team, wenn jedes Mitglied für sich den goldenen Mittelweg zwischen Konkurrenz und Kooperation, zwischen Einzel- und Gruppenarbeit gefunden hat. Die Mitglieder sollten sich nicht nur in ihren Fähigkeiten sondern auch in ihren Charaktereigenschaften ergänzen. Idealerweise sollte eine gemeinsame Sprache gesprochen werden, auch auf nonverbaler Ebene.

Es ist eine neue Arbeitsphilosophie, die im Entstehen begriffen ist. Je schneller Arbeitnehmer wie Arbeitgeber sich dauf diese Visionen einstellen, umso schneller werden sie Erfolge verzeichnen können.

 

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